baer45: DAX®
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Was halten Sie von Aktien, Herr Abs? - Die Finger!

03.01.2006: Satire & Kommentare

Rückblick auf 2005

Ende Januar werden es vier Jahre seit die Seite baer45: DAX®-Index online ist. Im Oktober haben wir den kostenlosen Homepageservice von freenet.de verlassen und haben ein neues professionelles Heim gefunden. Mit dem Umzug war auch eine Änderung der Haupt-URL verbunden. Trotzdem findet man unsere Inhalte schon wieder in den wichtigsten Suchmaschinen wie Google, msn und Yahoo. In der kurzen Zeit haben wir natürlich noch nicht das frühere Ranking bei den Suchmaschinen erlangt und das Internet ist noch voll mit Hinweisen auf die alte URL. Deshalb werden sie noch längere Zeit von den alten Seiten automatisch zum neuen Server umgeleitet. Die Klickrate hat unter dem Umzug nicht gelitten und DAX®-Lotto ist weiterhin die führende Rubrik mit einem festen Fankreis. Auch dieses Börsenjahr war sehr ruhig - fast langweilig - wäre der DAX® nicht so kontinuierlich nach Norden geklettert.

Der DAX®

Das Jahr begann mit der Tsunami-Katastrophe in Südostasien, setzte sich fort mit dem Terroranschlag auf das Londoner Verkehrsnetz, großen Zerstörungen am Missisippidelta durch Wirbelstürme, explodierendem Ölpreis, Gefährdung unserer Hühner und Gänse und einer neuen Regierung. Und wie reagierte der DAX® auf diese schlimmen Nachrichten? Er kletterte kontinuierlich weiter. Sogar eine neue Kanzlerin konnte im nichts antun. Zum Jahresende erreichte er ein Rekordergebnis von +27% und lag so hoch wie schon seit Jahren nicht mehr. Auch die Volatilität dümpelte im Keller dahin und strafte die Daytradergemeinde schon im zweiten Jahr in Folge ab. Die Mehrheit der Aktien scheint sich immer noch in sehr festen Händen zu befinden. Sowohl der DAX® und schon viel früher Lotto erreichten in unserem Depotwettbewerb endlich schwarze Zahlen. DAX®-Lotto, die überzeugendste Anlagestrategie, führt immer noch mit einem deutlichen Vorsprung. Allerdings schnitt Lotto in der letzten Anlageperiode nicht überzeugend ab. Gut, dass diese Anlageperiode frühzeitig durch die Übernahme der HypoVereinsbank durch die Unicredit beendet wurde. Die Deutschland A.G. zerbröselt weiter. Die Vorstände können inzwischen nicht mehr überall den Aktionären auf den Köpfen rumtanzen. So ging die Deutsche Börse als klarer Sieger in diesem Jahr durch die Ziellinie. Vorher hatten die Aktionäre im Vorstand aufgeräumt. Unterstützt wurden sie dabei vorbildlich von den angelsächsischen "Heuschrecken". Das hat inzwischen auch zu größeren Veränderungen bei DaimlerChrysler geführt. Eventuell wird jetzt aus dieser gescheiterten Welt A.G. endlich wieder ein Unternehmen das richtig viel Geld verdient. Die Zerstörungen an den US-amerikanischen Öl-förder- und Verarbeitungsanlagen durch die Wirbelstürme und die weiter brummende Weltkonjunktur haben zu Engpässen beim Rohöl und den Mineralölprodukten geführt. Die Weltgemeinschaft bekommt jetzt spürbar die unterlassenen Investitionen in diesem Sektor zu spüren. An Öl mangelt es nicht. Es fehlt an Förder- und Verarbeitungskapazitäten. Zwischenzeitlich sind jedoch die notwendigen Investitionen eingeleitet und damit werden die hohen Energiepreise nur von vorübergehender Natur sein.

Viel Glück in 2006!

Die fundamentalen Daten (Leistungsbilanzdefizit, Staatsverschuldung) sprechen immer noch nicht für eine Erholung des US-$. Die regelmäßigen Erhöhungen des Leitzinses durch die US-amerikanische Zentralbank haben allerdings zwischenzeitlich zu einer erheblichen Zinsdifferenz zwischen den USA und dem €uroraum geführt. Dies hat den €uro entsprechend unter Druck gesetzt und er hat in diesem Jahr 10% gegenüber dem US-$ verloren. Die US-Aktien sind das gesamte Jahr über im wesentlichen Seitwärts gelaufen oder haben geringe Gewinne im Bereich von einigen Prozentpunkten erzielt. Der Gewinn, den europäische Anleger in den USA gemacht haben, beruhte also in Wirklichkeit auf Währungsgewinnen. Auch unter der Berücksichtigung der geänderten Währungsrelationen haben die US-amerikanischen Aktienmärkten wieder einmal in voller Breite schlechter als der DAX® abgeschnitten. Dabei sind die deutschen Blue Chips immer noch günstiger bewertet als die US-amerikanische Konkurrenz.

Im Mai 2004 beschäftigten wir uns mit der Problematik der langfristigen Spekulation. Ein Beitrag, der die Klickraten explodieren ließ. Deshalb führen wir unsere Tabelle bezüglich Renditen bei langfristigen DAX®-Anlagen weiter und erweitern sie um einen virtuellen Ausstieg am 30.12.2005 (Tagesschlusskurs). Der Einstiegszeitpunkt war jeweils am Jahresanfang:

Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)1990199520002005
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,14 7,917,077,213,513,98-25,15-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,11 9,058,568,975,727,40-12,54-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,09 8,998,508,885,837,40-8,85-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,67 9,659,349,847,079,09-3,6326,32
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr: 1000)
ACHTUNG: der Mensch hat Schwierigkeiten den Zinseszins geistig zu fassen. Besonders den Negativen!

Trotz eines außergewöhnlichen Jahresergebnisses ist der DAX® so günstig bewertet wie seit Jahren nicht mehr. Die Firmen haben ihre Prozesse optimiert und sind durchgängig Gewinner der Globalisierung. Zusätzlich soll es in diesem Jahr bei uns ein stärkeres Wirtschaftwachstum geben. Wenn also die Weltkonjunktur weiter gut läuft und der US-amerikanische Aktienmarkt nicht abkackt, sollte ein weiteres gute DAX®-Jahr bevorstehen. Ein Anstieg um +11% würde uns über die Marke von 6000 Punkten bringen, eine Größenordnung die im Bereich des Möglichen liegen würde. Allerdings kommt es manchmal anders als man denkt!

Was war sonst noch bei uns los?

Neujahrsansprache im baer45 TV

"Wir sind Papst" grinste die Bildzeitung uns von den Zeitungsständern entgegen. Im April wird der deutsche Kardinal Joseph Ratzinger als Benedikt XVI Nachfolger von Johannes Paul II. Seit fast 500 Jahren der erste Papst aus Deutschland. Das war sicherlich die Initialzündung für Deutschland. Es konnte jetzt nur noch Aufwärts gehen! So war es auch. Die SPD verliert auch die sehr wichtige Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen. Gerhard Schröder tat dann das, was er am besten konnte: Er trat die Flucht nach vorne an. Er kämpfte noch einmal, gewann fast, wider alle Prognosen - und verlor am Ende doch: Das Kanzleramt und wenig später auch den frisch erworbenen Respekt als Altkanzler durch seinen dubiosen russischen Gaspipelinejob. Jetzt haben wir eine Kanzlerin und eine große Koalition. Wer hätte das gedacht? Eine geschiedene und wieder verheiratete protestantische Physikerin aus dem Osten und aus der CDU wird der erste weibliche Regierungschef in Deutschland - ganz ohne Quotenschutz - nachdem sie sich vorher so wacker im Frühschoppen bei baer45 TV geschlagen hatte! Vorgelegt hatten schon der deutsche Frauenfußball. Im Juni gewann unsere Damennationalmannschaft, als amtierender Fußballweltmeister, zum 4. Mal in Folge die Europameisterschaft. Was wären wir ohne unsere Frauen? Nur noch eine Ansammlung von 40 Millionen Jammerlappen! Auch große Bauwerke wurden dieses Jahr fertig gestellt. So z.B. die Frauenkirche in Dresden und die Allianzarena in München. Auch wurde heftig in Bürotürme investiert. Ist doch logisch, dass man bei stetig abnehmenden Beschäftigtenzahlen, immer mer Fläche für Verwaltungsarbeitsplätze braucht - so dachten auf jeden Fall die Immobilienfonds. Resultat von derartig profihafter Spekulation ist die Pleite von einigen geschlossenen Immobilienfonds und offene Fonds in großen Schwierigkeiten. Soviel zur so genannten sicheren Geldanlage. Diese Fondsmanager mussten große Hoffnungen in Hartz I-IV gesteckt haben. Inzwischen werden einige von ihnen die Hartz-Praxis auskosten dürfen. Kurz vor dem Winter bekam dann unser Geflügel Hausarrest und als Weihnachtsgeschenk hebte der Bundesgerichthof den Freispruch für den Deutsche Bank Chef Josef Ackermann und Konsorten auf. Ob die auch Hausarrest bekommen werden? Auf jeden Fall reagieren, nach den ersten Putzaktionen der angelsächsischen "Heuschrecken", jetzt auch die deutschen Gerichte. Eine derartige Plage wäre auch zum Ausmisten beim VW-Vorstand und Betriebsrat notwendig. Leider lebt diese Spezies noch unter einem besonderen politischen Schutz. Das Motto von dieser korrupten Veranstaltung: "Du bist Deutschland".

Internationale Lage

Wirbelsturm Katrina

Das Jahr begann mit dem Versuch die Tsunami-Katastrophe in Südostasien, mit mehr als 230.000 Opfern, zu bewältigen. 1,8 Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Weltgemeinschaft zeigte im Angesicht dieser Katastrophe eine einmalige Solidarität. Den Vereinten Nationen zufolge kamen 13,6 Milliarden Dollar zusammen. Trotzdem wird es noch Jahre dauern bis die komplette Hilfe vor Ort angekommen und der Wiederaufbau abgeschlossen ist. Als ob die durch die Natur verursachten Katastrophen nicht reichten, müssen die Menschen Menschen terrorisieren. Die Fratze des islamistischen Terrors hat sich mit aller Perfidie, mit aller Brutalität und Menschenverachtung in London gezeigt. Kurz vorher hatten die Niederländer und Franzosen der europäischen Idee einen schlimmen Nackenschlag versetzt. Die Ablehnung des europäischen Verfassungsentwurf durch die beiden Volksabstimmungen paralysiert die Europäische Union bis heute. Die Politik hatte die Erweiterung zu stark vorangetrieben und die Menschen mit den Problemen die mit der Erweiterung einher gehen, alleine gelassen. Es wird jetzt wohl explizit zu einem Europa der mehreren Geschwindigkeiten kommen: Einem politischen Kerneuropa mit einer den Kern umgebenden Freihandelszone. Sollte auch das nicht gelingen, wird Europa mittelfristig zerbröseln. Die Kräfte, die einen derartigen komplexen Verbund zusammen halten könnten, sind bei einer reinen Freihandelszone zu gering. Im Spätsommer zerstörte dann der Wirbelstrom Katrina den Südosten (Missisippidelta) der USA. Dies war auch ein riesiger Schlag gegen die US-amerikanische Ölförderindustrie, die den eh schon vorherrschenden Engpass an den Weltmärkten noch verschlimmerte. Mindestens 1380 Menschen fallen Katrina zum Opfer. Häuser werden zu Hunderttausenden vom Wind zerfetzt oder von Wassermassen zertrümmert. Biloxi wird praktisch dem Erdboden gleich gemacht und New Orleans wird unbewohnbar. In Asien breitete sich die Vogelgrippe aus und erreichte im Herbst auch Europa. Diese Infektionskrankheit heizte auch die Angst vor einer neuen Pandemie an und beschert den Pharmaherstellern von Grippeschutzmittel riesige Umsätze. Das große Erdbeben im Herbst im Kaschmir überfordert dann endgültig die Hilfsbereitschaft der Weltgemeinschaft. 73000 Bergbewohner verlieren ihr Leben und mehr als drei Millionen ihre Häuser. Inzwischen ist der Winter eingebrochen und die Menschen müssen in Zelten Kälte und Schnee trotzen. Alles in allem kein gutes Jahr für die betroffenen Menschen und die Versicherungswirtschaft.

Der Irak (siehe Sonderserie Irak) hat es inzwischen zu einer Verfassung und einem Parlament gebracht. Während noch bei den Wahlen zur verfassungsgebenden Versammlung die arabischen Sunniten sich verweigerten nahmen sie dann an den Parlamentswahlen teil. Schmerzlich war natürlich für diese Bevölkerungsgruppe zu erkennen, dass sie die Geschicke des Iraks, so wie früher, nicht mehr bestimmen kann. Sie machen nur ca. 20% der Bevölkerung aus. Das Schicksal des Landes wird weitgehend von den Schiiten und den Kurden bestimmt werden. Sollte ein erklecklicher Teil der arabischen Sunniten den Terror weiter decken und unterstützen, könnte es zu einem Verfall des Landes in drei Teile kommen. Allerdings lehnt ein immer größer werdender Teil der arabischen Sunniten diesen Terror ab. Trotz aller Fehler, die seitens der US-Amerikaner in diesem Konflikt gemacht wurden, könnte das Ganze auf mittelfristige Sicht noch eine Erfolgsgeschichte werden. Bush wird allerdings diesen Erfolg nicht mehr in seiner Amtszeit erleben.

Wie wird das neue Jahr werden? Wird die iranische Führung total durchdrehen und uns einen neuen Konflikt in dieser schon brennenden Region bescheren? Wird die Arbeitslosigkeit in Deutschland sinken? Alles unwichtige Fragen! 2006 gibt es nur eine wichtige Frage: Wird Deutschland Weltmeister? Können die Männer endlich mit den Frauen mithalten? Wenn wir diese Fragen im Sommer mit "Ja" beantworten können, werden wir aufhören mit Jammern und unsere Ideen praktisch umsetzten, so wie es unsere Kanzlerin fordert. Sollten wir allerdings vorzeitig ausscheiden .....

Auswertung der Finanzmarkt-Tipps für 2005

Jeder zweite Analyst liegt daneben

Korrekte Vorhersage von Zinsen und DAX® überfordert die meisten Beobachter / Gute Resultate bei Euro und amerikanischer Börse

München - Nur die Hälfte aller Finanzmarkt-Beobachter lag mit ihren Tipps für 2005 in etwa richtig. Das ergibt eine Auswertung der Prognosen für Aktien, Anleihen und Euro vom Jahresende 2004. Die besten Vorhersagen machte die schwedische Großbank SEB, die schlechtesten stammen von Goldman Sachs.

V o n   M a r t i n   R e i m
Süddeutsche Zeitung vom 4.1.2006


An derwohl umfangreichsten Prognose-Umfrage in deutschen Medien hatten sich 35 Finanzfirmen beteiligt - Fondsgesellschaften, Banken, Vennögensverwaltungen, Versicherungen und Research-Häuser. Die Fachhochschule Südwestfalen führte die Untersuchung im Dezember 2004 in Kooperationmit der Süddeutschen Zeitung durch. Abgefragt wurden Prognosen für die Höchst-, Tiefst- und Schlusswerte von Euro, zehnjährigen Bundesanleihen, Dax®, TecDAX® und Dow-Jones-Index; einige Teilnehmer wählten beim amerikanischen Aktienmarkt den Standard & Poor's-500-Index als Basis. Manche Analysten gaben nur in ausgewählten Sparten ihre Tipps ab.

Gut ein Jahr später wurde untersucht ob die Experten mit ihren Tipps Recht hatten. Dabei gilt als Treffer, wenn der Tipp innerhalb einer Toleranzzone liegt, die von zehn Prozent unter bis über den tatsächlich eingetretenen Werten reicht. Beispielsweise punkteten angesichts eines Euro-Schlusskurses für 2005 von 1,18 Dollar diejenigen, deren Vorhersagen sich zwischen 1,06 und 1,30 Dollar bewegten. Ergebnis: Von allen 384 Schätzungen waren lediglich 193 in etwa korrekt - das sind 50 Prozent. Dieses Ergebnis ist allerdings besser als in vielen vergangenen Jahren. So hatte für 2001 die Quote 45 Prozent betragen, und für 2002 sogar nur 39 Prozent.


Glaskugel Wer vorhersieht, was an den Finanzmärkten passiert, kann viel Geld gewinnen. Zumindest im vergangenen Jahr waren Analysten dabei aber keine große Hilfe.
Foto: r.e.m./Hans-Georg Gaul

Totalausfall bei Anleihen

In der jüngsten Untersuchung präsentierten sich die Analysten bei den Zinsen am schwächsten. Unter den 89 Schätzungen für die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen war keine einzige auch nur annähernd richtig. Grund: Alle Beobachter hatten einen Anstieg der Zinsen vorhergesehen, während es zu einem Verfall kam. Am weitesten lag die BHF-Bank daneben. Sie sah die Anleihen-Rendite Ende 2005 bei 4,80 Prozent, der tatsächliche Wert betrug 3,31 Prozent. Noch am besten war die WestLB (3,80 Prozent).

Gemischt fiel die Bilanz für den deutschen Aktienmarkt aus. Beim Dax® waren nur etwa 25 Prozent aller Prognosen richtig, während beim Technologie-Index TecDAX® die Trefferquote bei mehr als 80 Prozent lag. Das Auseinanderklaffen hatte eine einfache Ursache: Die meisten Beobachter hatten für den Gesamtmarkt enen leichten Anstieg vorhergesehen. Das traf für den TecDax® auch zu, doch kletterte der Dax® wesentlich steiler als erwartet, so dass die vorsichtigen Vorhersagen hier zumeist zur Makulatur wurden. Konkret sah nur der Münchner Vermögensverwalter Fiduka die Dax®-Hausse wenigstens annähernd voraus. Er tippte auf einen Endwert von 5100 Punkten, während es in der Realität 5408 Zähler waren. Activest, die Fondsgesellschaft der HypoVereinsbank, vertat sich am meisten und kalkulierte einen Endstand von 4000 Punkten, was ein Verlustjahr fürden Dax® bedeutet hätte.

Beim Euro konnte die Mehrzahl der Analysten überzeugen - mehr als zwei Drittel aller Tipps trafen in etwa zu. Vor allem die Schwankungsbreite des Euro im Jahresverlauf wurde oft recht exakt vorhergesehen. Generell rechneten die meisten Beobachter mit einem Kursverlust der Gemeinschaftswährung, wie er dann auch eintrat. Allerdings kam das Ausmaß des Abstiegs überraschend; den Endwert von 1,18 Dollar hatte niemand auf der Rechnung. Noch am besten lagen die Privatbank Hauck & Aufhäuser und die Landesbank Rheinland-Pfalz mit jeweils 1,20 Dollar. Der größte Ausreißer kam von der Weberbank (1,50 Dollar).

Nahe dran am Dow Jones

Hervorragende Ergebnisse gab es beim US-Aktienmarkt. Sage und schreibe 94 Prozent aller Vorhersagen waren in etwa korrekt. Hier hatten die Analysten einen leichten Anstieg vorhergesagt, der beim S&P 500 auch eintrat. Der Dow Jones verlor zwar marginal, doch war die Abweichung gegenüber den getippten Werten so klein, dass fast alle Prognosen noch in dervorgegebenen Spanne lagen.

Schlüsselt man das Gesamtergebnis der Untersuchung nach Teilnehmern auf, so gibt es einen klaren Sieger: die deutsche Niederlassung der schwedischen Großbank SEB. Deren Analysten I verbuchten eine Trefferquote von 73 Prozent und hatten beispielsweise alle Tipps für Euro, US-Aktienmarkt und TecDAX® richtig. Auf den Rängen folgen die BayernLB, die Vermögensverwaltung Dr. Kohlhase und die Landesbank Rheinland-Pfalz mit je 67 Prozent Richtigen.

Der Blick auf die hinteren Plätze zeigt, dass ein großer Name keine Garantie für Treffsicherheit ist: Die amerikanische Investmentbank Goldman Sachs gab drei Prognosen ab und lag jedesmal daneben. Nur 22 Prozent Richtige hatte die Dresdner Bank; wenig besser lagen die Analysten der Commerzbank, der Allianz-Fondsgesellschaft Dit und der HypoVereinsbank mit jeweils 25 Prozent.


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