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Kaufen, wenn die Kanonen donnern

06.02.2003: Satire & Kommentare

Die Kanonen sind aufgestellt

Die Ausgangssituation

Irak: Raketenreichweite Die "Schnitzeljagd" der UN-Inspektoren war bis heute kaum erfolgreich. Sie bewies nur die weiterhin unkooperative Haltung des Iraks. Der erste Bericht des UN-Inspektoren, auf Basis der UN-Resolution 1441, hat dies klar belegt. Gestern untermauerte dies der amerikanische Außenminister Powell mit einem eindrucksvollem Indiziengebäude. Hierbei wurde wieder ersichtlich, wie entschlossen die USA sind, das Regime im Irak zu beseitigen. Am Wochenende finden weitere Gespräche der UN in Bagdad statt. Ergebnisse sind kaum zu erwarten. Am 14. Februar wird es dann wahrscheinlich zum letzten Bericht der UN-Inspektoren vor dem Sicherheitsrat kommen.

Eine UN-Resolution, die einen Freibrief für einen Angriff auf den Irak ausstellt, wird es wahrscheinlich nicht geben. Das Äußerste ist eventuell eine Resolution, welche die unkooperative Haltung des Iraks und eine andauernde Verletzung von 1441 feststellen wird. Die USA und ihre Partner werden sich auf jeden Fall das Recht nehmen, den Irak anzugreifen. Die Spezialisten des internationalen Rechts können dann redlich streiten, ob dieser Angriff rechtlich gedeckt ist. 1441 und die vorangegangenen Resolutionen lassen breiten Interpretationsspielraum zu und man kann dabei zu total unterschiedlichen Ergebnissen kommen.

Vor ca. einem Jahr hatte baer45 angenommen, dass der Angriff auf den Irak im Spätsommer beginnen könnte. Aus heutiger Sicht wird das Ganze frühestens Ende Februar, wahrscheinlich jedoch erst im März starten. Bis dahin sind alle Aufmärsche erfolgt, die jährliche Pilgerfahrt nach Mekka (Hatsch) ist abgeschlossen und die UN hatte die Chance zu einer weiteren Resolution. Zwischen dem Inspektorenbericht am 14. Februar und dem effektiven Beginn wird eine rege Reisediplomatie einsetzen, die jedoch wie schon vor dem 2. Golfkrieg (Angriff auf Kuweit), nichts mehr ändern wird. Alle Versuche, eine Verlängerung der "Schnitzeljagd" zu bewirken, werden die USA verhindern. Die Protagonisten einer Verlängerung wollen einen möglichen Kriegsbeginn in den Sommer verschieben. In der dann herrschenden Hitze wäre ein Krieg erheblich erschwert und würde zu größeren Verlusten bei den USA und ihren Partnern führen. Die USA können, in Sorge um das Leben ihrer Truppen, derartige Spielchen nicht mitmachen.

Seit über einem Jahrzehnt dauert nun schon das UN-Embargo gegen den Irak. Das Embargo hat primär die Zivilbevölkerung getroffen, ohne dass es das Regime in Bagdad zur Umkehr bewegt hätte. Wenn man bedenkt, dass die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung des Iraks gegen ihre Regierung eingestellt ist und von dieser mit brachialer Gewalt im Zaun gehalten wird, ist die UN-Vogehensweise grausam und unmenschlich. Deshalb ist eine Beseitigung des Regimes das Beste für alle Beteiligten (siehe Kosovo). Dies war im 2. Golfkrieg, bedingt durch die damalige internationale Lage, leider nicht möglich. Eine ewige "Schnitzeljagd" mit andauerndem Embargo ist weder der Weltgemeinschaft noch der Zivilbevölkerung im Irak zuzumuten. Was bleibt ist Krieg oder ein Verschwinden diese Despotenregimes auf andere Weise (Flucht oder Putsch).

Die andere USA

Die USA hat sich in der Vergangenheit immer sicher - geschützt durch zwei große Ozeane - auf ihrem Kontinent gefühlt. Deshalb gab es auch regelmäßig Tendenzen sich aus der restlichen Welt zurückzuziehen und die eigene Festung noch auszubauen. Mit dem "Krieg der Sterne" (Raketenabwehr) hat dieses Denken seinen Höhepunkt gefunden. Die Globalisierung fand ihren Niederschlag primär in wirtschaftlichen Interessen. Die militärische und politische Strategie hatte diese Interessen zu decken. Despoten in anderen Länder, die diesen Interessen nicht entgegen standen, wurden toleriert - manchmal sogar gefördert. Mit dem Zusammenbruch der anderen Weltmacht dachte man schon ans Kassieren einer großen Friedensdividende.

Die Zerstörung des WTC am 11. September verdeutlichte brutal, dass es keine Insel der Seeligen geben wird. Die Globalisierung vereinfacht Transport von Informationen, Menschen und Waren. Die moderne zivile Technik ist einfach und mit geringem Kapitaleinsatz zu beherrschen und fast immer auch kriegsgeeignet (dual use). Welthandel und Inseldenken sind nicht unter einen Hut zu bringen. Der Zerfall von Kulturen und Staaten fördert nichtstaatliche, zu allem bereite Terrororganisationen. Diese sind schlussendlich in der Lage, die gesamte hochempfindliche industrialisierte Welt lahm zu legen. Ein Zusammenwirken derartiger Organisation mit früher geförderten Despotenregimen potenziert diese Gefahren. Die USA hatten den Mut, im Gegensatz zu manch anderer Nation, diesen Problemen ins Auge zu sehen. Mit ihrer Mentalität, dass alles lösbar ist - man muss es nur anpacken - kamen sie zu einer einfachen aber wahren Lösung: Die Welt muss demokratisch werden und es sind überall die Rechte des Einzelnen zu schützen. Dies wird dem Terrorismus den Nährboden entziehen und zusätzlich zu einer wirtschaftlichen Entwicklung der entsprechenden Staaten führen. Dazu sind terroristische Infrastrukturen zu zerstören und der Aufbau von demokratischen Staaten aktiv zu gestalten. Dies ist die ideologische Grundlage für den angekündigten 50-jährigen Kampf gegen den Terrorismus. Die Analyse ist sicherlich richtig aber die Umsetzung ... die Umsetzung ... sie soll mit amerikanischem Pragmatismus erfolgen. Und da die USA sich durch die globalisierte Welt angegriffen fühlt, stellt das Ganze aus amerikanischer Sicht eine Verteidigungsmaßnahme dar.

Die größte Gefahr kommt aktuell aus dem nahen und mittleren Osten. Das saudische Regime fördert mit riesigem Kapitaleinsatz weltweit den moslemischen Fundamentalismus. Es war deshalb auch nicht überraschend, dass die Mehrzahl der WTC-Attentäter von der arabischen Halbinsel kamen. Manche, die nur soziale Gründe für den Terrorismus annehmen, sind damit endgültig entwaffnet. In dieser Region liegen auch noch die größten Erölvorräte - das Lebenselexier der industrialisierten Welt. Ein Zusammenbrechen der staatlichen Strukturen respektive der Gewinn dieser Region durch die religiöse Fundamentalisten würde, neben dem weiteren Erstarken des Terrors, zu einem weltwirtschaftlichen Zusammenbruch führen. Unter diesen Gesichtpunkten wird die gewählte Reihenfolge, zuerst der Irak, dann Syrien und Saudiarabien, klar. In dieser Umgestaltungsphase hofft man dann auch eine Lösung für das Palästinaproblem zu finden.

Alles Hoffnungen? Wird bei diesem Versuch die gesamte Region in Feuer aufgehen? Sehen die Amerikaner die Welt zu primitiv? Die Zukunft wird es zeigen. Die Augen abzuwenden und zu hoffen, dass die Zeit alle Probleme lösen wird, ist allerdings auch verdammt optimistisch.

Die Europäer

Was ist Europa? Betrachten wir es primär politisch und nicht geographisch dann ist Europa bis heute kaum über den Status einer Freihandelszone hinausgekommen. Mit dem Zusammenbruch der zweiten Weltmacht brach in Europa wieder großer Schlendrian aus. Der Einigungsprozess kam ins stocken. Hätte man nicht schon vorher den € beschlossen gehabt, er wäre nicht gekommen. Eine gemeinsame Sicht der Welt hat sich noch nicht ansatzweise entwickelt. Während dem Auseinanderbrechen Juguslawiens trat die europäische Unfähigkeit voll zu Tage. Europa hätte, ohne die Amerikaner, hilflos dem Konflikt zugeschaut bis der gesamte Balkan in Flammen gestanden wäre. Es ist also nicht verwunderlich, dass Europa auch in diesem Konflikt zu keiner gemeinsamen politischen Handlung fähig ist. Gemeinsames militärisches Handeln wäre ein absoluter Witz. Alle Verteidigungshaushalte der EU-Staaten machen zusammen ca. 70 % des US-Amerikanischen aus. Das Ergebnis dieser "Anstrengungen" bleibt traurig. Wir hätten den Kosovo-Konflikt, ohne amerikanische Hilfe, nur unter erheblichen eigenen Verlusten lösen können.

Trotzdem ist Europa heute eine Welthandelsmacht. Seine Handelsinteressen kann es allerdings nicht militärisch schützen. Es ist voll auf die USA angewiesen. Im Zusammenhang mit dem Irakkrieg gliedert sich Europa grob in folgende Fraktionen:

Die Ruhigen: sie sehen erschreckt wie Europa auseinander driftet und versuchen im Hintergrund zu kitten was noch zu kitten ist. Sie haben zum Teil auch unterschiedliche Ansichten über den Irakkonflikt. Sie wollen trotzdem zu einem europäischen Standpunkt kommen.

Frankreich: der größte Handelspartner des Iraks. Natürlich hat Frankreich nicht nur Handelsinteressen. Es fühlt sich in seinem Stolz verletzt, dass es einfach amerikanische Tatsachenentscheidungen akzeptieren soll. Europäisch tritt es trotzdem voll daneben. Es mauschelt, über die Köpfe der anderen EU-Mitglieder hinweg, nur mit Deutschland. Nicht wirklich überraschend wäre trotz allem , wie so oft, ein kurzfristiges Wechseln auf die amerikanische Seite.

Großbritannien: hat immer noch nicht den Verlust des Empire mental verkraftet. Es ist immer noch nicht in Europa angekommen. Es hat große Erfahrung, Zwist auf dem Kontinent zu sähen. Im Besonderen wenn sich dort die Großen zu verstehen scheinen. Es gefällt sich dabei, Vertreter Amerikas in Europa zu spielen und hofft damit die USA so steuern zu können, dass diese sich nicht vollständig außerhalb der Weltgemeinschaft niederlassen.

Die Mitläufer: sie sind die Dankbaren gegenüber den USA (Aufnahmekandidaten) und die, die sich von Deutschland und Frankreich vor den Kopf gestoßen fühlen und deshalb mit Großbritannien marschieren.

Deutschland: es schlägt diplomatisch dem Fass den Boden aus. Aus dem Wahlkampf erfährt Europa und die restliche Welt wie es sich verhalten will. Nur um eine Wahl zu gewinnen und eine Koalition zusammen zu halten werden alle Regeln der Diplomatie über Bord geschmissen. Hier verhält es sich absolut konform zu den USA. Deutschland ist der größte Exporteur in die arabische Welt. Es unterstellt jedoch in einem fast schon fanatischen Antiamerikanismus den USA nur Ölinteressen. Die Wahrscheinlichkeit damit mittelfristig in eine internationale Isolierung zu reiten ist recht groß. Die Ablehnung des Krieges hat fast schon religiöse Züge. Trotzdem wird den USA die logistische Basis geboten die diesen Krieg erst möglich macht. Der deutsche Michel als verlogener Elefant im Porzellanladen.

Europa wird diesen Konflikt nicht beeinflussen können. Es wird wahrscheinlich noch weiter auseinanderdriften und damit jeden zukünftigen Einfluss auf die USA verlieren. Ein Zuschauer der Geschichte, der die Geschichte nicht begriffen hat. Käme es anders, würde es mich freuen.

Der Kriegsverlauf

Die Kurden ziehen jetzt schon ihre Armee (ca. 35.000 Mann) in der nördlichen Flugverbotszone zusammen. Die Schiiten (ca. 60.000 Mann) ordnen sich schon im Westiran. Die Halbnomadenstämme des Westiraks buddeln wahrscheinlich schon ihre Waffen aus dem Sand. Diese 3 Bevölkerungsgruppen sind Todfeinde von Saddam Hussein und stellen zusammen die überwältigende Mehrzahl der irakischen Bevölkerung dar. Der Aufmarsch der Amerikaner und Briten wird Ende Februar abgeschlossen sein.

Zum Beginn des Krieges (im März) wird es heftige Luftangriffe auf die irakische Armee und Infrastruktur geben und anschließend zu einer schnellen Befreiung von ca. 75% des Iraks (Hauptsiedlungsgebiet der oben erwähnten Gruppen) kommen. Damit ist praktisch ein Ring um den Großraum Bagdad gezogen. Im Rahmen dieser Gefechte wird der Irak versuchen seine Ölquellen anzuzünden. Gelingt ihm dies, ist der Schaden wesentlich größer und auch schwieriger zu Beheben als damals in Kuweit.

Der weitere Kriegsverlauf ist schwieriger einzuschätzen. Wird man in dieser Ausgangssituation verharren und die irakischen Stellungen bis zu einem Putsch in Bagdad bombardieren? Ich glaube nicht, dass sich die Amerikaner sofort auf einen Häuserkampf in Bagdad einlassen werden. Wesentlich länger als 1 bis 2 Monate wird der Krieg auf keinen Fall dauern. Sollte die irakische Armee allerdings Giftgas oder bakteriologische Waffen mit mittelprächtigem Erfolg (über 100 Opfer) einsetzen, wird es wahrscheinlich zu einem brutalen schnellen Ende kommen.

Nach dem Krieg soll es zu einen mehrjährigen Besetzung des Iraks kommen. Es sollen angeblich 3 Besatzungszonen mit Militärverwaltung unter dem jeweiligen Oberkommando der Türkei, der USA und Großbritannien gebildet werden. In dieser Phase soll es zu einem Wiederaufbau der Infrastruktur und zur Bildung von demokratisch legitimierten Eigenverwaltungen kommen. Die USA rechnen diesen Zeitraum mit ca. 3 Jahren. Ich glaube, das ist zu optimistisch. Andere Länder sollen noch für die Besetzung angeworben werden. Wie wird sich Deutschland verhalten? Eine Teilnahme an der Besetzung ist die letzte Möglichkeit die totale Isolation zu verhindern.

Aktienspekulationen

Die bisherigen Schilderungen und politischen Spekulationen dienten primär der Sicht der Dinge. Die nachfolgenden Spekulationen und Risikobetrachtungen ruhen auf dieser Sicht. Natürlich kann diese Analyse falsch sein und damit auch die abgeleiteten Spekulationen. Ohne eine umfassende Sicht auf Hintergründe und Beweggründe sollte man in Zeiten wie diesen nicht mit Anwesenheit an der Börse glänzen. Daytrader sind natürlich ausgenommen. Sie kommen mit einfacheren Sichten aus. Der hier angesprochene Kreis besteht aus Kurz- (im Bereich von Monaten) und Mittelfristanleger (im Bereich von Jahren). Sollte es im Rahmen der Irakkrise zu einem veritablen Ausverkauf an den Börsen kommen, ist die Sicht natürlich auch für Langfristanleger (im Bereich einer Dekade) interessant.

Diejenigen, die den Untergang der Welt erwarten respektive den ganzen nahen und mittleren Osten in einem Flammenmeer versinken sehen, werden natürlich keine Aktien kaufen. Sie werden wegschauen. Für alle Anderen könnten sich Schnäppchenpreise ergeben. Der DAX® befindet sich aktuell in der Nähe einer fairen Bewertung. Ohne potentiellen Irakkrieg und unter der Annahme, dass wir keiner großen Wirtschaftskrise entgegensteuern, könnten Kurz- und Mittelfristanleger heute schon partiell einsteigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass es noch billiger wird ist groß. Sollte man unsicher sein welche Aktien man kaufen sollte, empfiehlt sich der Kauf des DAX®. Einzelaktien sollte man jedoch im Auge behalten. Mit dem Kauf von gesunden Werten, die übermäßig in den Keller geprügelt werden ohne dass sie ein besonderes Risiko haben das im Irakkonflikt begründet liegt, wird das Endergebnis bei der Abrechnung natürlich viel besser aussehen. Von Optionsscheinen ist abzuraten. Die Volatilität ist heute schon sehr hoch und wird temporär noch ansteigen. Es gibt also schon einen hohen Einstiegspreis und damit ein zu hohes Risiko. Von modernen Hebelzertifikaten sollte man in dieser Situation grundsätzlich die Finger lassen (Ausnahme: Daytrader).

Viele glauben, der Irakkrieg wäre im wesentlichen schon eingepreist und die Börse würde diesen Konflikt ignorieren. Eine vollständige Einpreisung haben wir sicherlich noch nicht erreicht. Seit Ende November spielt die Börse ernsthaft mit dem Gedanken, dass der Krieg stattfinden wird. Seit dem geht es südwärts. In den USA nur leicht, in Europa stark und in Deutschland sehr stark. Die Amerikaner haben noch nicht richtig reagiert. Es ist zu erwarten, dass es in den nächsten Wochen unter hoher Volatilität weiter seitwärts/abwärts geht. Der DAX® wird es dabei wesentlich eiliger auf dem Weg nach Süden haben als die amerikanischen Börsen. Er befindet sich jetzt schon wesentlich weiter im Süden und ein Durchbrechen der 2200 liegt im Bereich des Denkbaren. Das deutliche Unterschreiten dieser Marke würde zu vielen Zwangsverkäufen bei den zittrigen institutionellen Anlegern (Lebensversicherungen, Firmenpensionsfonds, ...) führen und könnte den von vielen ersehnten Ausverkauf einleiten. Wenn nicht schon vor Kriegsbeginn, dann spätestens während dem Krieg bei einem frühzeitigen Einsatz von B-C-Waffen respektive bei sehr großen Schäden an den Erdölförderanlagen.

Der Krieg findet jedoch nicht unter allen Umständen statt. Verschwindet das Regime durch akzeptierte Flucht z.B. nach Syrien, wird es zu einer unblutigen Besetzung des Iraks kommen und die Börsen werden sofort nach Norden drehen. Wir werden uns dann schnell wieder mit der allgemeinen wirtschaftlichen Situation und den Unternehmensgewinnen auseinandersetzen müssen. Wenn man die Wahrscheinlichkeit des Eintreffen dieser Situation als relevant ansieht, sollte man jetzt schon erste Positionen aufbauen.

Auch kann man eine überraschende totale Kooperation des Regimes mit den UN-Inspektoren nicht ausschließen. Es müsste bald passieren. Die USA wären nicht begeistert. Ihr wichtigstes Ziel - die Entfernung des Regimes - wäre gefährdet. Ich wäre neugierig auf die Reaktionen. Ich halte diesen Fall jedoch für den Unwahrscheinlichsten.

Ein Putsch mit Abgleiten in einen Bürgerkrieg kann auch nicht total ausgeschlossen werden. In diesem Zusammenhang käme es wahrscheinlich unter dem Aspekt des "Humanitären" zu einem Eingreifen der USA mit ihren Verbündeten. Die Börse würde wahrscheinlich temporär Zickzack laufen.

Die Kanonen sind aufgestellt und ein leichtes Rumoren ist schon zu hören. In ca. einem Monat wird es losgehen. Ich bin der Überzeugung, dass der Spruch "Kaufen wenn die Kanonen donnern ... " immer gültig bleiben wird. Die nervenstarke Menschen stellen nun mal eine Minderheit dar. Glückliche Hand beim Kauf und später beim Verkauf wünscht baer45. Auch das hier ist nur eine der vielen möglichen Meinungen. Gehen Sie in sich. Legen Sie sich eine eigene Spekulation zurecht und handeln Sie dann entsprechend. Sie werden Nervenstärke brauchen!


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