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Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt!

05.01.2015: DAX®-Bewertungen

Jahresendbewertung 2014

Marc Aurel

Mark Aurel war von 161 bis 180 römischer Kaiser und als Philosoph der letzte bedeutende Vertreter der jüngeren Stoa. Als Princeps und Nachfolger seines Adoptivvaters Antoninus Pius nannte er sich selbst Marcus Aurelius Antoninus Augustus. Mit seiner Regierungszeit endete in mancherlei Hinsicht eine Phase innerer und äußerer Stabilität und Prosperität für das Römische Reich (Wikipedia):

Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt! Suche von den Dingen, die du hast, die besten aus und bedenke dann, wie eifrig du nach ihnen gesucht haben würdest, wenn du sie nicht hättest. In diesem Sinne wünscht baer45 allen Lesern


alles Gute und viel Glück bei den Spekulationen im Neuen Jahr!
 

In Italien und in Frankreich ist die wirtschaftliche Lage alles andere als rosig. Es fehlt am politischen Mut die notwendigen strukturellen Probleme anzugehen. In Spanien dagegen, nach hartem Konsolidierungskurs, blinzelt die Sonne über dem Horizont. Und in Griechenland gibt es Neuwahlen und es droht ein Wahlgewinner, der die Reformauflagen ablehnt. Die EZB ist über den weiteren Verlauf ihrer Geldpolitik stark zerstritten. €urokrise reloaded garantiert! Die finanzielle Repression ist noch immer intakt. Die durch die Aktionen der großen Zentralbanken massiv nach unten gesteuerten Zinsen, vom kurzen bis zum langen Ende, führen zu negativen Realzinsen und damit zu einem Schrumpfen des Wertes der Geldvermögen. Gleichzeitig werden, durch das sehr billige Geld, die Preise von Vermögensgegenständen angefeuert. In manchen Ballungsgebieten befinden wir uns schon mitten in einer fetten Immobilienblase. Auch ging 2014 die Aktienpreisentwicklung, trotz schon sehr hohem Niveau, geringfügig weiter nach Norden. Gegenüber dem Jahresende 2013 legte der DAX® um 2,65 % zu und beendete das Jahr kurz nach einem erneuten Allzeithoch. Trotzdem konnte er Deutsche Staatsanleihen nicht schlagen. Eine Spekulation mit dem (Performance-Variante) brachte auf Jahressicht immerhin +7,1 %. Ein Grund war sicherlich die durch die geopolitische Lage weiter angefeuerte Flucht in die vermeintliche Sicherheit. Die Stimmung unter den institutionellen Anlegern ist sehr gut und damit deren Erwartungen. Aktuell stehen 54 % Bullen 26 % Bären gegenüber. Der Anteil der Bären ist auf Jahressicht leicht angestiegen, derjenige der Bullen hat etwas deutlicher abgenommen (Ende 2013: 62 %) (Quelle: Cognitrend vom 17.12.2014). Die privaten Anleger sind misstrauischer. Hier stehen 52 % Bullen 34 % Bären gegenüber (Quelle: Comdirect). Bezüglich der Geldpolitik erwartet man für die USA für das kommende Jahr eine sehr leichte Leitzinserhöhung und für die €urozone weitere geldpolitische Erleichterungen. Die Zinsen bleiben also weiterhin extrem niedrig. Von der Geldseite droht nichts "Böses" für die Preisentwicklung bei Aktien - die potentielle Fallhöhe steigt jedoch laufend an. Es trübt sich die geopolitische Lage weiter ein und die wirtschaftliche Entwicklung ist auch deshalb nur schwer abschätzbar.

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra®-Schlusskurse vom 30.12.2014. Die Kurse und das jeweilige Gewicht (Weiterberechnung) einer Aktie im DAX® sind, respektive stammen von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird sind den jeweiligen Firmenmitteilungen entnommen. Das aktuelle der Aktien ist aus der Süddeutschen Zeitung (aktuelle Schätzungen für 2015 von I/B/E/S). Die Zahlen zur sind von der Deutschen Bundesbank. Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der sogenannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil gab es im Oktober und November 2008.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW057,6201,50161,49 %
2ALVALLIANZ SE VNA O.N.DE0008404005137,3505,30107,72 %
3BASBASF SE NA O.N.DE000BASF11169,8802,70127,95 %
4BMWBAY.MOTOREN WERKE AG STDE000519000389,7702,60103,57 %
5BAYNBAYER AG NADE000BAY0017113,0002,10169,90 %
6BEIBEIERSDORF AG O.N.DE000520000067,4200,70250,83 %
7CBKCOMMERZBANK AGDE000CBK100110,9800,00111,28 %
8CONCONTINENTAL AG O.N.DE0005439004175,5502,50132,35 %
9DAIDAIMLER AG NA O.N.DE000710000068,9702,25108,51 %
10DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE000514000824,9850,7584,02 %
11DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE000581005559,2202,10151,35 %
12DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.DE000555200427,0450,80153,20 %
13DTEDT.TELEKOM AG NADE000555750813,2500,50205,08 %
14EOANE.ON SE NADE000ENAG99914,1950,60153,39 %
15FMEFRESEN.MED.CARE KGAA O.N.DE000578580261,8500,77161,66 %
14FREFRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.DE000578560443,1600,42182,12 %
17HEIHEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE000604700458,8100,60121,02 %
18HEN3HENKEL AG+CO.KGAA VZODE000604843289,4201,22191,93 %
19IFXINFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310048,8450,12151,23 %
20SDFK+S AG NA O.N.DE000KSAG88822,9150,25130,50 %
21LXSLANXESS AGDE000547040538,4550,50160,44 %
22LINLINDE AG O.N.DE0006483001154,2003,00183,31 %
23LHALUFTHANSA AG VNA O.N.DE000823212513,8300,4570,79 %
24MRKMERCK KGAA O.N.DE000659990578,4200,48161,25 %
25MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE0008430026165,7507,25103,13 %
26RWERWE AG ST O.N.DE000703712925,6501,00121,53 %
27SAPSAP SE O.N.DE000716460058,2601,00166,63 %
28SIESIEMENS AG NADE000723610193,7503,00129,15 %
29TKATHYSSENKRUPP AG O.N.DE000750000121,2600,00131,15 %
30VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE0007664039184,6504,0683,52 %
  Dividende bei FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. und MERCK KGAA O.N. wegen Aktiensplit angepasst!

Im Februar 2010 stellte die DEUTSCHE BÖRSE die börsentägliche allgemein zugängliche Veröffentlichung der Gewichte der DAX®-Teilnehmer ein. Allgemein verfügbar sind diese Daten jetzt nur noch von den sogenannten Verkettungstagen. Diese sind der jeweils dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals. In dieser Bewertung wird eine Weiterberechnung auf Basis der letzten Veröffentlichung und der Kursentwicklung genutzt (siehe auch iShares DAX® (DE) (EXS1). DAX®-Bewertungen finden zum jeweiligen Jahresende und bei besonderen Ereignissen statt.

Geld, Zinsen, Inflation

Im Rahmen der Europäischen Währungsunion wird die Preisniveaustabilität in der €uro-Zone mit Hilfe des Verbraucherpreisindex (VPI-EWU) kontrolliert. Dieser ergibt sich als das gewogene Mittel der harmonisierten Verbraucherpreisindizes (HVPI) der Mitgliedsstaaten. Das Mandat der Europäischen Zentralbank (EZB) ist für Preisstabilität, also um Preisveränderungen um die 0 %, zu sorgen. Die EZB hat allerdings dieses Mandat eigenmächtig verändert und will eine Inflationserwartung von unter +2 %, jedoch nahe an +2 %, verankern. Diese Verhaltensweise schützt die Politik der Verschuldung von Staaten - man kann sogar von unerlaubter Staatsfinanzierung sprechen - und bläht Vermögens- und Rohstoffpreise auf, sorgt damit zusätzlich für eine große Umverteilung. Die strukturellen Probleme in verschiedenen Staaten und die Überladung mancher Finanzinstituten mit faulen Krediten und faulen Wertpapieren wird damit allerdings nicht gelöst, es wird eher das Nichtstun unterstützt - Japan lässt grüßen. Es ist auch widersinnig von Problemstaaten eine interne Abwertung zu verlangen und wenn diese das dann teilweise tun, die zwangsweisen Auswirkungen mit "Gelddrucken" zu bekämpfen. Auch ist es unverständlich, dass die EU-Kommission Konjunkturprogramme auflegen will und gleichzeitig die EZB das hilfreiche Konjunkturprogramm durch den Preisverfall bei Mineralölprodukten bekämpfen will. Der Versuch den €uro zu schwächen könnte sich als kontraproduktiv herausstellen. Die internen Warenströme in der €urozone werden damit nicht beeinflusst und ansonsten verbilligen sich nicht nur die Exporte sondern es verteuern sich auch die Importe von z.B. Rohstoffen und Vorprodukten.

Entwicklung der Preise

Die Geldpolitik der großen Notenbanken ist übertrieben expansiv. Dabei tut sich momentan die US-Notenbank Fed minimal beschränken und bei der EZB gerät alles außer Rand und Band. Die Banken bekommen das Geld praktisch immer noch unbegrenzt und fast umsonst gegen immer schwächere Sicherheiten. Zusätzlich will die EZB massiv Wertpapiere am Markt aufkaufen (Outright Monetary Transactions (OMT)). Eine Anfrage durch das Bundesverfassungsgericht, ob das OMT-Programm rechtens ist, liegt dem Europäischen Gerichtshof vor. Das Bundesverfassungsgericht äußerte dabei in seinem mit 6:2 Stimmen ergangenen Beschluss, dass das OMT-Programm aus seiner Sicht nicht vom Mandat der Europäischen Zentralbank gedeckt sein dürfte, weil es sich "nicht mehr als währungspolitische, sondern als überwiegend wirtschaftspolitische Maßnahme dar[stellt]". Damit habe die Europäische Zentralbank ihre Zuständigkeit überschritten und handle ultra vires. Die Banken sind jetzt schon überversorgt und die zur Verfügung stehende Liquidität geht weit über den Bedarf der Realwirtschaft hinaus. Allerdings werden dadurch noch keine lukrativen Geschäftsmodelle, welche nach Investitionen schreien würden, geboren und überschuldete Firmen und Kunden haben auch keinen wirklich größeren Geldbedarf. Nur die Staaten, die ihre Verschuldung weiter laufen lassen, freut es. In den USA reift inzwischen die Erkenntnis, dass die Politik des übermäßig billigen Geldes nichts Positives bewirkt, in der €urozone braucht es dazu offensichtlich viel länger. Wir dürfen also noch lange mit dieser unsinnigen Geldpolitik rechnen.

Die jährliche Inflationsrate im €uroraum betrug im November 2014 +0,3 %, gegenüber +0,4 % im Oktober. Ein Jahr zuvor hatte sie +0,9 % betragen. Negative jährliche Raten erzielten in der €urozone Griechenland (-1,2 %) und Spanien (-0, 5%), die höchsten jährlichen Raten wurden in Österreich (+1,5 %) sowie in Finnland (+1,1 %) verzeichnet. (alle Daten von Eurostat). Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im November 2014 gegenüber dem Vorjahresmonat um +0,5 % gestiegen.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, dass sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland vom November 2014 gegenüber November 2013 um +0,6 % % erhöht hat. Im Vergleich zum Vormonat Oktober 2014 blieben die Verbraucherpreise im November 2014 unverändert. Hauptgrund des niedrigeren Preisindex war der Preisverfall bei Mineralölprodukten. Ohne Berücksichtigung der Energie wäre der Verbraucherpreisindex um +1 % gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Dem allgemeinen Trend fallender Energiepreise standen im Vergleich zum Vorjahresmonat weiterhin steigende Strompreise (+1,9 %) gegenüber. Dienstleistungen legten um +1,4 % und Nahrungsmittel um +0,7 % zu - darunter Wohnungsmieten um +1,4 % (Nettokaltmiete). Damit bleibt der Preisauftrieb weiterhin auf einem moderaten Niveau. Das Preisniveau für Rohöl soll angeblich für 2015 in einem Bereich von ca. 60 US-$ je Fass verharren. Es wäre dann, wenn der €uro nicht weiter stark gegenüber dem US-$ verfällt, weiterhin mit nur einem moderaten Preisauftrieb zu rechnen.

Die Inflationsrate liegt immer noch deutlich über den Zinsen für sichere Einlagen im kurzfristigen bis mittelfristigen Bereich. Der Sparer wird also täglich ärmer, Lebensversicherungen, Pensionskassen und Regionalbanken (Sparkassen und Volksbanken wegen zu geringer Zinsmarge und den längerfristigen Refinanzierungskosten) werden Schwierigkeiten bekommen respektive haben sie schon. Im längerfristigen Bereich wirkt nicht nur die EZB sondern im besonderen Maße die anderen großen Notenbanken und der Markt. Es herrscht großes Misstrauen in der €uro-Zone, Angst im Süden und eine Flucht vor der Repression im Norden. So stellen zu viele Sparer respektive deren Verwalter das Angesparte für risikoreiche Kredite in problematischen Gebieten zur Verfügung. Es gibt berechtigte Warnungen, dass die Lehren aus der Finanzkrise verblassen. Aus dem Süden der €urozone und aus dem Osten Europas flüchtet dagegen viel Geld in den Norden. Ein zusätzlicher Grund, neben dem Vertrauensverlust in der €urozone und der geldpolitischen Maßnahmen der Notenbanken für die Geldschwemme bei uns, ist der sehr große Exportüberschuss. Es kommt diesbezüglich die Struktur einer Bananenrepublik voll ans wirken, nämlich, das durch redliche Arbeit erwirtschaftete und angesparte Geld wird laufend entwertet. Deshalb gibt es bei uns inzwischen Kredite mit langer Zinsfestbindung mit einem einmalig niedrigen Zins. Das feuert die Immobilienpreise in den Ballungszentren mit gut funktionierender Wirtschaft an. Eine weitere Folge sind dann wesentlich höhere Mieten. Auch der Aktienmarkt profitiert davon und zusätzlich werden Lebensmittel und andere Rohstoffe laufend teurer. Nicht wenige Menschen kommen damit immer stärker unter Druck. Sie werden gezwungen ihre Reserven aufzulösen, im Wohnungskomfort abzusteigen oder andere Einschränkungen zu akzeptieren. Die private Alterssicherung funktioniert nicht mehr richtig. Die individuelle Inflationsrate hängt stark von den eigenen Lebens- und Einkommensverhältnissen ab. Bei vielen liegt sie deutlich über 1 %. Sowieso gibt es keine einheitliche und stimmige Inflationsmessung und Bewertung. Auch über die Gestaltung der Warenkörbe kann man viel Inflation verschwinden lassen.

Leitzinsen

Die US-amerikanische Notenbank Fed hat dieses Jahr erneut die Leitzinsen nicht verändert. Sie schwanken in einem Korridor zwischen 0,25 und 0,00 %. Das Aufkaufen amerikanischer Staatsanleihen und Hypotheken-Papiere ("QE3": Quantitative Easing 3) wurde unter der neuen Fed-Chefin Janet Yellen während des Jahres sukzessive zurückgefahren (Tapering) und endete im Oktober. Die Programme unter ihrem Vorgänger Ben Bernanke, dem Weltmeister und Rekordhalter im Gelddrucken, hatten nachfolgenden Rahmen:

ProgrammLaufzeitDetails
QE1Dez. 2008 - März 2010Vom 16. Dez. 2008 - 18. März 2009 kaufte die Fed für 600 Milliarden US-$ hypothekarisch gesicherten Anleihen und Schulden von staatlich geförderten Unternehmen. Im März erhöhte die Fed die Anleihekäufe um 1,05 Billionen US-$.
QE2Nov. 2010 - Juni 2011Die Fed kaufte monatlich für 75 Milliarden US-$ langfristige Staatsanleihen, im Gesamtvolumen 600 Milliarden US-$.
Operation TwistSept. 2011 - Dez. 2012Die Fed verkaufte kurzfristige Staatsanleihen (weniger als 3 Jahre) und kaufte damit langfristige Staatsanleihen (6-30 Jahre).
QE3Jan. 2013 - Okt. 2014Die Fed kaufte monatlich für 40 Milliarden US-$ hypothekarisch gesicherte Anleihen und für weitere 45 Milliarden US-$ Staatsanleihen.
TaperingJan. 2014 Okt. 2014Am 18. Dezember 2013 verkündigte die Fed die Drosselung der Staatsanleihen um jeweils 10 Milliarden US-$ pro Monat bis Oktober 2014. An diesem Datum endete QE3.

Die Quantitative Easing Programme haben nicht die erhofften Wirkungen im realen Wirtschaftsleben gezeigt. Diese Enttäuschung musste auch Ben Bernanke am Ende seiner Dienstzeit eingestehen. Dem Aufblasen von verschiedenen Vermögenspreisen und von Rohstoffpreisen haben sie jedoch stark gedient und damit neue Risiken geschaffen. Auch konnte dadurch die US-Regierung ihre nicht durch Steuereinnahmen unterlegten Ausgaben beibehalten (Förderung der Staatsverschuldung). Strukturelle Probleme kann man eben nicht monetaristisch lösen, keine wirkliche Überraschung. Jetzt wird spekuliert ob die US-Notenbank Fed die Zinsen in der 2. Jahreshälfte erhöhen und versuchen wird, in aller Ruhe (also über Jahre), wieder eine Zinsnormalisierung zu erreichen. Ob der Mut zu den angedachten Trippelschritten reichen wird? Wir werden sehen.

EZB-Gebäude


Der Neubau der Europäischen Zentralbank ist ein Gebäudeensemble, das aus drei Elementen besteht: der ehemaligen Großmarkthalle aus dem Jahr 1928, einem 185 Meter hohen Nord- und einem 165 Meter hohen Südturm, die zusammen mit einer Antenne auf dem Nordturm eine Gesamthöhe von 201 Meter erreichen, sowie einem Eingangsbauwerk, das die Halle und die Türme verbindet. Die Bauarbeiten haben im Februar 2010 begonnen. Die Eröffnungsfeier unter Beteiligung der Gouverneure und Präsidenten der nationalen Zentralbanken ist für den 18. März 2015 geplant.

Das erste Mal in 2014 senkte die Europäische Zentralbank EZB die Leitzinsen zum 11. Juni und zwar den Leitzins (Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungs- geschäfte des €uro-Systems) in der €uro-Zone auf 0,15 % (für Spitzenrefinanzierungsfazilität 0,40 % und für die Einlagefazilität -0,10 %). Zum 10. September erfolgte eine zweite Leitzinssenkung. Seitdem beträgt nun der Leitzins in der €uro-Zone 0,05 % (für Spitzenrefinanzierungs- fazilität 0,30 % und für die Einlagefazilität -0,20 %). Banken können sich im €uro-System bis vorerst Mitte 2015 praktisch unbegrenzt Geld bei der EZB ausleihen. Die Anforderungen an die Sicherheiten sind dabei gering. Klassische Auktionen fallen bis dahin aus. Die Drohung der EZB, im Notfall Staatsanleihen von Problemstaaten nach Unterwerfung dieser Staaten unter vorgegebene Bedingungen unbegrenzt aufzukaufen, wurde in 2014 nicht wahr. Für Anfang 2015 hat die EZB den Aufkauf von strukturierten Papieren (ABS) und Staatsanleihen angekündigt, also quasi ein europäisches QE unter dem Namen OMT (Outright Monetary Transactions (OMT)). Schon die Ankündigung hat zu einer Schwächung des €uros gegenüber dem US-$ geführt. Damit soll die angebliche Deflation bekämpft werden, also die Folge der geforderten Sparmaßnahmen - auch durch die EZB - und der verbilligten Energie. Einigkeit herrscht diesbezüglich im EZB-Rat allerdings nicht. Einige nordeuropäische Staaten wollen diese Staatsfinanzierung durch die Hintertür nicht. Das hat inzwischen zu einer Schwächung der Stellung von EZB-Chef Draghi geführt und so kamen Gerüchte auf, er würde den Posten des italienischen Staatschefs anstreben. Immerhin hat Staatspräsident Napolitano seinen bevorstehenden Rücktritt in seiner Neujahrsansprache bekräftigt. Draghi selbst lehnt allerdings einen Wechsel in die Politik ab. Er will sein Mandat voll erfüllen - es dauert bis zum Jahr 2019. (Interview mit Draghi).

Die Geldpolitik der EZB hat den Druck von vielen Staaten genommen die notwendigen strukturellen Reformen durchzuführen und ihre Haushalte in Ordnung zu bringen. Sie erhöht die Abhängigkeit zwischen den Banken (den hauptsächlichen Käufern der Staatsanleihen in den Problemstaaten) und ihren Staaten. Die Politik der EZB ist also stark widersprüchlich. Zum einen fordert sie die strukturellen Reformen ein, zum anderen erleichtert sie durch ihre Politik das "Laissez-faire" der Staaten. So kränkeln inzwischen auch Frankreich und Italien. Der Krankenstand in der €urozone steigt dadurch insgesamt schneller. Griechenland pumpt fleißig Geld bei der EZB, unterlegt mit windigen Schuldscheinen. Desweiteren werden in Staaten mit Zinssätzen nahe Null Kapitallebensversicherungen, Pensionsfonds, letztendlich die gesamte Altersvorsorge in Schwierigkeiten gebracht. Wegen zu geringen Renditen bei sicheren Geldanlagen können Firmen inzwischen in einem gehörigen Umfang eigene Anleihen emittieren. Das können in diesem Umfeld auch kleine und vorallem kranke Firmen. Deshalb blühen Ramschanleihen und der gesamte Anleihemarkt bildet starke Blasen aus. Manche Großkonzerne emittieren Anleihen in einem größeren Umfang und kaufen mit dem eingenommenen Geld eigene Aktien zurück. Keine gute Entwicklung; die Überschuldung wird dadurch weiter voran getrieben. In manchen Regionen sind die Immobilienpreise außer Rand und Band geraten. Die Banken finanzieren zu einem immer größeren Anteil. Kommt einem alles irgendwie bekannt vor - die USA lassen grüßen. Die negative Einlagefazilität führt inzwischen bei den ersten Banken zu negativen Zinsen für Firmen und institutionelle Anleger. Eine Geldpolitik die anfänglich das Finanzsystem vor dem Kollaps bewahren sollte, führt, da zu lange fortgeführt, irgendwann zu dem Kollaps von Teilen dieses Finanzsystems.

Und die Wirkungen im Wirtschaftsleben? Durch das billige Geld wurden alle möglichen Vermögenswerte und die Rohstoffpreise aufgeblasen. Bei den Energiepreisen erlebte die Spekulation trotzdem aus verschiedenen Gründen Mitte des Jahres einen Genickschuss und so sind diese Preise seitdem auf Talfahrt. Das daraus resultierende Konjunkturprogramm für die Konsumenten meint die EZB unbedingt zerstören zu müssen - wegen angeblicher Deflationsgefahr. In der Realwirtschaft, besonders in den Problemstaaten / Problembereichen, dagegen zeigt die Geldpolitik kaum positive Wirkungen. Ist das Geld noch so billig, muss eine Investition trotzdem sinnvoll sein d.h., am Markt die potentiellen Abnehmer für die produzierten Waren vorhanden sein. Mit dieser sehr großen finanziellen Repression (Nullzins, negativer Zins) werden im wesentlichen Fehlallokationen gefördert, die strukturellen Probleme der Südstaaten und der Finanzwirtschaft nicht ansatzweise gelöst. Nur wenn die wirklichen Probleme ernsthaft angegangen werden, werden die Südstaaten und ihre Banken wieder Vertrauen zurück erlangen und die Flucht des Geldes nach Norden zum Erliegen kommen.

Entwicklung der Umlaufrendite

Die angeblich große Tat eines geplanten Staatshaushaltes ohne Neuverschuldung für 2015 ("Schwarze Null") sieht bei einem näheren Hinsehen nicht mehr so glorreich aus. Sie beruht im Wesentlichen auf den Einsparungen beim Schuldendienst und den steigenden Steuereinnahmen durch die kalte Progression. Der Anteil der nur sehr niedrig verzinsten Staatsanleihen im Schuldentopf wird wegen der laufenden Refinanzierung mit jedem Tag größer. In diesem Sinne war und ist die Finanzkrise für unseren Finanzminister ein gutes und für die Bürger ein schlechtes Geschäft. Ein schwaches Bild gibt dabei die immer noch fehlende Tilgung ab.

Entwicklung REXP In unser Bewertung zum Jahresende 2013 suggerierte der Chart des REXP ( ) ein Ende der Preissteigerungen bei den entsprechenden Anleihen. Aber die krisenhafte Zuspitzung in verschiedenen Regionen unserer Erde (Ukraine, Naher und Mittlerer Osten, ...) und die Unsicherheit in der €urozone haben zu einem nochmaligen Anstieg der Preise und damit zu noch niedrigeren Umlaufrenditen geführt (Flucht in die Sicherheit). Bis zur Erreichung eines Nullzinses ist es nicht mehr weit, bei einer entsprechenden krisenhaften Zuspitzung der geopolitischen Lage oder großen Turbulenzen in der €urozone kann der Zins auch negativ werden. Trotzdem nähern wir uns dem Ende des Wachsens der Staatsanleiheblase und es bleibt dann nur noch das erhebliche Kursverlustrisiko. Weit haben wir nicht mehr hin. Kaum noch etwas zu verdienen aber eine große Wahrscheinlichkeit viel zu verlieren.

Die Gläubiger werden bestraft, die Schuldner belohnt. Die Zinsen für Tagesgelder liegen heute bei bis zu 0,2 %, Festgelder in einem 12-Monatsbereich bei bis zu 0,4 %. Etliche Direktbanken bieten mehr. Der Zins kann dort für höhere Beträge bis zu 1 % und mehr betragen. Dann gibt es auch noch viele Lockangebote für Neukunden für kurze Laufzeiten und kleine Beträge. Der Sparer soll durch die finanzielle Repression offensichtlich gezwungen werden ins Risiko zu gehen, um damit zu helfen, die Schäden die durch die risikoreichen Spekulationen der Bankenwelt entstanden sind, zu heilen. Allerdings bedeutet ein erhöhtes Risiko nicht unbedingt auch eine höhere Rendite. Die Gefahr von großen Ausfällen ist nicht gering. Man betrachte nur manchen "weinenden Goldjünger". Man soll sich durch einen negativen Realzins nicht in Spekulationen drängen lassen die man nicht versteht oder die nicht zu einem selbst und seiner Lebensplanung passen: Denke lieber an das, was du hast, als an das, was dir fehlt!

Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt)
und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
30.12.14 0,48 % -0,06 % 0,14 % 0,55 % 1,22 % 1,216
30.12.13 1,61 % 0,63 % 1,26 % 1,98 % 2,71 % 1,381
28.12.12 1,03 % 0,13 % 0,63 % 1,23 % 2,00 % 1,323
15.06.12 1,22 % 0,35 % 0,85 % 1,33 % 2,14 % 1,264
16.03.12 1,66 % 0,71 % 1,36 % 1,88 % 2,67 % 1,317
30.12.11 1,46 % 0,53 % 1,16 % 1,70 % 2,43 % 1,296
16.09.11 1,73 % 0,96 % 1,45 % 1,84 % 2,70 % 1,379
17.06.11 2,66 % 1,92 % 2,42 % 2,84 % 3,58 % 1,432
18.03.11 2,86 % 2,11 % 2,72 % 3,11 % 3,66 % 1,417
30.12.10 2,51 % 1,50 % 2,30 % 2,90 % 3,49 % 1,326
17.09.10 2,17 % 1,31 % 1,97 % 2,43 % 3,11 % 1.306
18.06.10 2,22 % 1,14 % 1,95 % 2,59 % 3,37 % 1,238
19.03.10 2,75 % 1,78 % 2,54 % 3,08 % 3,87 % 1,353
30.12.09 3,02 % 2,09 % 2,78 % 3,31 % 4,12 % 1,433
25.09.09 2,99 % 2,12 % 2,76 % 3,27 % 4,06 % 1,470
27.03.09 2,93 % 2,08 % 2,67 % 3,13 % 4,15 % 1,326
30.12.08 2,86 % 2,26 % 2,60 % 2,91 % 3,73 % 1,407
26.09.08 4,24 % 3,94 % 4,09 % 4,18 % 4,80 % 1,458
20.06.08 4,74 % 4,75 % 4,72 % 4,66 % 4,81 % 1,563
28.12.07 4,34 % 4,16 % 4,24 % 4,34 % 4,66 % 1,472
22.06.07 4,64 % 4,55 % 4,61 % 4,62 % 4,81 % 1,346
30.03.07 4,08 % 4,01 % 4,02 % 4,03 % 4,24 % 1,336
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

Die Reduzierung der leichten Geldpolitik durch die Fed hat die Zinsen am kurzen Ende leicht ansteigen lassen. Im mittleren Bereich und am langen Ende dagegen sinken die Zinsen wegen der geopolitischen Lage. Viel Geld kehrt aus Angst heim oder flüchtet unter den Rock der Supermacht USA. Momentan rentieren US-Staatsanleihen (U.S. Treasuries) bei 2 Jahren (in Klammern die Vorjahreswerte) mit 0,68 % (0,38 %), bei 5 Jahren mit 1,68 % (1,74 %), bei 10 Jahren mit 2,19 % (3,03 %) und bei 30 Jahren mit 2,76 % (3,97 %). Sollte sich die geopolitische Lage weiter verschlimmern ist mit einer Fortsetzung dieser Entwicklung zu rechnen. Gleichzeitig wird der US-$ durch diese Vorgänge weiter an Wert gegenüber anderen Währungen zulegen. In Japan haben wir ein erneutes Rekordjahr an "Gelddrucken" hinter uns, ohne dass sich in der realen Wirtschaft Wesentliches geändert hätte. Sogar die Währungsschwäche bringt nicht mehr das Erhoffte, weil die meisten japanischen Konzerne im Ausland produzieren. Die Veränderungen gegenüber den Vorjahreswerten (in Klammern): 2 Jahre Restlaufzeit bringen -0,03 % (0,08 %), 5 Jahre 0,02 % (0,24 %), 10 Jahre 0,31 % (0,73 %) und 30 Jahre 1,23 % (1,73 %).

baer45: Auch wenn die Bewältigung der Schuldenkrise noch länger als ein Jahrzehnt dauern wird und damit auch die Zinsen noch lange sehr niedrig bleiben werden, erleben wir im gesamten Rentenmarkt eine durchgängige fette Blase. Die Zinsen sind zwischenzeitlich miserabel und weitere große Kursgewinne sind unwahrscheinlich. Es liegen also massive Fehlallokationen vor. Eine Korrektur an den Anleihemärkten wäre also alles andere als verwunderlich! Sie muss nicht riesig sein um deutliche Verluste zu erleiden.
 
Ein Platzen dieser Blase wäre die absolute Katastrophe! Wahrscheinlich liegt der wirkliche Grund für den geplanten Aufkauf von Staatsanleihen durch die EZB im Versuch den Schaden beim Platzen dieser Blase für die Finanzwirtschaft zu begrenzen und zu sozialisieren. Einen anderen Weg zum Verhindern dieser Katastrophe hat noch keiner aufgezeigt.

€uro/US-$

Der €uro ist auf einem sehr steilen Weg nach Süden. Die wichtigsten Gründe:

  • Die Ukrainekrise und die damit einhergehende Sanktionspolitik schwächen Europa und lassen es am Rande eines gefährlichen Stellvertreterkrieges leben. Ein Ende ist nicht absehbar. Die Folge ist eine Kapitalflucht in den sicheren Hafen der Supermacht USA.
  • Während die US-Notenbank Fed die Zinsen im Laufe des Jahres leicht erhöhen will, geht die EZB den umgekehrten Weg: Sie will noch mehr Geld in die Märkte pumpen, indem sie auf dem Kapitalmarkt Anleihen aufkauft (OMT). Es entsteht damit eine regelrechte "€uroschwemme". Dadurch werden Investitionen im Dollar-Raum attraktiver, in der Eurozone unattraktiver.
  • Die €urokrise wird wieder virulent. Weil man Griechenland solange mitgeschleppt hat, wohl wissend, dass dort die notwendigen Reformen nie umgesetzt werden, ernährt man die Krise und hält sie am Leben. Gleichzeitig schwächeln Frankreich und Italien erheblich. Es fehlt der Mut die notwendigen Strukturreformen durchzusetzen.
  • Die zerstrittene EZB.
Entwicklung des Verhältnisses €/US-$

Japan hat schon vor einiger Zeit den Währungskrieg erneut angefeuert und für eine starke Abwertung des Yen durch eine entsprechende Ausweitung der Geldmenge gesorgt. Die €urozone will einen ähnlichen Weg gehen. Unterstützt wird dieser Weg noch durch die politischen Umstände. Die Spekulation wird den Weg nach Süden noch beschleunigen. Sie führt immer nur zu dem Verstärken vorhandener Trends und nur sehr selten zu einem Ausgleich. Dieser Währungskrieg wird einen erheblichen Einfluss auf die Warenströme nehmen. Heute exportiert China 20 % seiner Waren nach Europa und 20 % in die USA. Die USA exportieren gut 6,5 % ihrer Waren nach China und 20 % in die EU. Die EU hat heute schon Exportüberschüsse und wird diese noch ausbauen. Die USA haben schon lange eine negative Handelsbilanz und werden diese so nicht korrigieren können.

Es herrscht allerdings nicht nur einen €uro- und Yen-Schwäche. Praktisch alle Währungen haben mehr oder weniger stark gegenüber dem US-$ eingebüßt. Dies ist primär dem Versuch der USA geschuldet Russland endgültig niederzuringen. Eine geopolitische sehr gefährliche Lage. Der Ausgang ist unsicher. Immerhin steht auch das US-Finanzsystem mit dem Rücken zur Wand und die wirtschaftliche Entwicklung steht auf tönernen Füßen. Manche "Goldverkäufer" sprechen schon von einem "Endspiel". Letztendlich haben die Aktionen der Notenbanken außer Zeit nichts gebracht und die gewonnene Zeit wurde aus Mutlosigkeit nicht ausreichend von der Politik genutzt. In der Gemengelage tut ein äußerer Feind immer schön ablenken. Ein sehr alter Trick der Politik. Sogar der NSA-Abhörskandal ist in den Hintergrund gerückt.

Mit dem Jahreswechsel 2014/2015 ist Litauen (heute noch ca. drei Millionen Einwohner) als 19. Land der €uro-Zone beigetreten. Die europäische Gemeinschaftswährung löst den Litas ab. Der festgelegte Umrechnungskurs ist 1 €uro = 3,45280 Litas. Die Bevölkerung der Baltenrepublik hat Angst vor möglichen Preiserhöhungen im Zusammenhang mit der €uroeinführung, erhofft sich aber durch bessere Westintegration eine höhere politische Sicherheit. Litauen hatte eigentlich schon 2007 die Einführung des €uro angestrebt, damals aber mit einer knapp überhöhten Inflationsrate von 2,7 % die Erfüllung der Maastricht-Kriterien verfehlt. Am Anfang des Jahrhunderts gab es starkes Wirtschaftswachstum in Litauen und nur eine geringe Arbeitslosigkeit. Trotzdem verließen viele junge, mobile und gut ausgebildete Arbeitnehmer das Land und zogen in die Länder Westeuropas, Grund war die bessere Verdienstmöglichkeit. 2007 lag die Arbeitslosenquote unter 4 %. Seit dem Ausbruch der Finanzkrise ist die Arbeitslosenquote bis heute auf fast 10% gestiegen. Das feuert die Abwanderung erneut an. Im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung Litauens ist dies kontraproduktiv, weil dadurch ein Fachkräftemangel entsteht und als "verlängerte Werkbank" der EU wurde Litauen durch die neuen EU Mitglieder Rumänien, Bulgarien und Kroatien abgelöst, in denen die Löhne noch niedriger sind. Ob Litauen wirklich reif für den €uro ist darf, abseits der formalen Kriterien, bezweifelt werden. Einen Vorteil hat das Land, im Vergleich mit den anderen baltischen Republiken ist die russische Minderheit klein (ca. 5 %).

Wirtschaftsentwicklung im Euroraum

Die Krise ist noch lange nicht überwunden, aber viele Staaten haben den richtigen Weg eingeschlagen. Im Laufe des Jahres 2014 hat sich die Wirtschaftslage im Euroraum deutlich verbessert. Für 2015 wurde ursprünglich eine weitere Verbesserung erwartet. Die Risiken für die Konjunktur im Euroraum sind nach Einschätzung der Europäischen Zentralbank (EZB) jedoch stark gestiegen. Die Sanktionen gegen Russland und die Gegenmaßnahmen der russischen Seite werden für die Wirtschaft des Währungsraums größere Auswirkungen haben. Noch sind sie in voller Breite nicht abschätzbar - das haben Wirtschaftskriege eben so an sich. Zu den weiteren Abwärtsrisiken zählen unzureichende Strukturreformen in den Ländern des Euroraums und eine schwächer als erwartet ausfallende binnenwirtschaftliche Nachfrage. Besonders Frankreich, Italien und Griechenland hinken bei den Reformen hinter her, dagegen bessert sich die Lage durch erfolgreiche Konsolidierungsbemühungen in Slowenien, Spanien und Portugal. Auch für das ifo-Institut sieht die Zukunft nicht mehr so rosig aus (ifo Wirtschaftsklima für den Euroraum). Die Haushaltsdefizite haben sich in vielen Ländern verbessert. Trotzdem steht einigen Ländern, darunter Frankreich und Italien, im Frühjahr Defizitverfahren durch die EU-Kommission ins Haus.

Die Europäische Bankenunion ist schon weit gediehen. Das Bundesministerium der Finanzen:

  • Die beiden Säulen gemeinsame Bankenaufsicht (SSM) und einheitliche Bankenabwicklung (SRM) sind errichtet: Ab November 2014 übernimmt die Europäische Zentralbank (EZB) die Aufsicht über bedeutende Banken im Euroraum. In Notfällen können Banken zukünftig auch europäisch geordnet abgewickelt werden. Die Einlagensicherung wird harmonisiert und verbessert den Schutz der Sparguthaben in der EU.
  • Im SSM werden EZB und nationale Aufsichtsbehörden auf Basis eines umfassenden Regelwerks und mit weitreichenden Befugnissen zusammenarbeiten, um präventiv gegen Bankenkrisen wirken zu können.
  • Mit dem SRM wird das private Haftungsprinzip wieder gestärkt: In einer klaren Haftungskaskade werden vorrangig Anteilseigner und Gläubiger für die Kosten der Abwicklung herangezogen. Danach haften mit dem Abwicklungsfonds die Banken für ihre eigenen Risiken. Der Steuerzahler wird entlastet. Die Haushaltssouveränität der Mitgliedstaaten bleibt dabei unangetastet. Insbesondere gibt es keine gemeinsame Haftung der Mitgliedstaaten für den Abwicklungsfonds.
  • Jetzt liegt der Fokus auf der Implementierung: Die umfassende Bankenprüfung mitsamt dem Stresstest muss methodisch stringent sein und strenge Kriterien anlegen, um glaubwürdig zu sein. Altlasten in den Bankbilanzen sind vor dem Start des SRM zu bereinigen. Die Bankenabgabe sollte sich an der Größe und dem Risiko einer Bank orientieren. Auf lange Sicht gilt es, die nun geschaffenen Regeln effektiv umzusetzen und mit Leben zu füllen.

Vereinfacht kann man sagen: Es gibt Mindestanforderungen an die Sicherheit der Einlagen an die man sich bei der Abwicklung einer Bank zu halten hat. Solange darüber hinaus nicht auf den Absicherungsfonds zurückgegriffen wird und der jeweilige Staat dazu in der Lage ist, können die Hilfen wesentlich weitreichender sein. Ist der jeweilige Staat dazu nicht in der Lage wird entsprechend den Regelwerken abgewickelt. Damit haben die Finanzinstitute aus wirtschaftlich starken Ländern letztendlich eine stärke Position am Markt. Die wesentliche Änderung ist der Souveränitätsentzug von Staaten, welche ihre Banken nicht aus eigener Kraft sanieren können und eine etwas neutralere Aufsicht über die Großbanken.

Seit dem Beitritt zur €urozone betrügt Griechenland seine Partner und führt sie laufend am Nasenring durch die Arena. Alle bisherigen griechischen Regierungen haben nicht ernsthaft etwas an den verlotterten Staatsstrukturen geändert. Die Parteizugehörigkeit ist dabei egal - es wird sich immer einvernehmlich am Topf bedient und die europäischen Partner müssen zahlen. Jetzt hat man mit der gescheiterten Präsidentenwahl neues Erpressungspotential aufgebaut. So kommt es am 25. Januar zu Parlamentsneuwahlen und nach Umfragen führt das Linksbündnis Syriza, welches bis heute immer die Reform- und Sparvorgaben abgelehnt hat. Es stellt sich die Frage, wenn dieses Bündnis gewinnen sollte, ob dann seine Aussagen zu diesem Thema noch gelten? Es wäre nicht verwunderlich, wenn mit Erreichen der Geldtöpfe die politischen Aussagen in Vergessenheit geraten würden. Aber auch schon die heutige Regierung hat das meiste der Vorgaben nicht umgesetzt. Man betrügt sich selbst, wenn man glaubt es würde sich in Griechenland Wesentliches zum Besseren wenden. Man sollte Griechenland ziehen lassen und Zypern gleich hinterher schieben. Und große Hilfen, die doch wieder in den falschen Taschen landen würden, sollte man sich verkneifen. Dann würde auch ein nettes abschreckendes Beispiel entstehen und nicht Wenige in der €urozone würden sich am Riemen reißen.

baer45: €urokrise reloaded - gefällt all denen, die kein Interesse an einem zu starken und einigen Europa haben. Dazu zählen sicherlich Russland und die USA. Sowohl der Stellvertreterkrieg in der Ukraine als auch der sich im Chaos auflösende Naher und Mittlerer Osten werden für einen weiteren Wertverlust des €uros sorgen. Europa muss sich jetzt bewähren. Dazu sind etliche Aufräumungsarbeiten notwendig und die "Außenpolitik" muss etwas mehr sein als den braven US-Vasallen zu spielen. Es ist auch eine Illusion zu glauben, die wirtschaftlichen Probleme wären über einen Währungskrieg lösbar.

Leichtes Rohöl

Vor nicht allzu langer Zeit geisterte die Propaganda bezüglich des globalen Ölfördermaximum (engl. peak oil) durch alle möglichen Medien. Unter dem Begriff peak oil ist das zeitliche Maximum der weltweiten Förderrate von Rohöl gemeint. Dabei wähnten nicht wenige, dass wir es schon erreicht hätten. Eine nette Propaganda um die fürchterlich überhöhten Preise zu rechtfertigen. In Wirklichkeit steigen die bekannten Vorräte, trotz stetig steigendem Verbrauch. Es ist zweifelhaft, dass wir alle kalorischen Energieträger (Kohle, Öl, Gas) verbrauchen können ohne uns lange vorher, durch die durch den Verbrauch resultierenden Schäden, umzubringen. Der Preis des Rohöls hat auch nur wenig mit dem sogenannten Markt zu tun. Einen echt funktionierenden Markt im Sinne von unmanipuliertem Angebot und Nachfrage gibt es nicht. Es sind in Wirklichkeit Scheinmärkte an deren Börsen die eh schon manipulierten Marktgegebenheiten zusätzlich einen erheblichen Preisaufschlag durch die Spekulation erhalten. Die Manipulation findet durch Absprachen von Kartellen und Monopolen und durch politische und kriegerische Steuerung statt, um das Angebot dorthin zu bringen wo man es haben will. Und solange die großen Förderer sich einig sind werden die abnehmenden Volkswirtschaften ausgesaugt. Wenn sie sich nicht mehr einig sind entstehen große Turbulenzen an den sogenannten Märkten.

In den verflossenen Jahrzehnten gab es große politische und kriegerische Auseinandersetzungen die einen starken Bezug zu Erdöl und Erdgas hatten. Geendet haben sie fast immer damit, dass die Förderkapazitäten in den betroffenen Gebieten stark sanken und oft manchen Förderstaaten der Zugang zum Markt erschwert wurde. Eine kleine Sammlung (nicht vollständig):

  • Nachdem der Iran aufsässig wurde und Studenten 52 US-Diplomaten als Geiseln 444 Tage lang, vom 4. November 1979 an, in der US-Botschaft hielten, kam es am 22. September 1980 zum Krieg Irak gegen Iran, der fast 8 Jahre dauerte. Andere Öl-Förderstaaten wie die USA und Russland und deren Verbündete unterstützten den Irak in diesem Krieg fleißig. Der Iran wurde stark geschwächt und die eigene Ölförderung vergammelte. Immerhin hat der Iran die zweitgrößten Vorräte am Golf. Nach all diesen Erfahrungen strebte der Iran eine eigenständige Atomtechnik an und wurde mit Embargos und Sanktionen belegt. Der Zugang zu moderner Fördertechnik wurde versperrt und der Zugang zum Weltölmarkt ebenso.
  • Mit der gewaltsamen Eroberung Kuwaits durch den Irak am 2. August 1990 startete der 2. Golfkrieg. Die Vereinigten Staaten bildeten daraufhin ein vereinigtes Militärbündnis gegen den Irak, an dem sich schließlich 34 Länder beteiligten. Sie vertrieben die Irakis aus Kuweit und seit dem loderte der Konflikt zwischen der Weltgemeinschaft und dem Irak. Am 20. März 2003 startete der 3. Golfkrieg mit der Bombardierung Bagdads. Die völkerrechtswidrige Invasion des Irak durch die "Koalition der Willigen" unter Führung der USA führte zur Zerstörung wesentlicher staatlicher Strukturen. Eine neue sinnvolle und demokratische Staatsstruktur zu schaffen war zu aufwendig. Man ließ einen kaputten Staat zurück, einen Staat mit sehr großen Ölreserven, dessen Ölförderung am Boden lag und sich bis heute nicht erholt hat.
  • Im Rahmen des "Arabischen Frühlings" (2001) gelang es Libyen zu zerstören und dessen Förderkapazitäten zu einem großen Teil vom Markt zu nehmen. In Syrien unterstütze man den angeblich bürgerlichen Protest, dessen Bewegungen dann in ISIS, al-Nusra und al-Qaida aufgingen. Zum Bekämpfen der ISIS wurde nicht der Waffen- und Personalnachschub über die Grenze des NATO-Mitglieds Türkei verhindert oder der Finanzierung und Unterstützung durch die Golfstaaten ein effektiver Riegel vorgeschoben - nein, man bombardierte Förderanlagen, ein seit Jahrzehnten bekanntes Muster.
Entwicklung des Ölumsatzes

Im Sommer dieses Jahres ist die Nachfrage nach Rohöl nicht zusammen gebrochen. Der Verbrauch stieg wie erwartet weiter an. Auch die Preisstabilisierung durch Spekulation war noch intakt, auch wenn sie sich laufend schwerer tat. Die Zwischenlagerkapazitäten auf alten Tankern waren inzwischen voll. Die strategischen Reserven der westlichen Staaten sind aufgefüllt. Die Förderung von Erdgas und Erdöl durch Hydraulic Fracturing oder kurz Fracking explodierte nicht plötzlich. Nur das stetig leicht wachsende Angebot wurde nicht mehr durch Förderbegrenzungen durch die OPEC-Staaten - im besonderen durch Saudi-Arabien - reduziert. Und so machte sich der Rohölpreis, trotz des Stellvertreterkrieges in der Ukraine gegen Russland und dem brennenden Nahen und Mittleren Osten, auf den Weg nach Süden. Die Saudis taten dabei kund, dass sich der Preis bei 60 US-$ je Fass stabilisieren und auch in diesem Bereich in 2015 verharren würde. Wäre der Markt wirklich frei, könnte niemand eine Prognose auf so lange Sicht machen.

Entwicklung des Ölpreises

Die weltweiten durchschnittlichen Förderkosten liegen, inklusive Suchkosten und Kapitalverzinsung, heute bei ca. 28 US-$ je Fass. Dabei sind die Kosten bei Ölsanden und Fracking höher und die Förderkosten am Golf wesentlich niedriger. Ein Preis in der Größenordnung von ca. 60 US-$ je Fass erlaubt sogar die Suche nach neuen Vorkommen und deren Vorerschließung. Allerdings haben sich viele Staaten von den Rohöleinkünften so abhängig gemacht wie der Fixer vom Stoff. Sollte also der Ölpreis länger niedriger bleiben wird das ein sehr schönes Konjunkturprogramm für die importierenden Staaten darstellen und manche Förderstaaten in extreme Schwierigkeiten bringen. Der eine oder andere Förderstaat wird dabei im Chaos versinken (z.B. Venezuela). Andere werden ihre Förderung ans Limit treiben müssen um nicht sehr schnell in eine Staatspleite abzugleiten. Wir werden sehen ob dabei das Preisziel der Saudis Bestand hat.

Rohölpreis und Staatshaushalt

Die Saudis sind sicherlich nicht erbost wenn der Iran, ihr großer Konkurrent und Erzfeind am Golf, in Schwierigkeiten gerät. Auch die USA sind wahrscheinlich erfreut, wenn sie die kommende Pleite Venezuelas und die wachsenden Probleme Russlands sehen. Alle betroffenen Staaten, die ohne großen finanziellen Puffer dahin vegetieren, werden ihre Förderung erhöhen (müssen). Sicherheitshalber unterliegt die Belieferung mit Ölfördertechnik an Russland inzwischen einem Embargo. Die wirkliche Grenze liegt bei einem Preis von ca. 30 US-$ und tiefer. Staatspleiten mit einhergehenden Turbulenzen im Finanzsystem sind denkbar. Auch Fracking ist gefährdet. Mitleid mit den betroffenen Staaten muss man nicht haben. Ein Menschenrecht auf das Abzocken der Abnehmerstaaten existiert nämlich nicht.

Brent Crude und WTI im 5-Jahres-Verlauf

Preisbestimmend ist in den USA das West Texas Intermediate (auch WTI) Rohöl. Es ist ein leichtes, süßliches und sehr dichtes Rohöl. Durch seinen u. a. geringen Schwefelgehalt eignet es sich besonders für die Mineralöl-Raffinierung und die Herstellung von Benzin. Der mit Abstand größte Handelsplatz für WTI-Öl befindet sich in New York, an der "New York Mercantile Exchange" (NYMEX). Die Regularien dieser Börse sind für den Handel bestimmend. Im mittleren Westen, in Cushing ist der Nabel der WTI-Verteilung. Hier kreuzen sich die Pipelines und es befinden sich auch hier die großen US-Lagerstätten, welche momentan randvoll sind. Zusätzlich wird auf dem nordamerikanischen Kontinent fleißig Erdöl aus Ölsand gewonnen und seit einiger Zeit liefert "Hydraulic Fracturing" (Fracking; hydraulisches Aufbrechen) Unmengen an Rohöl und Erdgas. Bei Fracking und den Ölsanden ist der Aufwand der Förderung wesentlich höher als bei der klassischen Förderung. Der Export von Rohöl und Erdgas aus den USA unterliegt der Genehmigungspflicht durch die US-Administration. Die direkten Nachbarstaaten sind in ein entsprechendes Vertagswerk eingebunden. Im Zusammenhang mit TTIP locken die USA die EU mit der Öffnung ihres Energiemarktes. Sie wollen dann auch die EU beliefern und damit Russland weiter aus Europa verdrängen. Die Pipelineinfrastruktur ist jedoch dazu total ungeeignet. Die USA sind mit Fracking inzwischen wieder die größte Ölfördernation der Welt. Sie müssen trotzdem noch Rohöl importieren, allerdings immer weniger.

Für Europa ist der Preis der Nordsee-Öl-Sorte Brent Crude maßgeblich. An ihr orientieren sich die Preise aus der arabischen Welt, aus Russland und früheren Sowjetrepubliken. Sie gilt als vergleichbar mit diesen Sorten und besitzt einen etwas höheren Schwefelgehalt als das nordamerikanische WTI-Öl. Der etwas höhere Schwefelgehalt hat zur Folge, dass Brent Crude Öl eine leicht schlechtere Verarbeitungsqualität als WTI-Öl besitzt. Brent Crude wird hauptsächlich in London an der Intercontinental Exchange (ICE) gehandelt. Die Regularien sind wesentlich lascher als an der NYMEX und damit ist die Spekulation "billiger".

Brent Crude müsste billiger als WTI sein (bis zum Beginn 2011 war der Preis praktisch immer gleich). Sogar im Preisverfall hält sich ein Preisunterschied. Dieser Preisunterschied ist der Spekulationsaufschlag, der angeblich nicht existiert. Solange dieser Aufschlag existiert, ist sogar der manipulierte Markt (von der Angebotsseite) verdorben und die Spekulation verdient, finanziert durch das billige Notenbankgeld, fleißig mit.

baer45: Wie sooft wird der Rohölpreis als politische Waffe eingesetzt. Dieser Preis ist im Zusammenhang der Auseinandersetzungen am Golf und im Nahen Osten und in Osteuropa zu sehen. Primär betroffen sind momentan der Iran und Russland. Allerdings ob die Saudis und die USA ihre Waffe unter Kontrolle behalten ist alles andere als gesichert. Und die Regimes der Emirate am Golf und das der Saudis sitzen alles andere als fest im Sattel. Auch steht das Fracking in den USA täglich unter einem größeren Fragezeichen. Große Turbulenzen im Finanzsystem sind also möglich und der Export von Edelkarossen nach Russland und auf die arabische Halbinsel wird sicherlich zurück gehen.

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Nach den aktuellen Schätzungen schreibt kein Teilnehmer im DAX® Verluste. Deshalb sind KGV(1) und KGV(2) gleich. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®. Ob man allerdings schon ein KGV von 15,4 (Gewinnrendite 6,5 %) angesichts der schon seit Jahren und sehr wahrscheinlich noch sehr lange herrschenden Niedrigzinsphase als "fair" bezeichnen kann, darf inzwischen mit Recht bezweifelt werden?!

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
30.12.149805,552,81 %??,?12,412,4
30.12.139552,162,91 %??,?12,712,7
21.12.127636,233,51 %15,410,710,7
15.06.126229,414,43 %15,49,29,2
16.03.127157,823,62 %15,410,910,9
16.12.115701,784,48 %15,49,09,0
16.09.115573,514,60 %15,48,28,2
17.06.117164,053,61 %15,410,810,8
18.03.116664,403,11 %15,410,310,3
17.12.106982,452,82 %15,410,910,9
17.09.106209,763,20 %15,411,311,3
18.06.106216,983,24 %15,412,112,0
19.03.105978,223,56 %15,412,712,6
30.12.095957,433,64 %15,413,213,1
25.09.095581,413,89 %15,415,012,9
27.03.094203,556,51 %15,49,19,1
30.12.084810,205,56 %15,48,28,2
26.09.086063,504,28 %15,410,710,6
20.06.086578,443,89 %15,410,910,8
28.12.078067,322,50 %15,412,812,8
22.06.077949,632,53 %15,415,015,0
30.03.076917,032,64 %15,413,313,3
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

Trotz 2 Ausfällen (COMMERZBANK, THYSSENKRUPP - Gewicht im DAX®: 2,43 %) sind die Dividendenzahlungen immer noch beachtlich und liegen weit über den Zinssätzen im sicheren Rentenmarkt. Die Dividendenrendite liegt mit 2,81 % über der Punktesteigerung des Index mit 2,65 %. Im Prinzip haben die gewichteten Aktienpreise stagniert und das im Gegensatz z.B. zur USA, wo echte neue Allzeithochs bei den Kursen erreicht wurden. FRESENIUS und MERCK hatten im Laufe des Jahres Aktiensplits durchgeführt. Deshalb wurden für die Berechnung die Dividendenzahlungen entsprechend dem Splitverhältnis angepasst. Bei FRESENIUS gab es am 01. August 2014 zu jeder FRESENIUS-Aktie ohne Zuzahlung zwei weitere Aktien. Bei MERCK gab es am 30. Juni zu jeder MERCK-Aktie ohne Zuzahlung eine weitere Aktie. Der Aktiensplit soll den Handel in der Aktie fördern und sie für breite Anlegerkreise noch attraktiver machen. Da für die Wirtschaft 2014 insgesamt ein gutes Jahr war, wird mit vergleichbaren Dividendenzahlungen in 2015 gerechnet.

Auf Jahressicht veränderte sich der Anteil der 10 größten Aktiengesellschaften am DAX® nur minimal. Er beträgt jetzt 66,05 % gegenüber 66,79 % im Vorjahr. BAY.MOTOREN WERKE verdrängten LINDE aus der Rangliste der größten Zehn. Das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS) nahm auf Jahressicht minimal ab. Es beträgt momentan 22,09 % (letztes Jahr 22.44 %). Der undurchsichtige Finanzsektor (ALLIANZ, COMMERZBANK, DEUTSCHE BANK, DEUTSCHE BOERSE, MUENCH.RUECKVERS.) veränderte sich auf Jahressicht praktisch nicht. Er beträgt momentan 17,50 % und ist immer noch weit von der früheren Größe entfernt (im Vorjahr 17,51 %). Das gewichtete KGV dieses Sektors beträgt nun 9,76, niedriger als vor einem Jahr mit 9,9. Im wesentlichen spiegelt sich hier die leichte allgemeine Verbesserung des KGV des Gesamtindex. Das Misstrauen der Spekulanten gegenüber der Finanzbranche und das Misstrauen innerhalb der Finanzbranche ist also immer noch erheblich und das sicherlich mit gutem Recht.

Die Auftragslage in der deutschen Industrie ist weiterhin gut und vieles spricht dafür, dass die Wirtschaft in 2015 gut laufen kann. Es droht allerdings politisches Ungemach (Ukraine, Griechenland, ISIS), dessen potentielle Auswirkungen auf die Wirtschaft nicht abschätzbar sind. Das Risiko, dass das Jahr nicht so gut verlaufen wird, ist also erheblich. Der Punktestand des DAX® hat seit letztem Jahr um insgesamt 2,65 % zugelegt - ohne Dividendenzahlungen (Kursindex) hat er praktisch stagniert. Die I/B/E/S-Schätzungen für 2015 erwarten leichte Gewinnsteigerungen bei den DAX®-Unternehmen. Mit einem geschätzten 2015-KGV von 12,4 ist der DAX® immer noch billig, unabhängig davon ob ein faires KGV bei 15,4 oder gar noch höher liegt. Im Dezember legte er ein neues Allzeithoch aufs Parkett.

Entwicklung des DAX®

Entwicklung DAX-Kursindex Beim Vergleich mit anderen Indizes muss man berücksichtigen, dass der DAX® ein sogenannter Performanceindex ist, das heißt, die Dividenden fließen mit in die Berechnung des Punktestandes ein. Die überwiegende Mehrzahl der anderen Indizes sind sogenannte Preisindizes, auch Kursindex genannt. Die großen US-amerikanischen Indizes (alles Preisindizes) haben 2014 wesentlich besser abgeschnitten. Auf Jahressicht konnte sich der Dow Jones Industrial Average (DJIA) um rund +7,52 % verbessern. Der S&P 500 stieg seit Jahresbeginn um rund +11,39 % und die Nasdaq 100 schoss sogar um +17,94 % in die Höhe. Ein weiteres Jahr in dem die US-Aktienmärkte um Welten besser liefen als unsere oder andere europäische Märkte. Zusätzlich muss man noch den Wertverlust des €uros gegenüber dem US-$ in diesem Zeitraum beachten - ein zusätzlicher Gewinnhebel. Sollten die US-Indizes abstürzen wird unser DAX® in dieser Disziplin allerdings wesentlich schneller sein.

baer45: Europa hat sich in einen Konflikt mit Russland drängen und sich in einen unsinnigen Wirtschaftskrieg mit Sanktionen verwickeln lassen bei dem kein Ende in Sicht ist und der im wesentlichen, neben Russland, Europa schädigen wird. Und dass alles um korrupte ukrainische Oligarchen auf die Seite des Westens zu ziehen? Sicherlich nicht. Es geht darum Russland fertig zu machen. Damit haben die USA es auch geschafft, die NSA-Abhöraffäre in den Hintergrund zu drängen und die EU wieder auf Linie zu bringen. Dieser Konflikt kennt nur Verlierer bis auf den einen Gewinner: USA. So ist es auch nicht verwunderlich, dass viel Geld Europa verlässt und sich in den Schutz der Supermacht begibt. Keine guten Voraussetzungen für den Wert des €uros und auch nicht für eine erfreuliche Aktienpreisentwicklung. Politische Börsen sind allerdings kaum abschätzbar. Täglich kann es zu neuen Überraschungen kommen. Deshalb ist auch in 2015 alles möglich, sogar die von den Analysten prognostizierten größeren Kursgewinne im DAX®.

Renditen im DAX® bei langfristiger Anlage

Im Mai 2004 beschäftigten wir uns das erste Mal ausführlich mit der Problematik der langfristigen Spekulation. Seitdem führen wir unsere Tabelle bezüglich Renditen bei langfristigen DAX®-Anlagen weiter und erweitern sie um einen virtuellen Ausstieg am 30.12.2014 (Tagesschlusskurs). Der Einstiegszeitpunkt war jeweils am Jahresanfang:

Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)19901995200020052010
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,14 7,917,077,213,513,98-25,15-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,11 9,058,568,975,727,40-12,54-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,09 8,998,508,885,837,40-8,85-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,67 9,659,349,847,079,09-3,6326,32-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.06: 
6,006,596,569,06 10,089,8810,457,8910,11-0,3324,09-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 28.12.07: 
6,326,776,959,44 10,5010,3911,008,6511,002,2623,51-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.08: 
5,075,365,357,50 8,177,597,775,276,17-3,702,90-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.09: 
5,425,745,787,94 8,668,208,456,137,27-1,246,79-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.10: 
5,625,966,028,16 8,898,498,776,587,800,228,2814,40
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.11: 
5,185,475,477,46 8,067,537,685,516,33-1,124,65-1,25
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 28.12.12: 
5,595,915,977,98 8,658,248,466,447,480,937,437,99
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.13: 
5,936,286,388,40 9,118,799,077,178,362,519,3112,14
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.14: 
5,876,216,298,25 8,928,588,826,988,072,528,6210,16
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr: 1000)
ACHTUNG: Die ausgewiesene Rendite ist immer ein Zinseszins! Gilt auch für negative Renditen.

Es ist ersichtlich, dass der Einstiegs- und der Ausstiegszeitpunkt auch bei der langfristigen Anlage nicht unerheblich ist. Das Gegenteil behaupten nur Verkäufer von Finanzprodukten. Sie wollen ihren Laden nicht immer wieder schließen müssen. Dann gibt es noch viele geistig Minderbemittelte die deren Verkaufsargumente einfach nachplappern. Es ist auch empfehlenswert temporär überhaupt keine Aktien zu besitzen. Das kann die Rendite erheblich heben (Michael O'Higgins). Ein akzeptables "Timing" ist und bleibt das A und O der Aktienanlage.

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.4,37 %
2EOANE.ON SE NA4,23 %
3RWERWE AG ST O.N.3,90 %
4BASBASF SE NA O.N.3,86 %
5ALVALLIANZ SE VNA O.N.3,86 %
6DTEDT.TELEKOM AG NA3,77 %
7DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.3,55 %
8DAIDAIMLER AG NA O.N.3,26 %
9LHALUFTHANSA AG VNA O.N.3,25 %
10SIESIEMENS AG NA3,20 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.3,00 %
12DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.2,96 %
13BMWBAY.MOTOREN WERKE AG ST2,90 %
14ADSADIDAS AG NA O.N.2,60 %
15VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.2,20 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM AG NA13,250
2LHALUFTHANSA AG VNA O.N.13,830
3EOANE.ON SE NA14,195
4RWERWE AG ST O.N.25,650
5DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.59,220

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6DAIDAIMLER AG NA O.N.68,970
7BASBASF SE NA O.N.69,880
8SIESIEMENS AG NA93,750

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1BAYNBAYER AG NA9,90 %
2SIESIEMENS AG NA9,15 %
3DAIDAIMLER AG NA O.N.8,51 %
4BASBASF SE NA O.N.7,95 %
5ALVALLIANZ SE VNA O.N.7,72 %
6SAPSAP SE O.N.6,63 %
7DTEDT.TELEKOM AG NA5,08 %
8DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.4,02 %
9BMWBAY.MOTOREN WERKE AG ST3,57 %
10VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.3,52 %

Einzelergebnisse 2014

Rang Gesellschaft Kurs am
28.12.2013
Kurs am
30.12.2014
Dividende
(2014)
Ergebnis(1)
1 MERCK KGAA O.N.(2) 65,125 78,420 0,48 21,15%
2 FRESEN.MED.CARE KGAA O.N. 51,730 61,850 0,77 21,05%
3 THYSSENKRUPP AG O.N. 17,690 21,260 0,00 20,18%
4 FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.(2) 37,200 43,160 0,42 17,15%
5 INFINEON TECH.AG NA O.N. 7,760 8,845 0,12 15,53%
6 DAIMLER AG NA O.N. 62,900 68,970 2,25 13,23%
7 BAYER AG NA 101,950 113,000 2,10 12,90%
8 CONTINENTAL AG O.N. 159,400 175,550 2,50 11,70%
9 DT.TELEKOM AG NA 12,430 13,250 0,50 10,62%
10 E.ON SE NA 13,415 14,195 0,60 10,29%
11 ALLIANZ SE VNA O.N. 130,350 137,350 5,30 9,44%
12 BAY.MOTOREN WERKE AG ST 85,220 89,770 2,60 8,39%
13 MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N. 160,150 165,750 7,25 8,02%
14 HEIDELBERGCEMENT AG O.N. 55,150 58,810 0,60 7,72%
15 HENKEL AG+CO.KGAA VZO 84,310 89,420 1,22 7,51%
16 DEUTSCHE POST AG NA O.N. 26,500 27,045 0,80 5,08%
17 K+S AG NA O.N. 22,375 22,915 0,25 3,53%
18 LINDE AG O.N. 152,050 154,200 3,00 3,39%
DAX® 9.552,160 9.805,550 2,65%
19 DEUTSCHE BOERSE NA O.N. 60,200 59,220 2,10 1,86%
20 RWE AG ST O.N. 26,605 25,650 1,00 0,17%
21 SIEMENS AG NA 99,290 93,750 3,00 -2,56%
22 SAP SE O.N. 62,310 58,260 1,00 -4,89%
23 COMMERZBANK AG 11,710 10,980 0,00 -6,23%
24 BASF SE NA O.N. 77,490 69,880 2,70 -6,34%
25 LUFTHANSA AG VNA O.N. 15,420 13,830 0,45 -7,39%
26 BEIERSDORF AG O.N. 73,640 67,420 0,70 -7,50%
27 VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 204,150 184,650 4,06 -7,56%
28 LANXESS AG 48,475 38,455 0,50 -19,64%
29 DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 34,675 24,985 0,75 -25,78%
30 ADIDAS AG NA O.N. 92,640 57,620 1,50 -36,18%
(1): Ins Ergebnis fließt die Dividende 2014 (Zeitpunkt der Auszahlung) ein, nicht jedoch die Dividende vom Vorjahr.
       Es wird von einem Kauf am 30.12.2013 ausgegangen.
 
(2): Wegen Aktiensplit Kaufkurs (30.12.2013) und Dividende umgerechnet.

Immerhin sind 18 DAX®-Mitglieder besser als ihr Index gelaufen. 10 Mitglieder haben rote Zahlen geschrieben. Die Wahrscheinlichkeit war also nicht gering schlechter als der DAX® abzuschneiden. Mit LANXESS, DEUTSCHE BANK und ADIDAS konnte man so richtig schön daneben greifen.

Analysten-Prognose: So wird 2015

Ein erneuter okkultischer Versuch der Finanzinstitute in der Glaskugel die Zukunft zu erkennen. Alle Prognosen beziehen sich auf den Jahresendstand 2015 und auf die Mitte 2015. (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)). Mit einem Teil ihrer Prognosen haben die Analysten für dieses Jahr (2014) recht behalten. Glaubt man ihren Vorhersagen, dann geht es im kommenden Aktienjahr unter dem Strich weiter aufwärts. Zudem warten ihrer Einschätzung nach neue Höchststände auf die Aktionäre. Es ist eben wie immer: Der aktuelle Trend wird fortgeschrieben. Bezüglich des Währungspaares €uro/US-$ lag die Analystenschar stark daneben. "Prognosen sind eben äußerst schwierig, vor allem wenn sie die Zukunft betreffen".

Banken DAX®-Stand in Punkten Preis des €uros in US-$
Mitte 2015Ende 2015Mitte 2015Ende 2015
Allianz SE10500110001,191,20
Bayern LB9800105001,201,18
Berenberg10300109001,241,27
BHF-Bank -11000 - 1,15
BNP Paribas 1100011000 1,18 1,15
Commerzbank -10800 1,19 1,15
Dekabank 1050010500 1,17 1,14
Deutsche Asset & Wealth Man. -10400 - 1,17
Deutsche Bank -11500 - 1,15
DZ Bank 95009500 1,20 1,18
Helaba 89009800 1,15 1,25
HSH Nordbank 870010100 1,20 1,18
J.P. Morgan -11400 1,20 1,18
LBBW 10000 10500 1,20 1,15
Macquarie 900011000 1,21 1,20
M.M.Warburg 10500 10900 1,19 1,17
Postbank 10500 11500 1,20 1,15
Santander Asset Management 1070011200 1,20 1,15
Société Générale 900010000 1,20 1,16
UBS 1100011500 1,18 1,15
Unicredit Bank 1030011200 1,18 1,15
WGZ Bank 1040010800 1,23 1,20
Durchschnitt 10035107731,201,17
Aktuell (30.12.2013)xxxx,xx x,xx
Umfragewerte (FAZ) für 2014-10092 -1,28
Quelle: Unternehmensangaben - eigene Recherchen der FAZ.


Sehr selten treffen die Vorhersagen der Banken ein, bei einem Trendwechsel praktisch nie. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass es entweder wesentlich besser oder schlechter laufen wird, dass die Prognosen zutreffen werden kann auch nicht ausgeschlossen werden. Man bleibt eben für seine Spekulationen und die damit einhergehenden Einschätzungen selbst verantwortlich.

Handelskalender 2015

An der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse wird im Jahr 2015 von Montags bis Freitags außer am 1. Januar (Neujahr), 3. April (Karfreitag), 6. April (Ostermontag), 1. Mai (Tag der Arbeit), 25. Mai (Pfingstmontag), 24. Dezember (Heiligabend), 25. Dezember (1. Weihnachtstag), und am 31. Dezember (Silvester) gehandelt. Der Handel auf Xetra® läuft von 9.00 bis 17.30 Uhr. In Xetra findet die Eröffnungsauktion bereits ab 8.50 Uhr statt; die Schlussauktion ab 17.30 Uhr.


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