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Geld ist nur etwas wert, wenn es sich bewegt ...

09.01.2014: DAX®-Bewertungen

Jahresendbewertung 2013

Geldbewegung

Die €uro-Krise ist in den Hintergrund gerückt, aber noch alles andere als erledigt. Die finanzielle Repression, die mit der Lehman-Pleite begonnen hat, ist noch voll in Betrieb. Die durch die Aktionen der großen Zentralbanken massiv nach unten gesteuerten Zinsen, vom kurzen bis zum langen Ende, führen zu negativen Realzinsen und damit zu einem Schrumpfen des Wertes der Geldvermögen. Gleichzeitig werden, durch das sehr billige Geld, die Preise bei den Rohstoffen oben gehalten und zum Teil noch weiter angefacht und auf einigen Vermögenssektoren neue Blasen gezüchtet. So ging auch 2013 die Aktienpreisentwicklung, wie am Schnürchen gezogen, nach Norden. Gegenüber dem Jahresende 2012 legte der DAX® um 25,48 % zu und beendete das Jahr kurz nach einem erneuten Allzeithoch. Die Stimmung unter den institutionellen Anlegern ist sehr gut und damit deren Erwartungen. Aktuell stehen 62 % Bullen 25 % Bären gegenüber. Der Anteil der Bären ist auf Jahressicht gleich geblieben, derjenige der Bullen hat deutlich zugelegt (Ende 2012: 55 %) (Quelle: Cognitrend vom 18.12.2013). Die privaten Anleger sind wesentlich misstrauischer. Hier stehen 57 % Bullen 31 % Bären gegenüber (Quelle: Comdirect). Eine wesentliche Änderung der Geldpolitik der Zentralbanken ist auch in 2014 nicht zu erwarten. Maximal kommt es zu kleineren "symbolischen" Änderungen, wie die Reduzierung des Kaufs von Anleihen durch die US-Notenbank Fed. Die Zentralbanken werden auf jeden Fall versuchen die Zinsen extrem niedrig zu halten. Ob das die Kurse angesichts des Anlegernotstands weiter anfeuern wird - wer weiß?

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra®-Schlusskurse vom 30.12.2013. Die Kurse und das jeweilige Gewicht (Weiterberechnung) einer Aktie im DAX® sind, respektive stammen von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird sind den jeweiligen Firmenmitteilungen entnommen. Das aktuelle der Aktien ist aus der Süddeutschen Zeitung (aktuelle Schätzungen für 2014 von I/B/E/S). Die Zahlen zur sind von der Deutschen Bundesbank. Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der sogenannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil gab es im Oktober und November 2008.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW092,6401,35182,39 %
2ALVALLIANZ SE VNA O.N.DE0008404005130,3504,50107,30 %
3BASBASF SE NA O.N.DE000BASF11177,4902,60138,79 %
4BMWBAY.MOTOREN WERKE AG STDE000519000385,2202,50103,38 %
5BAYNBAYER AG NADE000BAY0017101,9501,901610,09 %
6BEIBEIERSDORF AG O.N.DE000520000073,6400,70280,91 %
7CBKCOMMERZBANK AGDE000CBK100111,7100,00151,36 %
8CONCONTINENTAL AG O.N.DE0005439004159,4002,25132,13 %
9DAIDAIMLER AG NA O.N.DE000710000062,9002,20117,74 %
10DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE000514000834,6750,7584,36 %
11DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE000581005560,2002,10151,37 %
12DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.DE000555200426,5000,70173,12 %
13DTEDT.TELEKOM AG NADE000555750812,4300,70184,65 %
14EOANE.ON SE NADE000ENAG99913,4151,10113,16 %
15FMEFRESEN.MED.CARE KGAA O.N.DE000578580251,7300,75141,37 %
14FREFRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.DE0005785604111,6001,10171,81 %
17HEIHEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE000604700455,1500,47120,96 %
18HEN3HENKEL AG+CO.KGAA VZODE000604843284,3100,95191,82 %
19IFXINFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310047,7600,12191,03 %
20SDFK+S AG NA O.N.DE000KSAG88822,3751,40160,47 %
21LXSLANXESS AGDE000547040548,4751,00120,49 %
22LINLINDE AG O.N.DE0006483001152,0502,70163,48 %
23LHALUFTHANSA AG VNA O.N.DE000823212515,4200,0090,88 %
24MRKMERCK KGAA O.N.DE0006599905130,2501,70141,04 %
25MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE0008430026160,1507,00103,12 %
26RWERWE AG ST O.N.DE000703712926,6052,0091,59 %
27SAPSAP AG O.N.DE000716460062,3100,85177,04 %
28SIESIEMENS AG NADE000723610199,2903,00149,72 %
29TKATHYSSENKRUPP AG O.N.DE000750000117,6900,00160,81 %
30VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE0007664039204,1503,5683,62 %

Im Februar 2010 stellte die DEUTSCHE BÖRSE die börsentägliche allgemein zugängliche Veröffentlichung der Gewichte der DAX®-Teilnehmer ein. Allgemein verfügbar sind diese Daten jetzt nur noch von den sogenannten Verkettungstagen. Diese sind der jeweils dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals. In dieser Bewertung wird eine Weiterberechnung auf Basis der letzten Veröffentlichung und der Kursentwicklung genutzt (siehe auch iShares DAX® (DE) (EXS1). DAX®-Bewertungen finden zum jeweiligen Jahresende und bei besonderen Ereignissen statt. Die allgemeinen Risiken haben sich kaum verändert. Deshalb fällt die jetzige Bewertung kompakt aus.

Geld, Zinsen, Inflation

Im Rahmen der Europäischen Währungsunion wird die Preisniveaustabilität in der €uro-Zone mit Hilfe des Verbraucherpreisindex (VPI-EWU) kontrolliert. Dieser ergibt sich als das gewogene Mittel der harmonisierten Verbraucherpreisindizes (HVPI) der Mitgliedsstaaten. Das primäre Ziel der Preisniveaustabilität hat die Europäische Zentralbank (EZB) mit einer Inflationsrate von unter 2 Prozent angegeben. Seit einiger Zeigt fügt sie aber immer noch hinzu: "aber nahe 2 Prozent". Sie fühlt sich also inzwischen verantwortlich ein Minimum an Inflation zu erzeugen. So hat sie vor ca. 2 Jahren bei einem Preisniveau von über 2 Prozent keine Aktivitäten eingeleitet und die Verbraucher nur auf das folgende Jahr vertröstet. Als sich in 2013 die Gefahr einer Inflation deutlich unter 2 % abzeichnete, senkte sie präventiv sofort den Leitzins. Sie agiert also, ähnlich wie die anderen großen Notenbanken und versucht auch Rohstoffpreise und etliche Vermögensgegenstände auf dem Preisniveau von vor der Krise (2007) zu halten. Damals waren Rohstoffpreise und einige Vermögensgegenstände kurz vor dem Zusammenbruch explodiert. Es herrscht also offensichtlich die Angst vor, die Finanzwirtschaft könnte "ehrlichere" Preise noch nicht verkraften. Die Rechnung dafür muss die reale Wirtschaft und der Sparer tragen. Inzwischen schädigt diese Politik sogar Teile der Finanzwirtschaft.

Entwicklung der Preise

Die Geldpolitik der großen Notenbanken ist übertrieben expansiv. Dabei gehört die EZB noch zu den gemäßigteren Zentralbanken. Die Banken bekommen das Geld praktisch immer noch unbegrenzt und fast umsonst gegen immer schwächere Sicherheiten. Zusätzlich kaufen einige Notenbanken Wertpapiere am Markt auf. Die Banken sind überversorgt und die zur Verfügung stehende Liquidität geht weit über den Bedarf der Realwirtschaft hinaus. Es ist für die Banken auch lukrativer zu spekulieren als Firmen in leichten Schwierigkeiten in einem wirtschaftlich schwachen Umfeld Geld zu leihen. So werden die Preise von Energie und Lebensmittel und anderen Rohstoffen angefacht, respektive auf einem übertrieben hohen Niveau gehalten. Die Einkommen der Verbraucher konnten die vergangenen Jahre nicht mithalten und so kommen die Hersteller von Konsumprodukten und Anbieter von Dienstleistungen immer stärker unter Druck. Das Ergebnis: Deflation für Teile der Realwirtschaft und Inflation bei vielen Vermögenspreisen und Rohstoffen. Eine ungesunde Entwicklung aber trotzdem wird diese finanzielle Repression ("billiges" Geld), wegen der hohen Überschuldung, noch längere Zeit so bleiben.

Die jährliche Inflationsrate im €uroraum betrug im November 2013 0,9 %, gegenüber 0,7 % im Oktober. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,4 % betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug -0,1 % im November 2012. Der Rückgang der Inflation liegt in einem starken Maße an den Konsolidierungsbemühungen der Problemstaaten im €urosystem. Im November 2013 wurden die niedrigsten jährlichen Raten in Griechenland (-2,9 %), Zypern (-0,8 %) gemessen und die höchsten in Estland (2,1 %), Finnland (1,8%) und Deutschland (1,6%) (alle Daten von Eurostat). Der für europäische Zwecke berechnete Harmonisierte Verbraucherpreisindex für Deutschland ist im Jahr 2013 gegenüber 2012 voraussichtlich um 1,6 % gestiegen. Im Dezember 2013 hat sich der Harmonisierte Verbraucherpreisindex im Jahresvergleich voraussichtlich um 1,2 % erhöht, gegenüber November beträgt der Anstieg 0,5 %.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) meldet, dass sich der Verbraucherpreisindex in Deutschland im Jahresdurchschnitt 2013 gegenüber 2012 voraussichtlich um 1,5 % erhöht hat. Der Verbraucherpreisindex ist im Dezember 2013 gegenüber dem Vorjahresmonat voraussichtlich um 1,4 % gestiegen. Haushaltsenergie und Kraftstoffe legten um 1,1 %, Dienstleistungen um 1,4 % und Nahrungsmittel um 3,8 % zu - darunter Wohnungsmieten um 1,6 % (Nettokaltmiete). Damit bleibt der Preisauftrieb weiterhin auf einem moderaten Niveau. Gegenüber November 2013 nahmen die Verbraucherpreise um 0,4 % zu. Bei moderater Spekulation im Energie- und Lebensmittelsektor ist für die nächste Zeit mit geringen Preissteigerungen zu rechnen. Lesen sie dazu auch das Interview mit dem Präsident der Deutschen Bundesbank Jens Weidmann: Der Geldwert ist stabil. Ausnahmen werden dabei sicherlich die Stromkosten (Energiewende) und die Mietkosten (Immobilienspekulation in manchen Ballungszentren) sein.

Die Inflationsrate liegt immer noch deutlich über den Zinsen für sichere Einlagen im kurzfristigen bis mittelfristigen Bereich. Der Sparer wird also täglich ärmer, Lebensversicherungen, Pensionskassen und Regionalbanken (Sparkassen und Volksbanken wegen zu geringer Zinsmarge und den längerfristigen Refinanzierungskosten) werden Schwierigkeiten bekommen respektive haben sie schon. Im längerfristigen Bereich wirkt nicht nur die EZB sondern im besonderen Maße die anderen großen Notenbanken und der Markt. Es herrscht großes Misstrauen in der €uro-Zone und Angst im Süden. Der Norden der €uro-Zone mag dem Süden kaum Geld leihen und aus dem Süden flüchtet Geld in den Norden. Deshalb gibt es bei uns inzwischen Kredite mit langer Zinsfestbindung mit einem einmalig niedrigen Zins. Das feuert die Immobilienpreise in den Ballungszentren mit gut funktionierender Wirtschaft an. Eine weitere Folge sind dann wesentlich höhere Mieten. Auch der Aktienmarkt profitiert davon und zusätzlich werden Energie (besonders Strom) und Lebensmittel laufend teurer. Nicht wenige Menschen kommen damit immer stärker unter Druck. Sie werden gezwungen ihre Reserven aufzulösen, im Wohnungskomfort abzusteigen oder andere Einschränkungen zu akzeptieren. Die private Alterssicherung funktioniert nicht mehr richtig. Die individuelle Inflationsrate hängt stark von den eigenen Lebens- und Einkommensverhältnissen ab. Bei vielen liegt sie deutlich über 2 %. Sowieso gibt es keine einheitliche und stimmige Inflationsmessung und Bewertung. Auch über die Gestaltung der Warenkörbe kann man viel Inflation verschwinden lassen.

Leitzinsen

Die US-amerikanische Notenbank Fed hat dieses Jahr erneut die Leitzinsen nicht verändert, wie auch, sie liegen praktisch bei 0 % (variabel zwischen 0,25 und 0,00 %). Es wurden aber fleißig weiter amerikanische Staatsanleihen und Hypotheken-Papiere in einem monatlichen Umfang von 85 US-$ Milliarden aufgekauft ("QE": Quantitative Easing). Zusätzlich wurden und werden alle Einnahmen aus Zinsen und Tilgungen von früheren Einkäufen wieder im Markt angelegt - bevorzugt bei Staatsanleihen mit längeren Restlaufzeiten. Die Fed will jetzt den Aufkauf von Wertpapieren sukzessive drosseln (sog. "Tapering"), die Leitzinsen aber noch lange im heutigen Bereich belassen. Im ersten Schritt wird "QE" um 10 Milliarden reduziert (es schrumpfen die monatlichen Aufkäufe von Hypotheken-Papieren auf 35 Milliarden Dollar und die von Staatsanleihen auf 40 Milliarden Dollar). Wird auch möglich, da der US-Kongress die US-Regierung gezwungen hat die Neuverschuldung zu reduzieren. Letztendlich wird die finanzielle Repression also noch lange beibehalten. Sie wird aus heutiger Sicht nur nicht weiter ansteigen. Janet Yellen Janet Yellen hat jetzt Ben Bernanke, den Rekordhalter im Gelddrucken, in der Führung der US-amerikanische Notenbank abgelöst. Auch sie hat ein großes Faible die Druckmaschinen auf Hochtouren laufen zu lassen. Aber noch so viel Geld wird die Strukturschwächen der US-amerikanischen Wirtschaft nicht heilen. Es wird nur die Realwirtschaft über künstlich erzeugte Inflation weiter schädigen und anderen Zentralbanken den Weg zu einer vernünftigeren Geldpolitik verstellen.

Das erste Mal in 2013 senkte die Europäische Zentralbank EZB die Leitzinsen im Mai und zwar den Leitzins (Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des €uro-Systems) in der €uro-Zone auf 0,50 % (für Spitzenrefinanzierungsfazilität 1,00 % und für die Einlagefazilität 0,00 %). Im November erfolge eine zweite Leitzinssenkung. Seitdem beträgt nun der Leitzins in der €uro-Zone 0,25 % (für Spitzenrefinanzierungsfazilität 0,75 % und für die Einlagefazilität 0,00 %). Die Drohung der EZB im Notfall Staatsanleihen von Problemstaaten, nach Unterwerfung dieser Staaten unter vorgegebene Bedingungen, unbegrenzt aufzukaufen, besteht weiterhin. Diesbezüglich soll es im Laufe des Jahres zu einem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes kommen. Die EZB hat allerdings seit ihrer Drohung in 2012 und seit Draghi EZB-Chef ist (1.11.2011) keine einzige Anleihe aufgekauft. Banken können sich im €uro-System bis Mitte 2015 praktisch unbegrenzt Geld bei der EZB ausleihen. Die Anforderungen an die Sicherheiten sind dabei gering. Klassische Auktionen fallen bis dahin aus. Keine gute Strategie um die Abhängigkeit zwischen den Banken und ihren Staaten zu reduzieren. Auch nimmt damit der Druck in den Problemstaaten ab, die notwendigen Reformen zügig durchzuführen und dadurch die Staatsfinanzen in den Griff zu bekommen und die Konkurrenzfähigkeit wieder zu erlangen. Wegen zu geringen Renditen bei sicheren Geldanlagen können Firmen inzwischen in einem gehörigen Umfang eigene Anleihen emittieren. Das können in diesem Umfeld auch kleine und vorallem kranke Firmen. Manche Großkonzerne emittieren Anleihen in einem größeren Umfang und kaufen mit dem eingenommenen Geld eigene Aktien zurück. Keine gute Entwicklung; die Überschuldung wird dadurch weiter voran getrieben. Gleichzeitig beklagt man sich bei der EZB und bei anderen Notenbanken, dass so wenig von dem gedruckten Geld in der Realwirtschaft, besonders in den Problemstaaten / Problembereichen, ankommt. Man spielt angeblich sogar mit dem Gedanken einer negativen Einlagefazilität. Wird aber auch nichts nützen wenn die Strukturen in den Problemstaaten weiterhin schwach bleiben und es damit an Vertrauen fehlt. Sollte die Einlagefazilität negativ werden, werden diese Kosten eben an die Bankkunden weitergereicht werden. Es wird deshalb aber noch lange nicht in die Problemstaaten fließen. Zum anderen dürfen wir glücklich sein, dass dieses Geld nur in einem geringen Umfang in der Realwirtschaft (außerhalb der Rohstoffmärkten - hier herrscht schon eine zu hohe Inflation) landet. Die Inflation würde außer Rand und Band geraten.

Entwicklung der Umlaufrendite

Je länger die finanzielle Repression andauert, umso mehr Geld spart unser Finanzminister. Der Anteil der nur sehr niedrig verzinsten Staatsanleihen im Schuldentopf wird wegen der laufenden Refinanzierung mit jedem Tag größer. Die Gesamtbelastung hat inzwischen, trotz einer explosivartigen Vermehrung der Staatsschulden seit der Lehman-Pleite, abgenommen. Ein schwaches Bild gibt dabei die immer noch fehlende Tilgung ab. So hat unser Finanzminister es auch nicht mehr nötig den Sparern sichere Finanzprodukte anzubieten. Anfang 2013 wurde der Vertrieb von Bundesschatzbriefen eingestellt und sein flexibles Tagesgeld kann nur noch über Zinszahlungen von Bundespapieren gefüttert werden. Der Sparer ist also inzwischen vollständig der kranken Bankenwelt ausgeliefert. Noch in den neunziger Jahren finanzierte der Bund zeitweise mehr als 40 Prozent seiner neuen Schulden bei Kleinanlegern über die "Bundesschätzchen".

Entwicklung REXP In unser Bewertung zum Jahresende 2012 wurde schon auf das erhebliche Kursverlustrisiko bei Staatsanleihen hingewiesen. Die Entwicklung des REXP ( ) stellt eine eindeutige Warnung dar. Kaum noch etwas zu verdienen aber eine große Wahrscheinlichkeit viel zu verlieren. Die Gläubiger werden bestraft, die Schuldner belohnt. Die Zinsen für Tagesgelder liegen heute bei 0,3 %, Festgelder in einem 12-Monatsbereich bei 0,4 %. Viele Direktbanken bieten mehr. Der Zins kann dort für höhere Beträge bis zu 1 % und mehr betragen. Dann gibt es auch noch viele Lockangebote für Neukunden für kurze Laufzeiten und kleine Beträge. Der Sparer soll offensichtlich gezwungen werden ins Risiko zu gehen, um damit zu helfen die Schäden die durch die risikoreichen Spekulationen der Bankenwelt entstanden sind zu heilen. Allerdings bedeutet ein erhöhtes Risiko nicht unbedingt auch eine höhere Rendite. Die Gefahr von großen Ausfällen ist nicht gering. Man betrachte nur manchen "weinenden Goldjünger".

Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt)
und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
30.12.13 1,61 % 0,63 % 1,26 % 1,98 % 2,71 % 1,381
28.12.12 1,03 % 0,13 % 0,63 % 1,23 % 2,00 % 1,323
15.06.12 1,22 % 0,35 % 0,85 % 1,33 % 2,14 % 1,264
16.03.12 1,66 % 0,71 % 1,36 % 1,88 % 2,67 % 1,317
30.12.11 1,46 % 0,53 % 1,16 % 1,70 % 2,43 % 1,296
16.09.11 1,73 % 0,96 % 1,45 % 1,84 % 2,70 % 1,379
17.06.11 2,66 % 1,92 % 2,42 % 2,84 % 3,58 % 1,432
18.03.11 2,86 % 2,11 % 2,72 % 3,11 % 3,66 % 1,417
30.12.10 2,51 % 1,50 % 2,30 % 2,90 % 3,49 % 1,326
17.09.10 2,17 % 1,31 % 1,97 % 2,43 % 3,11 % 1.306
18.06.10 2,22 % 1,14 % 1,95 % 2,59 % 3,37 % 1,238
19.03.10 2,75 % 1,78 % 2,54 % 3,08 % 3,87 % 1,353
30.12.09 3,02 % 2,09 % 2,78 % 3,31 % 4,12 % 1,433
25.09.09 2,99 % 2,12 % 2,76 % 3,27 % 4,06 % 1,470
27.03.09 2,93 % 2,08 % 2,67 % 3,13 % 4,15 % 1,326
30.12.08 2,86 % 2,26 % 2,60 % 2,91 % 3,73 % 1,407
26.09.08 4,24 % 3,94 % 4,09 % 4,18 % 4,80 % 1,458
20.06.08 4,74 % 4,75 % 4,72 % 4,66 % 4,81 % 1,563
28.12.07 4,34 % 4,16 % 4,24 % 4,34 % 4,66 % 1,472
22.06.07 4,64 % 4,55 % 4,61 % 4,62 % 4,81 % 1,346
30.03.07 4,08 % 4,01 % 4,02 % 4,03 % 4,24 % 1,336
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

Trotz massivem Aufkauf ("QE") von Staatsanleihen durch die Fed sind die Zinsen auf Jahressicht in den USA erheblich gestiegen. Momentan rentieren US-Staatsanleihen (U.S. Treasuries) bei 2 Jahren (in Klammern die Vorjahreswerte) mit 0,38 % (0,25 %), bei 5 Jahren mit 1,74 % (0,75 %), bei 10 Jahren mit 3,03 % (1,71 %) und bei 30 Jahren mit 3,97 % (2,88 %). Der sogenannte Hafen der Sicherheit hat mit der Beruhigung in der €uro-Zone stark gelitten. Sollte es so weiter gehen, wird es einen erneuten Angriff auf den €uro geben und das "Tapering" wird eingestellt werden. Notfalls wird die Fed die gesamten US-Schulden aufkaufen und von der Festplatte löschen. Die Folgen daran tragen eh nicht die USA alleine sondern die gesamte Weltwirtschaft. Auch in Japan rotierten die Druckerpressen massiv. Es gab auf Jahressicht nur leichte Veränderungen (in Klammern die Vorjahreswerte). 2 Jahre Restlaufzeit bringen 0,08 % (0,10 %), 5 Jahre 0,24 % (0,19 %), 10 Jahre 0,73 % (0,79 %) und 30 Jahre 1,73 % (1,98 %). Höhere Renditen werden, bei höherem Risiko, in Südeuropa geboten. Sollte sich dort die Lage weiter beruhigen kann man zusätzliche Kursgewinne einstreichen.

baer45: Auch wenn die Bewältigung der Schuldenkrise noch weit länger als ein Jahrzehnt dauern wird und damit auch die Zinsen noch lange niedrig bleiben werden, erleben wir trotzdem bei Bundesanleihen eine Blase. Mit ihnen verdient man nicht genug um die Inflation auszugleichen. Es liegen also massive Fehlallokationen vor. Diese Fehlbewertungen ziehen sich durch den gesamten Rentenmarkt. Eine Korrektur an den Anleihemärkten wäre also alles andere als verwunderlich!

€uro/US-$

Ein ereignisreiches Jahr geht zu Ende. Das Geschäftsmodell Zypern scheiterte auf ganzer Linie und riss nicht nur das Bankensystem zu Boden. Europaweit höchste Zinssätze auf Einlagen, "erwirtschaftet" in Griechenland und die entsprechende Höhe beibehalten, auch nach dem griechischen Schuldenschnitt (Hair-Cut) und der explosivartigen Steigerung von Pleiten von Kreditnehmern in Griechenland. Man hoffte, im Pleitefall würden die anderen €uro-Zonenmitglieder das Schwarzgeldparadies schon retten und alles tragen. Es kam aber zu einer massiven Beteiligung der Besitzer und Gläubiger. Es wurden auch die Einlagen von Kunden mit herangezogen. Anfänglich sollten alle gleichgewichtig beteiligt werden, später wurden dann Einlagen unter 100.000 € ausgenommen. War keine glorreiche Idee. Das Schwarzgeld hatte sich zwischenzeitlich schon weitgehend in Sicherheit gebracht und so traf es die Einlagen zypriotischer Firmen überproportional. Die Folge: Die Kleinsparer behielten ihr Erspartes, verloren aber ihren Arbeitsplatz. Viele Firmen überlebten diese Belastung nicht und so erlitt die Wirtschaft außerhalb der überdimensionierten Finanzbranche schnell große Verluste.

Griechenland hat man immer noch nicht in die Pleite entlassen und so führt Griechenland uns weiter am Nasenring durch die Arena. Ein weiteres Hilfspaket ist jetzt angeblich nicht mehr notwendig nachdem man noch vor kurzem einen weiteren Schuldenschnitt gefordert hatte. Ende 2014 will sich Griechenland, laut Wirtschaftsminister Konstantinos Chatzidakis, wieder an die Märkte wenden um seinen Geldbedarf zu decken. Am 1. Januar hat Griechenland die EU-Ratspräsidentschaft übernommen. Im Mai sind Europawahlen. Erfolge kann Samaras also dringend brauchen. Es könnte also auch ein großer Bluff sein und im Sommer stellt man wieder grobe Buchhaltungsfehler fest. Und was die Griechen unter Märkten verstehen haben sie noch nicht kundgetan. Sehr wahrscheinlich sollen griechische Banken die Staatsanleihen aufkaufen und diese als Sicherheit bei der EZB für neue Kredite hinterlegen. Ein Modell, das in Europa überhand nimmt. Es wird also Zeit, dass die EZB die Überwachung der Banken übernimmt und derartige Spielchen begrenzt.

Entwicklung des Verhältnisses €/US-$

Mit dem Jahreswechsel 2013/2014 ist Lettland (zwei Millionen Einwohnern) als 18. Land der €uro-Zone beigetreten. Die europäische Gemeinschaftswährung löst den lettischen Lats ab. Die Regierung der Baltenrepublik verbreitet Begeisterung - in der Bevölkerung hält sie sich deutlich in Grenzen. Auch Lettland war nicht von der Finanzkrise verschont worden. Zwischen 2008 und 2010 brach die Wirtschaftsleistung um 20 % ein. Die Baltenrepublik konnte nur durch Hilfskredite der EU und des Internationalen Währungsfonds (IWF) vor dem Staatsbankrott gerettet werden. Heute sind Haushalt und Wirtschaft, nach einem radikalen Spar- und Reformprogramm, wieder auf Kurs. Lettland erfüllt die Beitrittsbedingungen und ist das wachstumsstärkste Land in der EU, leidet aber unter hoher Abwanderung. Es wäre wahrscheinlich besser generell den Zeitraum für die Prüfungsphase, während der die Beitrittsbedingungen erfüllt werden müssen, zu verlängern.

Wirtschaftsentwicklung im Euroraum

Die Krise ist noch lange nicht überwunden, aber viele Staaten haben den richtigen Weg eingeschlagen. Im Laufe des Jahres 2013 hat sich die Wirtschaftslage im Euroraum deutlich verbessert. Im 2. Quartal hat der €uroraum als Ganzes die seit Ende 2011 andauernde Rezession überwunden und ist im Vergleich zum 1. Quartal um + 0,3 % gewachsen. Im 3. Quartal 2013 hielt der positive Trend an; das quartalsweise Wachstum fiel mit + 0,1 % erwartungsgemäß etwas geringer aus. Die Binnennachfrage folgt demselben Muster. Sowohl der private Konsum als auch die Investitionen weisen seit dem 2. Quartal 2013 wieder einen Aufwärtstrend auf. Die EU-Kommission erwartet zum Ende des Jahres 2013 und im Verlauf des Jahres 2014 eine sukzessive Steigerung des quartalsweisen BIP-Wachstums auf + 0,5 % im 4. Quartal 2014. Für das Gesamtjahr 2013 impliziert dieses Wachstumsprofil einen Rückgang des realen BIP um -0,4 %; für 2014 prognostizieren Internationaler Währungsfonds (IWF) und EU-Kommission ein Wachstum des realen BIP von rund + 1 %. Die EU-Kommission erwartet, dass die Rückkehr von Vertrauen bei Unternehmen und Haushalten weiter positiv auf Investitionen und Konsum wirkt und im Ergebnis die Binnennachfrage im Jahr 2014 der wesentliche Wachstumstreiber sein wird. Für 2015 erwartet die EU-Kommission, dass die in vielen Mitgliedstaaten eingeleiteten Strukturreformen zunehmend ihre Wirkung entfalten und zu einem stärkeren Wachstum von + 1,7 % beitragen.

Haushaltsdefizite im Euroraum

Im Höhepunkt der Weltwirtschaftskrise stieg das durchschnittliche gesamtstaatliche Haushaltsdefizit im Euroraum 2009 auf 6,4 % des BIP an. Mit Finnland, Estland und Luxemburg lagen 2009 nur drei Euro-Länder unter dem 3-%-Referenzwert des Maastricht-Vertrages. Demgegenüber verzeichneten vier Mitgliedstaaten (Griechenland, Portugal, Irland und Spanien) Defizite von über 10 % des BIP, das höchste Defizit im Jahr 2009 wurde mit 15,7 % des BIP in Griechenland registriert. In Irland stieg das Defizit, bedingt durch die Turbulenzen im Banksektor, 2010 vorübergehend auf 30,6 % des BIP an. Seit 2009 wurden die gesamtstaatlichen Haushaltsdefizite deutlich zurückgefahren. 2012 lag das durchschnittliche Defizit im Euroraum bei 3,7 % des BIP; für 2013 prognostiziert die EU-Kommission 3,1 %. Im Jahr 2014 soll das Defizit im Euroraum als Ganzes laut Prognose der EU-Kommission 2,5 % des BIP betragen und somit erstmals seit 2008 wieder unter den 3-%-Referenzwert fallen. Die Erfolge bei der Defizitrückführung sind insbesondere vor dem Hintergrund der angespannten wirtschaftlichen Lage bemerkenswert und reflektieren die von den Mitgliedstaaten erbrachten strukturellen Konsolidierungsleistungen. Lesen Sie dazu den kompletten Monatsbericht Dezember des BMF.

In diesem Jahr stehen erste Schritte zur Schaffung der Bankenunion an. So wie es aussieht wird es nicht zu einer Vergemeinschaftung der Bankenrisiken kommen. Als erstes müssen immer noch die Nationalstaaten für ihre Banken haften und Europa hilft erst unter Bedingungen wenn dem jeweiligen Staat die Luft ausgeht. Sicherlich ein richtiger Schritt, wenn man sieht wie eng Staaten und ihre Banken immer noch verflochten sind. Sie stellen in den Problemstaaten immer noch den Finanzierer ihrer Staatschulden, mit Umweg über die EZB, dar. Die dieses Jahr anstehende Bewertung der Bankenrisiken wird uns sicherlich eine genauere Einsicht erlauben. Zypern steht dabei teilweise als Modell potentieller Bankenabwicklungen. Auch hier soll, wie in den USA, das sogenannte Trennbankensystem eingeführt werden. Propagandistisch wird dabei verbreitet, dass Banken nur noch im Auftrag iher Kunden spekulieren dürfen, also nicht mehr auf eigene Rechnung. In den Vorschlägen gibt es allerdings schon jetzt derartig viele Weichmacher ("dürfen alles tun was im Interesse ihrer Kunden ist), dass es wahrscheinlich nur zu einer zusätzlichen überflüssigen Bürokratie reicht.

Auch dieses Jahr gibt es viele Risiken für die Entwicklung des €uros. Frankreich bekommt seine strukturellen Probleme nicht so richtig in den Griff, Italien verliert die Lust an der Behebung weiterer struktureller Schwächen und dieses Jahr will Katalonien über seine Unabhängigkeit eine Volksabstimmung veranstalten. Trotz aller Schönmalerei droht Griechenland und damit auch Zypern immer noch die Staatspleite. Aus politischen Gründen allerdings frühestens in der 2. Jahreshälfte.

baer45: Die "€uro-Krise" ist alles andere als bewältigt. Sie kann jederzeit wieder virulent werden. Gleichzeitig haben die großen Konkurrenten am Weltmarkt (USA, Japan, Großbritannien, ...) ein Interesse an einer eigenen schwachen Währung. Die USA wollen ihre Staatsschulden erneut wieder in einem größeren Umfang exportieren und nicht gänzlich durch ihre Notenbank aufkaufen lassen. Eine kurzfristige Prognose zum Verhältnis €uro/US-$ ist deshalb unmöglich. Nur eins ist sicher: Der "Währungskrieg" ist noch lange nicht vorbei!

Leichtes Rohöl

Die Banken und ihre Töchter kommen wegen ihrer Spekulation bei Lebensmittel immer stärker unter Druck. Dabei ist die Spekulation beim Rohöl ethisch mindestens so verwerflich wie die direkte Spekulation mit Lebensmittel. Ohne Rohöl wären wir gar nicht in der Lage die Menschheit nur ansatzweise zu ernähren. Die moderne Landwirtschaft ist nämlich ungeheuer energieintensiv. Wir schwimmen zwischenzeitlich im Rohöl. Die USA wollen demnächst sogar zum Exporteur von Rohöl und Erdgas werden. Es ist noch nicht so lange her, das waren sie der größte Importeur. Und momentan sieht es auch noch so aus, dass in absehbarer Zeit die Handelsbeschränkungen gegenüber dem Iran fallen könnten. Und was tut der Rohölpreis. Er bleibt, in einer koordinierten Aktion der Banken und ihrer Töchter oder verschwägerten Hedgefonds und etlichen Förderländern, oben. Die Zwischenlagerung auf Öltankern ist inzwischen größer als die Menge die mit Tankern transportiert wird. Finanziert wird diese Zwischenlagerung auch durch das billige Geld der Notenbanken. Ähnliches gilt für Industriemetalle. Dann machen die Banken auch noch ein nettes Geschäft mit dem Verkauf von Derivaten auf diesem Gebiet, das dann zusätzlich die Preise bei Lebensmittel, Rohöl und anderen Rohstoffen anfeuert. Der angebliche Schutz vor der Inflation über den Kauf von Rohstoffderivaten feuert sie erst richtig an. Manipulierte Märkte von Rohstoffen bis Zinsen. Die Finanzwirtschaft treibt ihr Unwesen fröhlich weiter und die Politik schaut zu.

Entwicklung des Rohölpreises

Preisbestimmend ist in den USA das West Texas Intermediate (auch WTI) Rohöl. Es ist ein leichtes, süßliches und sehr dichtes Rohöl. Durch seinen u. a. geringen Schwefelgehalt eignet es sich besonders für die Mineralöl-Raffinierung und die Herstellung von Benzin. Der mit Abstand größte Handelsplatz für WTI-Öl befindet sich in New York, an der "New York Mercantile Exchange" (NYMEX). Die Regularien dieser Börse sind für den Handel bestimmend. Im mittleren Westen, in Cushing ist der Nabel der WTI-Verteilung. Hier kreuzen sich die Pipelines und es befinden sich auch hier die großen US-Lagerstätten, welche momentan ansteigen. Zusätzlich wird auf dem nordamerikanischen Kontinent fleißig Erdöl aus Ölsand gewonnen und seit einiger Zeit liefert "Hydraulic Fracturing" (Fracking; hydraulisches Aufbrechen) Unmengen an Rohöl und Erdgas. Bei Fracking und den Ölsanden ist der Aufwand der Förderung wesentlich höher als bei der klassischen Förderung.

Brent Crude und WTI im 4-Jahres-Verlauf

Für Europa ist der Preis der Nordsee-Öl-Sorte Brent Crude maßgeblich. An ihm orientieren sich die Preise aus der arabischen Welt, aus Russland und früheren Sowjetrepubliken. Sie gilt als vergleichbar mit diesen Sorten und besitzt einen etwas höheren Schwefelgehalt als das nordamerikanische WTI-Öl. Der etwas höhere Schwefelgehalt hat zur Folge, dass Brent Crude Öl eine leicht schlechtere Verarbeitungsqualität als WTI-Öl besitzt. Brent Crude wird hauptsächlich in London an der Intercontinental Exchange (ICE) gehandelt. Die Regularien sind wesentlich lascher als an der NYMEX und damit ist die Spekulation "billiger". Die Preise für beide Rohölsorten waren, bis zum Beginn 2011, praktisch immer gleich. Es gab nur temporär leichte Abweichungen, üblicherweise überschritt die Differenz kaum zwei US-$. Im Laufe des Jahres näherten sich beide Ölsorten im Preis stark an. Sofort wurden fleißig Wetten abgeschlossen ob es zu einer Vereinigung der Preise käme. Und schon liefen die Preise wieder auseinander. Fundamentale Gründe bei der Preisgestaltung von Rohöl spielen, wie die Analysten Yasunari Inamura, Tomonori Kimata, Takeshi Kimura und Takashi Muto in einer Studie bewiesen haben, eine immer geringere Rolle: Sie konnten statistisch unter anderem einen eindeutigen Zusammenhang zwischen negativen Realzinsen in weiten Teilen der Welt und steigenden Rohstoffpreisen herstellen. Die spekulativen Impulse ließen sich zudem an der in den vergangenen Jahren stark zugenommenen Anzahl an Terminbörsen offen stehender und gehandelter Kontrakte, vieler neuer Rohstofffonds sowie einer stark zugenommenen Korrelation zwischen Portfolioumschichtungen und dem Preisauftrieb bei Rohstoffen ableiten. So wünschte sich z.B. Saudi-Arabien vor einigen Jahren einen Ölpreis von 80 US-$ pro Fass. Wie man sieht haben sie das, unter starker Mithilfe der Finanzwirtschaft ("im Interesse ihrer Kunden") auch erreicht. Dabei waren ihre Helfer mit ihnen so erfolgreich, dass sie das Ziel 80 sogar in €uro erreicht haben. Für Angelsachsen besteht geistig eh Parität zwischen €uro und US-$.

Brent Crude in €uro

2009 kostete die durchschnittliche Rohölförderung 7,7 US-$ je Fass. In Russland, der Nordsee und Alaska bewegten sich die Förderkosten um die 15 US-$ je Fass. Nur bei den kanadischen Ölsanden kam die Deutsche Bank damals auf Förderkosten von 28 US-$ je Fass. Sie rechnete deshalb damit dass der Ölpreis unter 20 US-$ je Fass fallen könnte - eine Katastrophe für alle Rohstoffspekulanten die auf hohe Preise gesetzt hatten. Wie man sieht konnte die massive Gegenwehr der Notenbanken dies verhindern und den Ölpreis noch über Stand des Vorkrisenpreises katapultieren. Neben den negativen Realzinsen muss der normale Bürger eben auch noch das Finanzsystem über überhöhte Rohstoffpreise stützen. Auch wenn der Rohölpreis 2013 nichts zur Inflation beigetragen hat, muss man die Preiserhöhung auf Sicht von mehreren Jahren berücksichtigen. Fast ein Preisverdopplung welche alle Verbraucher wesentlich ärmer gemacht hat.

baer45: Der Rohölpreis wird in einem sehr starken Maße, so wie bei vielen anderen Rohstoffen, mehr durch die Spekulation mit dem billigen Geld der Notenbanken als durch fundamentale Daten und politische Ereignisse bestimmt. Sollte die Stimmung gut bleiben und die Weltwirtschaft sich so entwickeln wie allgemein erwartet, wird er trotz Rohölschwemme steigen. Drohen "dunkle" Ereignisse wird sein Preis schneller fallen als irgendwelche andere Preise. Die Finanzbranche und andere Spekulanten wollen dann nämlich die Schäden begrenzen und sich schnell in Sicherheit bringen.

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Nach den aktuellen Schätzungen schreibt kein Teilnehmer im DAX® Verluste. Deshalb sind KGV(1) und KGV(2) gleich. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®. Ob man allerdings schon ein KGV von 15,4 (Gewinnrendite 6,5 %) im Angesicht der schon seit Jahren und sehr wahrscheinlich noch sehr lange herrschenden Niedrigzinsphase als "fair" bezeichnen darf, darf inzwischen mit Recht bezweifelt werden?!

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
30.12.139552,162,91 %??,?12,712,7
21.12.127636,233,51 %15,410,710,7
15.06.126229,414,43 %15,49,29,2
16.03.127157,823,62 %15,410,910,9
16.12.115701,784,48 %15,49,09,0
16.09.115573,514,60 %15,48,28,2
17.06.117164,053,61 %15,410,810,8
18.03.116664,403,11 %15,410,310,3
17.12.106982,452,82 %15,410,910,9
17.09.106209,763,20 %15,411,311,3
18.06.106216,983,24 %15,412,112,0
19.03.105978,223,56 %15,412,712,6
30.12.095957,433,64 %15,413,213,1
25.09.095581,413,89 %15,415,012,9
27.03.094203,556,51 %15,49,19,1
30.12.084810,205,56 %15,48,28,2
26.09.086063,504,28 %15,410,710,6
20.06.086578,443,89 %15,410,910,8
28.12.078067,322,50 %15,412,812,8
22.06.077949,632,53 %15,415,015,0
30.03.076917,032,64 %15,413,313,3
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

Trotz 3 Ausfällen (COMMERZBANK, LUFTHANSA und THYSSENKRUPP - Gewicht im DAX®: 3,05 %) an Dividendenzahlungen erhöhte sich die absolute Summe im Vergleich zum Jahr 2012. Die Dividendenrendite ist, trotz erheblichen Kursgewinnen, mit 2,91 % noch immer erheblich. COMMERZBANK führte am 24.04.2013 einen Reverse Split von 10 zu 1 (aus 10 Aktien wurde eine) durch um nach dieser kosmetischen Operation im Mai eine Kapitalerhöhung durchzuführen. Sollte die Weltwirtschaft die nächsten Monate wirklich so gut wie allgemein erwartet laufen, wird die Ausschüttungssumme sehr wahrscheinlich steigen. Mehr als die Hälfte der Unternehmen hat eine höhere Ausschüttung angekündigt.

Auf Jahressicht veränderte sich der Anteil der 10 größten Aktiengesellschaften am DAX® kaum. Er beträgt jetzt 66,79 % gegenüber 66,81 % im Vorjahr. SIEMENS tauschte die Führung mit BAYER und LINDE ersetzte E.ON in der Rangliste der größten Zehn. Das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS) nahm auf Jahressicht leicht ab. Es beträgt momentan 22.44 % (letztes Jahr 23,17 %). Der undurchsichtige Finanzsektor (ALLIANZ, COMMERZBANK, DEUTSCHE BANK, DEUTSCHE BOERSE, MUENCH.RUECKVERS.) veränderte sich auf Jahressicht nur wenig. Er beträgt momentan 17,51 % und ist immer noch weit von der früheren Größe entfernt (im Vorjahr 17,30 %). Das gewichtete KGV dieses Sektors beträgt nun 9,9, höher als vor einem Jahr mit 8,42. Die weitere Beruhigung an den Finanzmärkten spiegelt sich in dieser Verbesserung. Allerdings ist das KGV des Gesamtindexes etwas schneller gestiegen. Das Misstrauen der Spekulanten gegenüber der Finanzbranche und das Misstrauen innerhalb der Finanzbranche ist also immer noch erheblich und das sicherlich mit gutem Recht.

Die Auftragslage in der deutschen Industrie ist weiterhin sehr gut und vieles spricht dafür, dass die Wirtschaft in 2014 gut laufen wird, noch besser als 2013. Der Punktestand des DAX® hat seit letztem Jahr um insgesamt 25,48 % zugelegt und die I/B/E/S-Schätzungen für 2014 (für den gleichen Zeitraum) legten um 18,7 % zu. Mit einem KGV von 12,7 ist der DAX® immer noch billig, unabhängig davon ob ein faires KGV bei 15,4 oder gar noch höher liegt. Kurz vor Jahresschluss legte er ein neues Allzeithoch aufs Parkett.

Entwicklung des DAX®

Beim Vergleich mit anderen Indizes muss man allerdings berücksichtigen, dass der DAX® ein sogenannter Performanceindex ist, das heißt, die Dividenden fließen mit in die Berechnung des Punktestandes ein. Die überwiegende Mehrzahl der anderen Indizes sind sogenannte Preisindizes, auch Kursindex genannt. Die großen US-amerikanischen Indizes (alles Preisindizes) haben 2013 besser abgeschnitten. Auf Jahressicht konnte sich der Dow Jones Industrial Average (DJIA) um rund 26,2 % verbessern - das größte Plus seit 1995 (Allzeithoch in 2013). Der S&P 500 stieg seit Jahresbeginn um rund 29,3 %, was das beste Börsenjahr seit 1997 darstellt (Allzeithoch in 2013). Die Nasdaq 100 schoss sogar um 39,1 % in die Höhe, womit das Technologie-Barometer den stärksten Anstieg in einem Jahr seit 2009 erlebte. Der DAX®-Kursindex hat, ebenso wie nicht wenige seiner Mitglieder, noch immer nicht ein neues Allzeithoch erreicht. Er hat z.B. gegenüber den US-Indizes noch einen großen Nachholbedarf.

Der DAX® lief 2013, nach einer kurzen Seitwärtsphase, wie an einem Schnürchen gezogen nach Norden. Größere Einbrüche blieben aus. Auch für 2014 werden von der überwiegenden Mehrzahl der Analysten weitere Kurssteigerungen erwartet. Fundamental ist auch noch viel Luft nach oben, psychologisch befindet er sich jedoch schon auf einem sehr hohen Niveau. Und die Kurse werden auch nicht bei uns, sondern jenseits des großen Teiches gemacht.

baer45: Bleiben nächstes Jahr größere Turbulenzen im politischen und finanztechnischen Sektor aus und die weltwirtschaftlichen Prognosen treffen nur ansatzweise zu, sollte die Marke von 10000 und mehr für den DAX® keine unüberwindliche Hürde darstellen. Bis jetzt haben die Investierten sehr hohe "Gewinne" in ihren Büchern, die sie sicherlich nicht leichtsinnig aufs Spiel setzen wollen. Größere Störungen können also heftige Turbulenzen auslösen, wobei dann das billige Geld der Notenbanken keine Versicherung gegen größere Abstürze wäre. Allerdings stellt dieses billige Geld weiterhin einen stabilen Boden dar, der auch für 2014 größere Abstürze aus geringem Anlass verhindern kann.

Renditen im DAX® bei langfristiger Anlage

Im Mai 2004 beschäftigten wir uns das erste Mal ausführlich mit der Problematik der langfristigen Spekulation. Seitdem führen wir unsere Tabelle bezüglich Renditen bei langfristigen DAX®-Anlagen weiter und erweitern sie um einen virtuellen Ausstieg am 30.12.2013 (Tagesschlusskurs). Der Einstiegszeitpunkt war jeweils am Jahresanfang:

Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)19901995200020052010
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,14 7,917,077,213,513,98-25,15-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,11 9,058,568,975,727,40-12,54-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,09 8,998,508,885,837,40-8,85-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,67 9,659,349,847,079,09-3,6326,32-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.06: 
6,006,596,569,06 10,089,8810,457,8910,11-0,3324,09-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 28.12.07: 
6,326,776,959,44 10,5010,3911,008,6511,002,2623,51-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.08: 
5,075,365,357,50 8,177,597,775,276,17-3,702,90-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.09: 
5,425,745,787,94 8,668,208,456,137,27-1,246,79-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.10: 
5,625,966,028,16 8,898,498,776,587,800,228,2814,40
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.11: 
5,185,475,477,46 8,067,537,685,516,33-1,124,65-1,25
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 28.12.12: 
5,595,915,977,98 8,658,248,466,447,480,937,437,99
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.13: 
5,936,286,388,40 9,118,799,077,178,362,519,3112,14
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr: 1000)
ACHTUNG: Die ausgewiesene Rendite ist immer ein Zinseszins! Gilt auch für negative Renditen.

Es ist ersichtlich, dass der Einstiegs- und der Ausstiegszeitpunkt auch bei der langfristigen Anlage nicht unerheblich ist. Das Gegenteil behaupten nur Verkäufer von Finanzprodukten. Sie wollen ihren Laden nicht immer wieder schließen müssen. Dann gibt es noch viele geistig Minderbemittelte die deren Verkaufsargumente einfach nachplappern. Es ist auch empfehlenswert temporär überhaupt keine Aktien zu besitzen. Das kann die Rendite erheblich heben (Michael O'Higgins). Ein akzeptables "Timing" ist und bleibt das A und O der Aktienanlage.

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1EOANE.ON SE NA8,20 %
2RWERWE AG ST O.N.7,52 %
3SDFK+S AG NA O.N.6,26 %
4DTEDT.TELEKOM AG NA5,63 %
5MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.4,37 %
6DAIDAIMLER AG NA O.N.3,50 %
7DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.3,49 %
8ALVALLIANZ SE VNA O.N.3,45 %
9BASBASF SE NA O.N.3,36 %
10SIESIEMENS AG NA3,02 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11BMWBAY.MOTOREN WERKE AG ST2,93 %
12DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.2,64 %
13DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.2,16 %
14LXSLANXESS AG2,06 %
15BAYNBAYER AG NA1,86 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM AG NA12,430
2EOANE.ON SE NA13,415
3SDFK+S AG NA O.N.22,375
4RWERWE AG ST O.N.26,605
5DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.60,200

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6DAIDAIMLER AG NA O.N.62,900
7BASBASF SE NA O.N.77,490
8SIESIEMENS AG NA99,290

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1BAYNBAYER AG NA10,09 %
2SIESIEMENS AG NA9,72 %
3BASBASF SE NA O.N.8,79 %
4DAIDAIMLER AG NA O.N.7,74 %
5ALVALLIANZ SE VNA O.N.7,30 %
6SAPSAP AG O.N.7,04 %
7DTEDT.TELEKOM AG NA4,65 %
8DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.4,36 %
9VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.3,62 %
10LINLINDE AG O.N.3,48 %

Einzelergebnisse 2013

Rang Gesellschaft Kurs am
28.12.2012
Kurs am
30.12.2013
Dividende
(2013)
Ergebnis(1)
1 CONTINENTAL AG O.N. 87,590 159,400 2,25 84,55%
2 DEUTSCHE POST AG NA O.N. 16,600 26,500 0,70 63,86%
3 DAIMLER AG NA O.N. 41,320 62,900 2,20 57,55%
4 DT.TELEKOM AG NA 8,595 12,430 0,70 52,76%
5 BAYER AG NA 71,890 101,950 1,90 44,46%
6 ADIDAS AG NA O.N. 67,330 92,640 1,35 39,60%
7 HENKEL AG+CO.KGAA VZO 62,200 84,310 0,95 37,07%
8 DEUTSCHE BOERSE NA O.N. 46,210 60,200 2,10 34,82%
9 MERCK KGAA O.N. 99,830 130,250 1,70 32,17%
10 FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. 87,100 111,600 1,10 29,39%
11 ALLIANZ SE VNA O.N. 104,800 130,350 4,50 28,67%
12 INFINEON TECH.AG NA O.N. 6,129 7,760 0,12 28,57%
DAX® 7612,39 9.552,160 25,48%
13 SIEMENS AG NA 82,200 99,290 3,00 24,44%
14 MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N. 136,000 160,150 7,00 22,90%
15 HEIDELBERGCEMENT AG O.N. 45,830 55,150 0,47 21,36%
16 VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 172,150 204,150 3,56 20,66%
17 BAY.MOTOREN WERKE AG ST 72,930 85,220 2,50 20,28%
18 BEIERSDORF AG O.N. 61,880 73,640 0,70 20,14%
19 LINDE AG O.N. 132,000 152,050 2,70 17,23%
20 BASF SE NA O.N. 71,150 77,490 2,60 12,57%
21 COMMERZBANK AG(2) 10,699 11,710 0,00 9,45%
22 LUFTHANSA AG VNA O.N. 14,240 15,420 0,00 8,29%
23 DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 32,950 34,675 0,75 7,51%
24 SAP AG O.N. 60,690 62,310 0,85 4,07%
25 E.ON SE NA 14,090 13,415 1,10 3,02%
26 FRESEN.MED.CARE KGAA O.N. 52,310 51,730 0,75 0,32%
27 THYSSENKRUPP AG O.N. 17,760 17,690 0,00 -0,39%
28 RWE AG ST O.N. 31,240 26,605 2,00 -8,43%
29 LANXESS AG 66,270 48,475 1,00 -25,34%
30 K+S AG NA O.N. 35,000 22,375 1,40 -32,07%
(1): Ins Ergebnis fließt die Dividende 2013 ein, nicht jedoch die Dividende vom Vorjahr.
       Es wird von einem Kauf am 28.12.2012 ausgegangen.
 
(2): Wegen Reverse Split und Kapitalerhöhung in 2013 neu errechneter Kurs für 2012.

Auch dieses Jahr war es schwierig Verluste zu schreiben. Auf Jahressicht haben nur THYSSENKRUPP, RWE, LANXESS und K+S Verluste geschrieben. 12 Aktien waren besser als der DAX®, 6 weitere lagen in Schlagweite. Man brauchte nicht sehr viel Glück um den Index zu schlagen.

      baer45 wagt keine Prognose
      wünscht aber allen Lesern viel Glück bei ihren Spekulationen im Neuen Jahr

Analysten-Prognose: So wird 2014

Und weil es immer wieder so lustig ist, wieder einmal Prognosen der Finanzinstitute (Quelle: Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)). Alle Prognosen beziehen sich auf den Jahresendstand 2014 und auf die Mitte 2014. Da die Banken für 2013 erneut zu pessimistisch waren, schätzen sie jetzt die Zukunft erneut rosiger ein. Auch das Verhältnis €uro in US-$ wurde alles andere als annähernd richtig geschätzt. Die Richtung des Trends in den Vorhersagen stimmte. Das ist nicht weiter überraschend, da nur wenige Analysten wagen eine Trendumkehr zu prognostizieren. Die überwiegende Mehrheit schreibt einen Trend immer nur weiter fort.

Banken DAX®-Stand in Punkten Preis des €uros in US-$
Mitte 2014Ende 2014Mitte 2014Ende 2014
Allianz SE9800100001,301,30
Bayern LB950097001,321,28
Berenberg940098001,351,30
BHF-Bank -10300 - 1,25
BNP Paribas 960010100 1,26 1,23
Commerzbank -10200 1,31 1,28
Dekabank 970010000 1,28 1,25
Deutsche Bank -11000 - 1,15
DWS -10150 - 1,28
DZ Bank 960010200 1,32 1,27
Goldman Sachs - - - 1,40
Helaba 95008900 1,30 1,20
HSBC Trinkaus -9600 1,33 1,28
HSH Nordbank 85009500 1,34 1,35
Hypo Vereinsbank 100009700 1,36 1,40
J.P. Morgan -10200 1,32 1,30
LBBW 9800 9800 1,33 1,30
M.M.Warburg 9900 10400 1,32 1,30
Nomura - 10670 1,30 1,20
Santander Consumer Bank 1000010500 1,30 1,30
Société Générale 900010200 1,30 1,25
UBS 1020010800 1,30 1,25
WGZ Bank 980010300 1,32 1,30
Durchschnitt 962010092 1,31 1,28
Aktuell (30.12.2013)9552,16 1,38
Umfragewerte (FAZ) für 201376188069 1,29 1,28
Quelle: Unternehmensangaben - eigene Recherchen der FAZ.


Sehr selten treffen die Vorhersagen der Banken ein. Es ist also nicht unwahrscheinlich, dass es entweder wesentlich besser oder schlechter laufen wird. Man bleibt eben für seine Spekulationen und die damit einhergehenden Einschätzungen selbst verantwortlich.

Handelskalender 2014

An der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse wird im Jahr 2014 von Montags bis Freitags außer am 1. Januar (Neujahr), 18. April (Karfreitag), 21. April (Ostermontag), 1. Mai(Tag der Arbeit), 3. Oktober (Tag der Deutschen Einheit), 24. Dezember (Heiligabend), 25. Dezember (1. Weihnachtstag), 26. Dezember (2. Weihnachtstag) und am 31. Dezember (Silvester) gehandelt. Der Handel auf Xetra® läuft von 9.00 bis 17.30 Uhr. In Xetra findet die Eröffnungsauktion bereits ab 8.50 Uhr statt; die Schlussauktion ab 17.30 Uhr.


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