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01.01.2011: DAX®-Bewertungen

Bewertung zum 17.12.2010
und
Jahresendbetrachtung zum 30.12.2010

Prosit 2011

Saufen wir uns die Welt schön und malen alles in einem schönen freundlichen Blau an, denn die Schuldenkrise ist alles andere als überwunden. Neben den Finanzkonzernen ächzen inzwischen auch viele Staaten unter der Schuldenlast. Diese Gelegenheit haben sich US-Patrioten nicht entgehen lassen und eine riesige Propagandalawine gegen die €urozone losgetreten. Der Versuch der €urozone, das Wachstum der Staatsverschuldung auszubremsen, würde ein schlechtes Licht auf die USA werfen. Auch gilt es am Anleihemarkt besser als andere Kranke angesehen zu sein. Es ist nämlich nicht genug für alle da!

Die Wirtschaft floriert in großen Teilen Nordeuropas, Asiens und Südamerikas. In den USA kommt die wirtschaftliche Entwicklung trotz massivem Gelddruckens nicht aus den Puschen. Ohne die riesigen staatlichen Stimulations-maßnahmen würde dort immer noch negatives Wachstum vorherrschen. Trotz dieses riesigen Geldeinsatzes braucht es umfangreiche hedonistische Tricks in der US-Statistik um überhaupt ein Wachstum auszuweisen.

Billiges Geld seitens der Notenbanken ist immer noch ausreichend vorhanden. So macht es der Spekulation keine Mühe Lebensmittel-, Rohstoff-, und Energiepreise in die Höhe zu treiben. In einigen Schwellenländern droht die Inflation schon aus dem Ruder zu laufen. Und was tut die Politik? Reguliert sie die Finanzmärkte und das Banken(un)wesen? Nein, sie schaut zu und hofft!

Der DAX® profitiert von der sehr guten wirtschaftlichen Entwicklung in Deutschland und vielen Schwellenländern. Er lässt seine größeren europäischen Konkurrenten weit hinter sich. Seit unserer letzten Bewertung vom September 2010 hat er bis zum 17.12. um 12,44 % zugelegt, auf Jahressicht (30.12.2009 - 30.12.2010) waren es stolze 16,06 %. Mit etwas Glück könnte er in 2011 ein neues Allzeithoch hinlegen. Die Stimmung ist immer noch sehr gut, fast gefährlich gut. Aktuell stehen 54 % Bullen 23 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend). Euphorie aller Orten! Sind etwa schon zu viele abgefüllt?

Ausgangsdaten
 Schlusskurse vom 17.12.2010

Basis sind die Xetra®- Schlusskurse vom 17.12.2010 (gewichtete Bewertung) und vom 30.12.2010 (Jahresendbetrachtung). Die Kurse und das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird und das aktuelle (Basis: Aktuelle Schätzungen von I/B/E/S) der Aktien sind aus der Süddeutschen Zeitung. Die Zahlen zur sind von der Deutschen Bundesbank. Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der so genannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil gab es im Oktober und November 2008.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW050,4800,35161,75 %
2ALVALLIANZ SE VNA O.N.DE000840400589,9004,1086,71 %
3BASBASF SE NA O.N.DE000BASF11160,8301,70129,24 %
4BMWBAY.MOTOREN WERKE AG STDE000519000361,9500,30113,29 %
5BAYNBAYER AG NADE000BAY001756,4501,40137,72 %
6BEIBEIERSDORF AG O.N.DE000520000041,8800,70190,69 %
7CBKCOMMERZBANK AG O.N.DE00080320045,7220,00100,70 %
8DAIDAIMLER AG NA O.N.DE000710000053,6800,00117,92 %
9DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE000514000839,8000,7574,47 %
10DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE000581005552,4002,10121,61 %
11DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.DE000555200412,5950,60101,75 %
12DTEDT.TELEKOM AG NADE00055575089,6740,78124,77 %
13EOANE.ON AG NADE000ENAG99922,4001,50107,06 %
14FMEFRESEN.MED.CARE KGAA STDE000578580243,0600,61121,36 %
15FRE3FRESENIUS SE VZ O.ST O.N.DE000578563863,5700,76140,85 %
16HEIHEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE000604700448,2300,12121,13 %
17HEN3HENKEL AG+CO.KGAA VZODE000604843245,9800,53151,32 %
18IFXINFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310047,0490,00141,27 %
19SDFK+S AG O.N.DE000716200055,0400,20161,30 %
20LINLINDE AG O.N.DE0006483001112,6501,80163,16 %
21LHALUFTHANSA AG VNA O.N.DE000823212516,7450,00111,27 %
22MANMAN SE ST O.N.DE000593700791,5200,25161,50 %
23MRKMERCK KGAA O.N.DE000659990560,1001,0080,64 %
24MEOMETRO AG ST O.N.DE000725750355,8201,18151,19 %
25MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE0008430026111,6005,7583,14 %
26RWERWE AG ST O.N.DE000703712949,0103,5083,37 %
27SAPSAP AG O.N.DE000716460037,9950,50155,55 %
28SIESIEMENS AG NADE000723610192,3801,601210,65 %
29TKATHYSSENKRUPP AG O.N.DE000750000131,4250,3091,74 %
30VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE0007664039121,8001,66102,89 %

Im Februar 2010 stellte die DEUTSCHE BÖRSE die börsentägliche allgemein zugängliche Veröffentlichung der Gewichte der DAX®-Teilnehmer ein. Allgemein verfügbar sind diese Daten jetzt nur noch von den sogenannten Verkettungstagen. Diese sind der jeweils dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals. Die Bewertungen finden also zukünftig immer nur auf Basis dieser Daten statt. Veröffentlicht werden diese Daten immer an dem Abend, dem Verkettungstag folgenden Börsentag. Diese Bewertung wurde zusätzlich als Jahresendbetrachtung durchgeführt.

Umlaufrendite
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Entwicklung der Umlaufrendite

Es war die Risikoaversion welche die Kurse der Staatsanleihen trieb. Unterstützt wurde diese Bewegung durch die Spekulationen der Großbanken mit dem sehr "billigen" Geld der Zentralbanken. Einen letzten Schub erzeugten noch die, aus unterschiedlichen Gründen, in Refinanzierungsschwierigkeiten geratenen Staaten. Das führte zu einer erheblich gesteigerten Nachfrage von Staatsanleihen von angeblich sicheren Staaten wie u. a. der Bundesrepublik und den USA. Es entwickelten sich Anleihepreise, die nicht durch die Preisentwicklung der Güter und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs und der wirtschaftlichen Entwicklung gerechtfertigt waren, also eine Blase. Im Laufe des Sommers verfestigte sich nämlich die Einsicht, dass die USA nicht die Welt wären. Während die Wirtschaft in den USA immer noch dahin dümpelte lief sie gut bis sehr gut in Teilen Europas, Asiens und Südamerikas. In einigen Schwellenländern lief sie richtig heiß. Es kam zur Wende und damit zu Gewinnmitnahmen, die Luft begann zu entweichen. Das Kursverlustrisiko ist erheblich und könnte die Absetzbewegung noch verstärken. Nur wenn das Bewusstsein über die wirkliche Lage der Finanzmärkte wieder Oberhand gewinnt, werden die Preise wieder steigen.

Leitzinsen

Dieses Jahr gab es weder eine Leitzinsveränderung in den USA noch in der €urozone. Seit dem 16.12.2008 schwankt der Leitzins in den USA in einem Bereich von 0 bis 0,25 %. Seit dem 7. Mai 2009 liegt der Leitzins (Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des €urosystems) in der €urozone bei 1 % (für Spitzenrefinanzierungsfazilität bei 1,75 % und für die Einlagefazilität bei 0,25 %). Mitte 2009 begann die Europäische Zentralbank mit dem Aufkauf von Pfandbriefen und hat dann, mit der Zuspitzung der Refinanzierung von Staatsschulden, in den Aufkauf von Staatsanleihen gewechselt. Es sind primär Staatsanleihen von Griechenland, Irland, Portugal und Spanien. Gleichzeitig entzieht sie über andere Methoden dem Markt im gleichen Umfang Liquidität. Inzwischen hat sie zwecks Abdeckung von potentiellen Kursverlusten ihr Kapital verdoppelt. Sie will primär den Staatsanleihemarkt gegen die Spekulation absichern, spielt damit aber gleichzeitig Bad-Bank für insolvente Staaten wie Griechenland und Irland.

Die US-amerikanische Notenbank Fed hat vor kurzen mit der 2. Auflage des Quantitative Easing begonnen und kauft fleißig US-Staatsanleihen auf. Sie entzieht dem Markt aber nicht gleichzeitig im gleichen Umfange Liquidität, das heißt sie druckt Geld. Sie erschwert damit auch die Anlage von US-$, die sich wegen Handelsungleichgewichten außerhalb den USA befinden, in US-Staatsanleihen und exportiert damit Inflation. Sie hofft immer noch damit den US-$ zu schwächen und den darbenden US-Arbeitsmarkt anzuschieben und die Zinsen, besonders am langen Ende, niedrig zu halten. Die Märkte wollen aber anscheinend nicht mehr so richtig mitspielen. Weltweit ziehen die Renditen bei Staatsanleihen an. Da die Leitzinsen sich noch nicht verändert haben und die Banken sich immer noch unbegrenzt für kürzere Laufzeiten bei der EZB verschulden können, haben die gestiegenen Marktzinsen bei Bankeinlagen noch nicht durchgeschlagen. Die Banken melken, mit Deckung durch die Politik und die Notenbank, ihre Kunden so lange es geht. Tagesgeldzinsen liegen heute immer noch meistens unter 1%. Bei Direktbanken gibt es etwas mehr. Festgelder in einem 6-Monatsbereich erreichen sehr selten 1,5 %. Der Finanzminister profitiert nicht mehr ganz so stark von der Krise. Zwar ist die Rendite seiner Tagesgeldanleihe leicht gefallen und zahlt aktuell bei absoluter Sicherheit 0,28 %, die Renditen bei Bundesschatzbriefen sind jedoch deutlich angestiegen. Sie betragen momentan beim Typ A (6 Jahre) 2,04 % und beim Typ B (7 Jahre) 2,35 %.



 
 
Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt) und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
30.12.10 2,51 % 1,50 % 2,30 % 2,90 % 3,49 % 1,326
17.09.10 2,17 % 1,31 % 1,97 % 2,43 % 3,11 % 1,306
18.06.10 2,22 % 1,14 % 1,95 % 2,59 % 3,37 % 1,238
19.03.10 2,75 % 1,78 % 2,54 % 3,08 % 3,87 % 1,353
30.12.09 3,02 % 2,09 % 2,78 % 3,31 % 4,12 % 1,433
25.09.09 2,99 % 2,12 % 2,76 % 3,27 % 4,06 % 1,470
27.03.09 2,93 % 2,08 % 2,67 % 3,13 % 4,15 % 1,326
30.12.08 2,86 % 2,26 % 2,60 % 2,91 % 3,73 % 1,407
26.09.08 4,24 % 3,94 % 4,09 % 4,18 % 4,80 % 1,458
20.06.08 4,74 % 4,75 % 4,72 % 4,66 % 4,81 % 1,563
28.12.07 4,34 % 4,16 % 4,24 % 4,34 % 4,66 % 1,472
22.06.07 4,64 % 4,55 % 4,61 % 4,62 % 4,81 % 1,346
30.03.07 4,08 % 4,01 % 4,02 % 4,03 % 4,24 % 1,336
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

Auch in den USA sind die Renditen von einem sehr tiefen Stand aus deutlich angestiegen. Momentan rentieren dort US-Staatsanleihen (U.S. Treasuries) bei 2 Jahren mit 0,64 %, bei 5 Jahren mit 2,06 %, bei 10 Jahren mit 3,37 % und bei 30 Jahren mit 4,42 %. Auch in Japan sind die Renditen, trotz Deflation, angestiegen. 2 Jahre Restlaufzeit bringen 0,18 %, 5 Jahre 0,41 %, 10 Jahre 1,13 % und 30 Jahre 2,00 %. In der Eurozone sind die Renditen stark auseinandergelaufen und Staaten mit erheblichen Refinanzierungsschwierigkeiten rentieren zum Teil mit dem Mehrfachen von Bundesanleihen.

Auch wenn zwischenzeitlich immer mehr Staaten in den "Sparmodus" umschalten bedeutet dies nicht, dass die Verschuldung zurück geht. Sie reduzieren nur die Neuverschuldung. Zusätzlich haben sie in 2011 einen nie dagewesenen Bedarf an Refinanzierung und konkurrieren dabei die vielen unterkapitalisierten Banken und vielen ausgebluteten Firmen. Am Horizont droht dann noch Basel III, das erheblich höhere Eigenkapitalanforderungen an die Banken stellt. Auch wenn noch nicht die baldige Umsetzung droht, werden viele Banken vorab mit der Aufstockung beginnen. Die spekulativ hochgetriebenen Energie-, Rohstoff- und Lebensmittelpreise und die in weiten Teilen der Welt wieder recht ansprechend laufende wirtschaftliche Entwicklung treibt, bei der überbordenden Liquidität, regional unterschiedlich schnell und stark die Inflation respektive die Inflationserwartungen an. In manchen Schwellenländern droht sie schon aus dem Ruder zu laufen. Auch bei uns steigen die Einkommen wieder und die Gewerkschaften setzen höhere Lohnforderungen durch. Der Einzelhandel versucht sich davon ein immer größeres Stückchen abzuschneiden. Bewertet man unsere Gesamtlage, muss man feststellen, dass die Zinsen zu niedrig stehen, auch am kurzen Ende. Die EZB befindet sich im Dilemma mit einerseits florierenden Staaten und anderseits Pleitestaaten. Trotzdem naht, sollte sich die wirtschaftliche Entwicklung verfestigen, das Ende der leichten Geldpolitik. Spricht alles eher für steigende als für sinkende Renditen. Eine erneute starke Zuspitzung von Krisen würde allerdings die Risikoaversion wieder antreiben. Dann würden Rohstoff-, Energie-, Lebensmittel- und Aktienpreise wieder verfallen und Staatsschulden wieder in der Gunst des Publikums ansteigen.

€uro/US-$
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Entwicklung des Verhältnisses €/US-$

Seit über einem Jahr läuft die Propaganda gegen den €uro. Mit der allgemeinen Wahrnehmung der Ausmaße des griechischen Staatshaushaltsbetruges erfand die angelsächsische Propaganda den Begriff der PIIGS-Staaten. Unterschwellig wurde eine Assoziation mit "schweinischen" Mittelmeerstaaten angestrebt. Deshalb sprach man ganz am Anfang von PIGS-Staaten und ließ Irland noch außen vor. Im Spätwinter geisterten dann Meldungen durch die Presse, Hedgefonds-Chefs rund um George Soros hätten einen Großangriff auf den Euro beschlossen. Dabei ging es direkt nie gegen den €uro. Man versuchte nur die Eurozone stufenweise sturmreif zu schießen. Man wollte seine eigene Verschuldung "preiswert" am Markt unterbringen und den €uro als Konkurrenten schwächen. Um etwas auszurichten wären die angesprochenen Hedgefonds viel zu schwach gewesen. Aber das Trommelfeuer der Propaganda, das bis heute anhält und bei jeder Schwäche an den weltweiten Aktien- und Rohstoffmärkten wieder so richtig loslegt (die mit diesen Schwächen einhergehende Teilauflösung im Dollar Carry Trade stärkt den US-$ und lässt die Geschichte als wahrer erscheinen), verursacht dann weitere Krisensitzungen in Pensionsfonds und bei Lebensversicherungen und kaum ein Manager dieser Produkte wagt dann noch den Kauf von PIIGS-Staatsanleihen. Und die Verweigerung von europäischen Finanzkonzernen bei der Refinanzierung dieser Staaten erzeugt dann die Probleme und nicht die kleinen und größeren Zocker über die die Politik so heftig schimpft.

Ein verschuldeter Staat, dem die Refinanzierung verweigert wird, wird insolvent und es ist nur eine Frage der Zeit bis er und seine Banken Pleite sind. Dabei ist es dann unwichtig, dass die USA eine höhere relative Gesamtverschuldung als Griechenland haben und die Staatsverschuldung von Spanien, relativ zum Bruttosozialprodukt, wesentlich kleiner als die Deutsche ist. Auch die spanischen Großbanken stehen besser als unsere da. Nur viele spanische Sparkassen sehen fast so trist wie unsere Landesbanken aus. Verweigert man trotzdem für einige Zeit dem spanischen Staat zu realistischen Bedingungen die Refinanzierung, wird er Hilfe brauchen oder Pleite gehen.

Und was tut unsere Politik? Sie versucht die Lufthoheit über den Stammtischen zu erobern um bei den anstehenden Wahlen besser abzuschneiden. Sie will nur helfen wenn der betroffene Staat nicht mehr aus eigenen Kraft weiter kann und lehnt deshalb €urobonds für eine teilweise Refinanzierung von Staaten wie z.B. Spanien unter strengen Auflagen ab. Und was ist das Endergebnis eines derartigen Verhaltens? Dieser Staat wird seine Refinanzierungsprobleme am Markt irgendwann nicht mehr lösen können und schlüpft dann unter den Rettungsschirm und braucht eine hundertprozentige Hilfe. Diese Hilfe heißt dann nicht €urobonds ist aber faktisch das Gleiche. Es werden dann allerdings weit größere Beträge fällig. Auch lehnt unsere Bundesregierung zusammen mit Frankreich Haushaltskontrollen durch die EU ab. Sie glaubt, sie könnte etwas mit Geldstrafen erreichen wenn der betroffene Staat schon Pleite ist. Wunderschöne Logik! Inzwischen kursieren Gerüchte, dass unsere Regierung eine besondere europäische Behörde zwecks Überwachung und Hilfe neben der EZB haben möchte. Allerdings ändern sich die Zuständigkeiten dieser "neuen" Behörde täglich. Unsere Artisten in der Zirkuskuppel: ratlos!

Unsere Regierung will angeblich die Gläubiger an der Krise beteiligen. Dabei hat sie bis jetzt alles unternommen, dass es nicht dazu kommt. Ein gutes Beispiel ist die Irland-Krise. Irische Banken sind im Rahmen der unregulierten Landschaft weit über die Größe die ein Land wie Irland braucht hinaus gewachsen. Dabei haben sie sich in allen möglichen Geschäften weltweit die Finger verbrannt und haben die irische Immobilienblase einmalig stark aufgeblasen. Die Blase ist geplatzt und auch viele andere Geschäfte sind daneben gegangen. Es sieht trist aus und es gehört in der irischen Bankenlandschaft aufgeräumt. Pleite ist nicht der Staat sondern etliche Banken. Es wäre eine gute Gelegenheit gewesen geordnete Abwicklungen im Bankenbereich im Schutz der €urozone durchzuführen. Dabei wäre es zur Beteiligung von Gläubigern gekommen. Und dabei hätten unsere Landesbanken mit ihren Sparkassen, HRE, Commerzbank und einige Lebensversicherer mit an vorderster Front gestanden. Bei einigen von unseren Instituten wäre eine Kapitalaufstockung notwendig geworden und bei anderen wäre eine Abwicklung sinnvoll gewesen. Nicht überraschend, dass unsere Regierung Irland förmlich unter den Schutzschirm drängte. Man hätte ja sonst die nicht geringen Probleme in der eigenen Finanzbranche angehen müssen. Aber so bleibt weiterhin jede sinnvolle Regulierung der Branche aus. Große Sprüche, auf andere zeigen und dann versuchen die Probleme auszusitzen. Vom vielen Aussitzen hängen schon die Backen beidseitig von den Stühlen herunter, nicht nur die Hamsterbacken.

Die ursächlichen Gründe liegen noch etwas tiefer. Unsere andauernden Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse zwingen uns einen erheblichen Teil des verdienten Geldes im Ausland anzulegen. Und da der Deutsche so heftig spart, hat man zwecks Problemlösung seitens des Staates die private Altersvorsorge auf Kosten der Sozialversicherung erfunden und überlässt der betrügerischen Finanzbranche die Vernichtung dieser Gelder.

Und wie wird es mit dem €uro weiter gehen? Nun eine Auflösung oder Teilung der €urozone sind Träumereien. Technisch ist die Auflösung und ein Austritt, abgesehen von einem sehr kleinem Land, nicht umsetzbar und würde in einer Katastrophe enden. Wir müssen hoffen dass die Politik dazu lernt und nicht unsere Befürchtung vom ersten Bild der der Bewertung von Ende 2009 eintritt. Der Kurs wird weiter volatil bleiben. Immerhin ist der €uro heute gegenüber dem US-$ noch deutlich überbewertet. Ein Kurs, entsprechend der Kaufkraftparität, würde in einem Bereich von 1,15 bis 1,25 US-$ liegen. Es ist also nicht so schlecht, wenn der Kurs noch sinken würde. Sollten die Staaten der €urozone ihre Staatsverschuldung glaubhaft in den Griff bekommen, wird sich der Fokus der Märkte voll auf die USA richten und der Kurs des €uros explodieren. Wir sollten deshalb noch etwas Speck abbauen.

Leichtes Rohöl (WTI)
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Entwicklung des Rohölpreises

Milliardär George Soros wetterte im Juli gegen Spekulanten: Mit ihren Geschäften treiben sie die Preise, kritisiert er in einem Interview - "das ist so, als ob man in einer Hungerkrise heimlich Lebensmittel hortet, um mit den steigenden Preisen Profite zu machen".

Großbanken und ihre und andere Hedgefonds, andere Klein- und Großspekulanten und selbst Staaten wie z.B. China und Saudi-Arabien zocken heftig mit Lebensmitteln, Energie und anderen Rohstoffen. Besonders aktiv sind Pensionsfonds. Deshalb haben einige Großspekulanten inzwischen im Großraum London sehr viele Lagerhallen zwecks Zwischenlagerung von Rohstoffen gemietet. Auf See lungern zwischenzeitlich fast mehr Tanker als Rohöllager herum, als Tanker Öl zu den Verbrauchern transportieren. Auch China hat inzwischen einen Engpass bei Lagerkapazitäten und weicht temporär (?) nun auf den Kauf von Rohstofffirmen aus. In der Finanzbranche wurden die entsprechenden Produkte (ETF's und Wetten auf diese) geschaffen damit auch jeder mitzocken kann. Die Produktgebühren lassen dann die Kassen klingeln. Ob es dabei regional zu Hungersnöten kommt oder mancher seine Wohnung nicht mehr heizen kann ist uninteressant. Und damit auch wirklich etwas los ist, wird heftig auf Kredit gezockt. Das Geld dazu besorgen sich unsere Großbanken äußerst billig bei den Notenbanken. Der Umsatz an diesbezüglichen Finanzprodukten macht inzwischen ein Mehrfaches des Wertes der real umgeschlagenen Ware aus. Geht es schief, klingeln unsere lieben Banken eben wieder beim Steuerzahler.

Die Presse kolportiert die jeweils zur Preisentwicklung passenden Geschichten. Der "normale" Bürger soll glauben, dass die Entwicklung, die ihn laufend ärmer macht, fundamentale Ursachen hätte. Die Banken wiederum locken die Kleinanleger in die Finanzprodukte zu Rohstoffen als angeblichen Schutz vor Inflation. Ein Schutz, der aber erst die Inflation erzeugt und im wirklichen Ernstfall gar nicht funktionieren kann. So ist auch Saudi-Arabien angeblich um die Umwelt besorgt und sorgt seit einem Jahr sehr erfolgreich dafür, das der Rohölpreis (WTI) nicht mehr unter 70 US-$ fällt.

Schuld an dieser Abzocke des Normalbürgers sind fehlende Regulierungen und das billige Geld der Notenbanken, welches die preiswerten Hebel ermöglicht. Zuständig für die Regulierung wäre die Politik. Sie ist aber, ähnlich wie bei der €urokrise, nur zu Sprüchen fähig. Im Oktober: Deutschland und Frankreich wollen die Spekulation mit Rohstoffen eindämmen. Auf dem EU-Asien-Gipfel in Brüssel sagte Kanzlerin Angela Merkel dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy Unterstützung für eine entsprechende Initiative während seiner G-20-Präsidentschaft zu. Gut, dass man auf derartigen Gipfeln sich nie einigen kann. So kann man dann sehr schön von der eigenen Untätigkeit ablenken.

Wie wird sich der Ölpreis und die Preise der anderen Rohstoffe in 2011 entwickeln? Das kann man nur beantworten, wenn man jetzt schon weiß wie sich die Spekulation im Gesamten entwickeln wird. Fundamentale Ursachen werden die Preisgestaltung nur wenig beeinflussen. Wie lange wird dieses Spielchen anhalten? Nun, der Krug geht solange zum Brunnen bis er bricht (Crash wie der von 1987) oder der Politiker ausreichend reguliert oder irgendwann das Schafott besteigt.

DAX®-Ergebnis
 Schlusskurse vom 17.12.2010

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Nach den aktuellen Schätzungen schreibt kein Teilnehmer im DAX® Verluste. Deshalb sind KGV(1) und KGV(2) gleich. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
17.12.106982,452,82 %15,410,910,9
17.09.106209,763,20 %15,411,311,3
18.06.106216,983,24 %15,412,112,0
19.03.105978,223,56 %15,412,712,6
30.12.095957,433,64 %15,413,213,1
25.09.095581,413,89 %15,415,012,9
27.03.094203,556,51 %15,49,19,1
30.12.084810,205,56 %15,48,28,2
26.09.086063,504,28 %15,410,710,6
20.06.086578,443,89 %15,410,910,8
28.12.078067,322,50 %15,412,812,8
22.06.077949,632,53 %15,415,015,0
30.03.076917,032,64 %15,413,313,3
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

Dieses Jahr zahlten COMMERZBANK, DAIMLER, INFINEON TECH. und LUFTHANSA keine Dividende (Anteil am DAX® 11,60 %). Die Rendite hat, wegen Verschiebungen bei den Gewichten und deutlichen Kursgewinnen, gegenüber der letzten Bewertung im September abgenommen. Unschön ist, dass einige Firmen ihre Dividendenzahlungen nur mittels einer zusätzlichen Verschuldung meistern konnten. Der Ausblick für 2011 ist gut. Eher werden die Dividendenzahlungen steigen als sinken. Dazu trägt u. a. die gute Konjunktur bei den Investitionsgütern und Edelkarossen in den ersten drei Quartalen bei. Auch im vierten Quartal soll das Wachstum noch überraschend gut ausfallen. Wenn die Wirtschaft so weiter läuft, wird noch in 2011 der Stand von vor der Krise erreicht werden.

Der Anteil der 10 größten Aktiengesellschaften im DAX® ist weiter zurück gegangen. Er beträgt noch 67,46 %. Im gleichen Zeitraum ist auch das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS = 22,24 %) minimal gesunken. Die undurchsichtige Finanzbranche (ALLIANZ, COMMERZBANK, DEUTSCHE BANK, DEUTSCHE BOERSE, MUENCH.RUECKVERS.) ist auf ein Sechstel (16,63 %) des DAX® gesunken und hat ein gewichtetes KGV von 8,02. In dem gegenüber dem DAX® wesentlich besseren KGV spiegelt sich das Misstrauen der Spekulanten gegenüber den Bilanzen der Banken. Wenn man bedenkt, dass über 3/4 des Handels an den Börsen Eigenhandel der Banken und ihrer Fonds sind, sollte man dieses Misstrauen ernst nehmen.

Die I/B/E/S- Schätzungen sind, wegen den überraschend gut gelaufenen ersten drei Quartalen, angehoben worden und haben damit das DAX®-KGV, trotz erheblichen Kursgewinnen, verbessert. Lässt man die undurchsichtige Finanzbranche außen vor, sind inzwischen neben den Energieversorgern auch noch wenige andere Firmen "billig" geworden. Unser Index beinhaltet insgesamt zu wenige kaufenswerte Kandidaten, die es rechtfertigen würden den Index als Ganzes zu kaufen, es sei denn, man rechnet mindestens in der Eurozone mit einer fulminanten wirtschaftlichen Erholung.

Die Wirtschaft läuft in Nordeuropa, in vielen Teilen Asiens und Südamerikas immer noch überraschend gut. Inwieweit in diesen Gebieten noch staatliche Stimulierungen stark wirken ist schwer abzuschätzen. In etlichen Schwellenländern beginnt man inzwischen die Bremse zu betätigen. Grund ist die aus dem Ruder laufende Inflation. In den USA dümpelt die Wirtschaft weiter vor sich hin und würde ohne die massiven, größtenteils durch die Notenbank durch Gelddrucken finanzierten staatlichen Ausgabenprogramme, weiter schrumpfen. Ein nachhaltiger Aufschwung ist dort eindeutig noch nicht in Sicht. Trotzdem induzieren diese Ausgabenprogramme in anderen Gegenden des Globus Wachstum und über die Schwellenländer auch bei uns. Ob die USA von den Märkten schon in dem vor uns liegenden Jahr in den Sparmodus gezwungen werden ist schwer abzuschätzen. Momentan versucht man mit der Propagandaschlacht gegen den €uro von der katastrophalen finanziellen Lage in den USA abzulenken. Die Neuwahlen in den USA haben die Konservativen gestärkt und damit wird auf jeden Fall eine weitere Ausweitung der Staatsausgaben unwahrscheinlich. Für weitere Steuersenkungen sind die Konservativen aber immer zu haben. Es bleibt schwer das Jahr 2011 voraus zu sehen. Viel Ungemach droht, muss aber nicht eintreten. Und die Kurse sind schon weit gelaufen und würden bei der nächsten krisenhaften Zuspitzung, trotz einer immer noch andauernden Geldflutung der Märkte durch die Notenbanken, einen erheblichen Rückschlag erleiden.

DAX®-Verlauf
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Entwicklung des DAX®

Im Bereich von 6300 Punkten schien sich eine undurchdringliche Decke zu befinden und so blieb der DAX® brav ein halbes Jahr lang unter dieser Marke. In dieser Zeit waren die Umsätze größtenteils dem automatischen Eigenhandel der Großbanken zuzuordnen. Eine Distribution der Aktien von den Großbanken zu den Versicherungen, Pensionsfonds und Privatanlegern gelang kaum. Im Oktober wurde diese grausame Seitwärtsbewegung beendet und man machte sich zu einer höheren Etage auf. Das erzeugte einen noch größeren Investitionsdruck. Dieser Druck und die gleichzeitige massive Inflationspropaganda ließen dann endlich die Distribution anlaufen und brachten den DAX® über die Marke von 7000 Punkten. Inzwischen sind auch die realen Preise wegen der exzessiven Manipulation der Rohstoffpreise angezogen und unterstützen den Trend.

Die viel besser als erwartet gelaufene wirtschaftliche Entwicklung hat für höhere Einkommen gesorgt und unterstützt so die inflationäre Entwicklung und das bei mickrigen Zinsen für Bankeinlagen. Die Wahrscheinlichkeit ist also groß, dass noch die Spätentwickler in den Aktienmarkt einsteigen werden und so die Pegel in den Vorkrisenbereich bringen werden. Auch die Wirtschaft könnte, sollten die Vorhersagen eintreffen, wieder das Vorkrisenniveau erreichen. Allerdings bewegen wir uns auf sehr dünnem Eis und so könnte es wie so oft kommen, dass sich die Vorhersagen nicht bewahrheiten. Immerhin hat der weltweite volkswirtschaftliche Verstand die Krise nicht kommen sehen, die Möglichkeit einer schnellen Erholung in Deutschland lange bestritten und prognostiziert uns jetzt ein gutes 2011.

Renditen im DAX® bei langfristiger Anlage
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Im Mai 2004 beschäftigten wir uns das erste Mal ausführlich mit der Problematik der langfristigen Spekulation. Seitdem führen wir unsere Tabelle bezüglich Renditen bei langfristigen DAX®-Anlagen weiter und erweitern sie um einen virtuellen Ausstieg am 30.12.2010 (Tagesschlusskurs). Der Einstiegszeitpunkt war jeweils am Jahresanfang:

Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)19901995200020052010
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,14 7,917,077,213,513,98-25,15-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,11 9,058,568,975,727,40-12,54-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,09 8,998,508,885,837,40-8,85-,---,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,67 9,659,349,847,079,09-3,6326,32-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.06: 
6,006,596,569,06 10,089,8810,457,8910,11-0,3324,09-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 28.12.07: 
6,326,776,959,44 10,5010,3911,008,6511,002,2623,51-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.08: 
5,075,365,357,50 8,177,597,775,276,17-3,702,90-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.09: 
5,425,745,787,94 8,668,208,456,137,27-1,246,79-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.10: 
5,625,966,028,16 8,898,498,776,587,800,228,2814,40
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr: 1000)
ACHTUNG: Die ausgewiesene Rendite ist immer ein Zinseszins! Gilt auch für negative Renditen.

Es ist ersichtlich, dass der Einstiegs- und der Ausstiegszeitpunkt auch bei der langfristigen Anlage nicht unerheblich ist. Das Gegenteil behaupten nur Verkäufer von Finanzproduken. Sie wollen ihren Laden nicht immer wieder schließen müssen. Dann gibt es noch viele geistig Minderbemittelte die deren Verkaufsargumente einfach nachplappern. Es ist auch empfehlenswert temporär überhaupt keine Aktien zu besitzen. Das kann die Rendite erheblich heben (Michael O'Higgins). Ein akzeptables "Timing" ist und bleibt das A und O der Aktienanlage.

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)
 Schlusskurse vom 17.12.2010

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1DTEDT.TELEKOM AG NA8,06 %
2RWERWE AG ST O.N.7,14 %
3EOANE.ON AG NA6,70 %
4MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.5,15 %
5DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.4,76 %
6ALVALLIANZ SE VNA O.N.4,56 %
7DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.4,01 %
8BASBASF SE NA O.N.2,79 %
9BAYNBAYER AG NA2,48 %
10MEOMETRO AG ST O.N.2,11 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.1,88 %
12SIESIEMENS AG NA1,73 %
13BEIBEIERSDORF AG O.N.1,67 %
14MRKMERCK KGAA O.N.1,66 %
15LINLINDE AG O.N.1,60 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)
 Schlusskurse vom 17.12.2010

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM AG NA9,674
2DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.12,595
3EOANE.ON AG NA22,400
4RWERWE AG ST O.N.49,010
5DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.52,400

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6MEOMETRO AG ST O.N.55,820
7BAYNBAYER AG NA56,450
8BASBASF SE NA O.N.60,830

Rangfolge nach Gewicht
 Schlusskurse vom 17.12.2010

RangCodeNameGewicht
1SIESIEMENS AG NA10,65 %
2BASBASF SE NA O.N.9,24 %
3DAIDAIMLER AG NA O.N.7,92 %
4BAYNBAYER AG NA7,72 %
5EOANE.ON AG NA7,06 %
6ALVALLIANZ SE VNA O.N.6,71 %
7SAPSAP AG O.N.5,55 %
8DTEDT.TELEKOM AG NA4,77 %
9DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.4,47 %
10RWERWE AG ST O.N.3,37 %

Einzelergebnisse 2010
 Schlusskurse vom 30.12.2010

Rang Gesellschaft Kurs am
30.12.2009
Kurs am
30.12.2010
Dividende Ergebnis
1 VOLKSWAGEN AG VZO O.N. 65,740 121,400 1,66 87,19%
2 BAY.MOTOREN WERKE AG ST 31,800 58,850 0,30 86,01%
3 INFINEON TECH.AG NA O.N. 3,880 6,963 0,00 79,46%
4 MAN SE ST O.N. 54,440 88,990 0,25 63,92%
5 SIEMENS AG NA 64,210 92,700 1,60 46,86%
6 K+S AG O.N. 39,990 56,360 0,20 41,44%
7 BASF SE NA O.N. 43,460 59,700 1,70 41,28%
8 LUFTHANSA AG VNA O.N. 11,750 16,355 0,00 39,19%
9 LINDE AG O.N. 84,160 113,550 1,80 37,06%
10 DAIMLER AG NA O.N. 37,230 50,730 0,00 36,26%
11 ADIDAS AG O.N. 37,770 48,890 0,35 30,37%
12 FRESENIUS SE VZ O.ST O.N. 50,010 64,070 0,76 29,63%
13 METRO AG ST O.N. 42,570 53,880 1,18 29,34%
14 HENKEL AG+CO.KGAA VZO 36,430 46,535 0,53 29,19%
15 FRESEN.MED.CARE KGAA ST 36,940 43,230 0,61 18,68%
16 THYSSENKRUPP AG O.N. 26,400 30,985 0,30 18,50%
17 SAP AG O.N. 33,000 38,100 0,50 16,97%
DAX 5957,430 6914,190 16,06%
18 MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N. 108,670 113,450 5,75 9,69%
19 ALLIANZ SE VNA O.N. 87,150 88,930 4,10 6,75%
20 DT.TELEKOM AG NA 10,290 9,655 0,78 1,41%
21 BAYER AG NA 55,960 55,300 1,40 1,32%
22 DEUTSCHE POST AG NA O.N. 13,485 12,700 0,60 -1,37%
23 HEIDELBERGCEMENT AG O.N. 48,230 46,900 0,12 -2,51%
24 COMMERZBANK AG O.N. 5,885 5,554 0,00 -5,62%
25 MERCK KGAA O.N. 65,160 59,850 1,00 -6,61%
26 DEUTSCHE BOERSE NA O.N. 58,000 51,800 2,10 -7,07%
27 BEIERSDORF AG O.N. 45,930 41,525 0,70 -8,07%
28 DEUTSCHE BANK AG NA O.N. 44,980 39,100 0,75 -11,41%
29 E.ON AG NA 29,230 22,935 1,50 -16,40%
30 RWE AG ST O.N. 67,960 49,890 3,50 -21,44%
DEUTSCHE BANK AG NA O.N.: Beim Kurs vom 30.12.2009 wurde die Kapitalerhöhung berücksichtigt

Dieses Jahr war es kein Ding der Unmöglichkeit unseren Index zu schlagen. Immerhin liefen 17 Mitglieder besser. Ließ man dann auch noch die Hände von der undurchsichtigen Finanzbranche, war die Gefahr daneben zu liegen schon relativ gering. Es ist nicht immer gut, möglichst breit zu streuen und in diesem Fall gleich den ganzen Index zu kaufen. So war z. B. bei einer Wanderung ins europäische Ausland die Gefahr sehr groß sich blutige Finger zu holen. Es ist nie schlecht das zu kaufen was man kennt. Es gibt dann weniger negative Überraschungen. Auch sollte man Dividenden nicht verschmähen. Einige Mitglieder hätten ohne Dividende rote Zahlen geschrieben oder mit einem wesentlich schlechteren Ergebnis abgeschlossen.

Kurzer Blick auf den Chart
 Schlusskurse vom 31.12.2010

Kursindex DAX® und Preisindex EUROSTOXX 50 in 2010

Der DAX® hat mit +16,06 % in 2010 überdurchschnittlich gut abgeschlossen. Will man ihn aber mit seinen größeren Konkurrenten vergleichen, muss man den Kursindex nehmen, da auch dieser, wie bei seinen Konkurrenten, keine Dividenden beinhaltet. Der DAX®-Kursindex hat in 2010 um 12,48 % zugelegt. Sein französischer Nachbar CAC 40 hat 2,15 % abgegeben, der finanzbranchenlastige EURO STOXX 50 verlor sogar 5,37 %. Der japanische NIKKEI 225 gab 3,01 % ab und die US-Indizes Dow Jones (DJIA) und S&P500 legten jeweils um 11,02 % und um 12,78 % zu. Bei Letzteren muss man allerdings noch die Veränderungen in den Währungsrelationen berücksichtigen. So verlor der €uro z.B. gegenüber dem US-$ 6,7 % und gegenüber dem YEN sogar 18,1 %. Vollständigkeitshalber muss man aber auch noch festhalten, dass bei uns die Dividenden im Regelfall höher ausfallen.

Inflation in allen möglichen Vermögensklassen, außer in den Immobiliensektoren der Staaten die sich gerade in einer Abwicklung ihrer Blase befinden, ist kein Indiz dafür, dass die Verschuldungskrise auch nur im Ansatz überwunden wäre. Diese Inflation ist das Ergebnis der monetären Politik der Notenbanken und einer in vielen Bereichen unzureichenden Regulierung der Märkte. Dies führt letztendlich nur zu neuen Blasen mit den entsprechenden negativen Auswirkungen wenn diese platzen. Die Aktienmärkte sind zum Teil schon sehr weit gelaufen und nehmen eine positive wirtschaftliche Entwicklung für 2011 an. Auch erwarten sie anscheinend sobald keine krisenhafte Zuspitzung und damit eine rapide ansteigende Risikoaversion. Es ist denkbar, dass diese Erwartungshaltung in 2011 bestätigt wird. Allerdings lauern reichlich Risiken, die sowohl die Wirtschaft als auch den DAX® runter prügeln könnten:

  • Mit der Lehman-Pleite wurde weltweit voll auf die Investitions- und Konsumbremse getreten. Das traf die deutsche Wirtschaft (Automobil- und Maschinenbau) besonders hart. Mit dem Schwinden der Angst und den weltweiten staatlichen Stimulationsmaßnahmen trat eine unerwartet schnelle Erholung ein. In den USA haben die immer noch andauernden Stimulationsmaßnahmen bis jetzt nicht zu einem nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstum geführt. Inwieweit die inzwischen gut laufende wirtschaftliche Entwicklung in Teilen Nordeuropas, Asiens und Südamerikas schon auf eigenen Beinen stehen kann, ist momentan schwer abzuschätzen. Die staatlichen Maßnahmen enden in vielen Staaten jetzt und in einigen Schwellenländern muss man schon gegen eine Überhitzung ankämpfen. Auch müssen immer mehr überschuldete Staaten in den Deflationsmodus umschalten. Es könnte sein, dass das Wachstum schneller, als viele erwarten, zurückgeht und dass uns volatilere Zeiten (kürzere Abstände zwischen Rezessionen) bevorstehen. Diese mögliche Entwicklung könnte schon in 2011 sichtbar werden.

  • Die Verschuldungskrise ist alles andere als überwunden. Die Immobilienpreise in den Staaten mit geplatzten Blasen haben noch lange keinen Boden gefunden. Auch hat sich die Lage der überschuldeten US-Verbraucher bis dato kaum gebessert. Es schlummern also noch sehr große Risiken im Finanzsystem die jederzeit wieder virulent werden können. Die Banken sehen wegen geänderten Bewertungsvorschriften von Vermögensgegenständen gesünder aus als sie es in Wirklichkeit sind. Manche sind Zombies, viele andere haben einen großen Kapitalbedarf. Auch die Pensionsfonds und Lebensversicherungen stehen unter Druck. Besonders die US-Pensionsfonds versuchen mit immer risikoreicheren Spekulationen im Rohstoffbereich zu überleben. Die Babyboomer dürfen sich jetzt schon über ihre verzockte private Alterssicherung "freuen" und auf ein langes Arbeitsleben hoffen. Ja hoffen, denn es muss ja Arbeit vorhanden sein. Gut, dass die demographische Entwicklung den Nachwuchs ausbremst.

  • Momentan treiben die Großbanken und Hedgefonds alle möglichen Vermögensklassen mit dem billigen Geld der Notenbanken nach Norden. Auch wenn es das billige Geld noch lange geben sollte, wird dieses Spiel nicht ewig gut gehen. Irgendwann wird es einem und dann mehreren Großzockern zu gefährlich und sie streben massiv zur schmalen Ausgangstür. Das Spiel "Reise nach Jerusalem" wird dann urplötzlich enden und die eine und andere Bank muss wieder gerettet werden. Wann und durch wen dieses Spiel abgepfiffen werden wird, weiß keiner. Es könnte das billige Geld sein, das die Inflation anfeuert und die Notenbanken zur Korrektur ihrer Geldpolitik zwingt. Der Abpfiff wird auf jeden Fall kommen. Ob schon in 2011 oder erst später weiß keiner.

  • Die USA unterliegen immer noch der Illusion, dass sie erhebliche strukturelle Probleme mit Gelddrucken und weiterer Staatsverschuldung lösen könnten. Überschuldeten Verbrauchern und Firmen nutzt das billige Geld aber wenig. Sie haben keinen Bedarf an noch größeren Schulden. Fehlende, weil exportierte Arbeitsplätze kommen über derartigen Maßnahmen nicht so leicht zurück. Wie man beobachten kann nutzen die US-Firmen das billige Geld um Investitionen im Ausland zu finanzieren, besonders in Asien. Auch behebt das billige Geld nicht die miserable Qualifizierung der US-Arbeitnehmer. Die USA haben über Jahrzehnte ihre Substanz verfüttert (verlotterte Infrastruktur) und sich ihren Konsum zu einem erheblichen Anteil vom Ausland finanzieren lassen. Die US-Amerikaner werden wieder ernsthaft arbeiten und sparen müssen. Dazu brauchen sie einen langen Atem und keine monetären Tricks. Wann wird die richtige Einsicht in den USA reifen? Spätestens wenn sie jeden anderen Unsinn ausprobiert haben. Wenn sie richtig Umschalten (im Sinne der eigenen Nation und nicht im Sinne der Finanzbranche), wird uns das nicht erfreuen. Auch wir haben strukturelle Probleme. Unsere Exportlastigkeit ist zu groß. Exporte werden bei uns über eine Unmenge an verdeckten Subventionen unterstützt und inländische Arbeit wird nach allen Regeln der Kunst bestraft. "Schuldig" an den weltweiten Ungleichgewichten sind nicht nur diejenigen mit nachhaltigen Importüberschüssen, dazu zählen genau so die ewigen Exportweltmeister.

  • Der globale Markt hat alles andere als faire Handelsbedingungen. Direkt (China) oder indirekt (USA) manipulierte Währungen, total unterschiedliche Arbeitsbedingungen, unterschiedliche Sozialsysteme, unterschiedliche Regulierungen, offene und verdeckte Subventionen en Masse. Es wird bezweifelt ob die €urozone funktionieren könnte. Nun, bei der €urozone ist die Baustelle zur notwendigen Vereinheitlichung endlich, bezüglich der Globalisierung ist sie unendlich groß. Eine Globalisierung wie wir sie momentan erleben und schon Anfangs des 20. Jahrhundert erlebt haben, funktioniert nur eine begrenzte Zeit und dann ist wieder Schluss für eine größere Zeitspanne. Momentan weigern sich China und etliche andere Schwellenländer ihre Währung frei zu geben und damit erheblich an Konkurrenzfähigkeit einzubüßen. Die USA bekämpfen mit Quantitative Easing letztendlich diese Handelspartner, indem sie durch den Aufkauf der US-Staatsanleihen den leichten Rückweg des US-$ in die USA versperren. Diese US-$ erzeugen dann außerhalb den USA Inflation und sollen gleichzeitig den US-$ schwächen. In etlichen Schwellenländern droht auch deswegen schon die Inflation aus dem Ruder zu laufen und diese versuchen sich mit Restriktionen zu schützen. So werden z. B. Anlagen von Ausländern speziellen Steuern unterworfen und der Zugang zu den inländischen Finanzmärkten auch mit anderen Mitteln erschwert. Die Protektion beginnt zu blühen. Und so versucht ein Staat dem anderen die Probleme zuzuschieben ohne dass es zu einer Lösung kommt. Die Folge wird ein weiteres Ansteigen des Protektionismus sein, eine Veränderung die exportlastigen Wirtschaften wie z. B. der Unsrigen nicht unbedingt gut tun wird.

  • Die Anleger in Staatsanleihen werden misstrauischer gegenüber den zum Teil exzessiv verschuldeten Staaten und verweigern zum Teil schon die Refinanzierung der Staatsschulden. Im Kampf um diese Anleger versucht jeder den anderen Staat/Staatengemeinschaft schlecht aussehen zu lassen. Die €urozone versucht über eine Ausbremsung der Neuverschuldung und einem rabiaten Deflationsmodus bei problematischen Mitgliedern sich in ein besseres Licht zu rücken. Dabei stellen sich die politischen Führungen in der praktischen Umsetzung allerdings nicht besonders schlau an. Das kann ohne weiteres große Marktirritationen auslösen, die auch den Aktienmärkten nicht bekommen würden. Sollte es der €urozone gelingen eine glaubhafte Absicherung ihrer Staatsschulden zu erreichen und eine sichtbare Begrenzung der Neuverschuldung in voller Breite umzusetzen, würde sich der Fokus der Märkte voll auf die USA richten. Eine stärkere Flucht aus dem US-$ wäre die Folge, eine Entwicklung, die auch aus dem Ruder laufen könnte.

  • ... .. .

Hoffen wir, dass die Politik endlich dazu lernt und die Finanzbranche an die Ketten legt, ernsthaft die Neuverschuldung zurück dreht und glückliche Umstände die ganz große Katastrophe verhindern. Turbulent wird die Zukunft werden! Ob allerdings das Jahr 2011 schon dazu gehören wird, kann keiner abschätzen und deshalb

wünscht baer45 allen Lesern viel Glück bei ihren Spekulationen im Neuen Jahr
 

 

Handelskalender 2011

An der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse wird im Jahr 2011 von Montags bis Freitags außer 22. April (Karfreitag), 25. April (Ostermontag), und am 26. Dezember (2. Weihnachtstag) gehandelt. Der Handel auf Xetra® für den DAX® läuft von 9 bis 17.30 Uhr.


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