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Das Wissen um den richtigen Zeitpunkt ist der halbe Erfolg

31.12.2005: DAX®-Bewertungen

Bewertung zum 30.12.2005

Wir blicken auf ein sehr gutes Jahr für europäische und deutsche Aktien zurück. Die kleinen Werte (MDAX®) verbesserten sich mit +37% nochmals zu neuen Allzeithochs und die Blue Chips (DAX®) stiegen immerhin noch um +27%. Der DJ EURO STOXX 50 legte um +22% zu. Einer, der dieses Jahr den Spruch "Bleibe im Lande und ernähre dich redlich" beherzigte, lag absolut richtig. Stellt sich die Frage: Ist ein neuer Bullenwahnsinn ausgebrochen? Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir die fundamentalen Daten der DAX®-Teilnehmer und die allgemeine wirtschaftliche Lage beurteilen. Noch brummt die Weltkonjunktur und in der €urozone erhellt sich der Horizont. Allerdings leben wir schon lange mit sehr teuren Energiekosten und die Zinsen haben den Weg nach Norden eingeschlagen.

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra-Schlusskurse vom 30.12.2005. Die Kurse und das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird, das aktuelle (Basis: Dezember 2005) der Aktien und die sind aus der Süddeutschen Zeitung (Schätzungen IBES - Quelle Thomson Financial/Datastream). Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h. eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der sogenannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS-SALOMONDE0005003404160,001,30161,39 %
2ALVALLIANZ DE0008404005127,941,75118,74 %
3ALT ALTANA DE000760080146,000,95140,55 %
4BASBASF DE000515100564,711,70115,92 %
5BMWBAY.MOTOREN WERKEDE000519000337,050,62112,12 %
6BAYBAYER DE000575200035,290,55154,43 %
7CBKCOMMERZBANKDE000803200426,020,25162,67 %
8CONCONTINENTALDE000543900474,980,80121,88 %
9DCXDAIMLERCHRYSLERDE000710000043,141,50127,01 %
10DBKDEUTSCHE BANKDE000514000881,901,70117,29 %
11DB1DEUTSCHE BOERSEDE000581005586,560,70211,58 %
12DPWDEUTSCHE POSTDE000555200420,480,50102,45 %
13DTEDT.TELEKOMDE000555750814,080,62106,40 %
14EOAE.ON DE000761440687,392,351310,40 %
15FMEFRESEN.MED.CAREDE000578580289,001,12170,53 %
16HEN3HENKELDE000604843285,001,30150,87 %
17HRXHYPO REAL ESTATEDE000802770743,980,35151,01 %
18IFXINFINEON TECH.DE00062310047,730,00700,81 %
19LINLINDE DE000648300165,771,25160,93 %
20LHALUFTHANSA DE000823212512,510,30140,99 %
21MANMAN DE000593700745,081,05141,09 %
22MEOMETRO DE000725750340,801,02131,01 %
23MUV2MUENCH.RUECKVERS.DE0008430026114,382,00104,09 %
24RWERWE DE000703712962,551,50135,01 %
25SAPSAP DE0007164600153,161,10275,62 %
26SCHSCHERING DE000717200956,601,00171,69 %
27SIESIEMENS DE000723610172,401,251710,42 %
28TKATHYSSENKRUPPDE000750000117,620,60111,19 %
29TUI1TUI DE000TUAG00017,300,7790,67 %
30VOWVOLKSWAGEN DE000766400544,611,05111,24 %

Seit unserer letzten Bewertung hat es eine DAX®-Umstellung gegeben. Da die HypoVereinsbank von Unicredit geschluckt wurde, wurde sie am 19.12 durch die Hypo Real Estate ersetzt. Diese DAX®-Änderung führte auch zu einer frühzeitigen Umstellung des Lotto Depots am Weihnachtsabend.

Umlaufrendite, €/US-$ und Rohölpreis

Umlaufrendite Dezember 2005

Die Tagesgeldern sind, trotz einem ersten erfolgten Zinsanhebungsschritt durch die EZB, seit unserer letzten Bewertung unverändert. Sie liegen zwischen 2 und 2,75%. Zahlt Ihre Bank weniger? Wenn ja, tragen Sie Ihre Tagesgelder zur Konkurrenz! Die Rendite bei Bundesschatzbriefen ist deutlich angestiegen. Sie rentieren momentan mit 2,88 bis 3,07%. In den USA steigen die Zinsen am kurzen Ende und die Inflationsängste weiter an und haben sich schon erheblich von den Unserigen entfernt. Am langen Ende ist dort ein leichtes Sinken der Zinsen zu beobachten. Es entwickelt sich eine inverse Zinslage. Das bedeutet, dass Rezessionsängste aufgekommen. Bei uns markierte die Umlaufrendite dieses Jahr ein Nachkriegstief nach dem anderen. Seit dem Spätsommer hat sich die Situation allerdings geändert und es scheint Schluss zu sein mit den netten Kursgewinnen am Rentenmarkt. Ist das jetzt die schon seit über 2 Jahren erwartete Zinswende oder legt die Umlaufrendite nur eine Verschnaufpause ein und täuscht uns ein weiteres Mal? Welche Kursverluste drohen, kann man der weiter unten aufgeführten Tabelle entnehmen. Die Gefahr, dass durch die starken Ölpreissteigerungen Inflation importiert wird, ist inzwischen real und die EZB musste schon mit einer ersten Zinserhöhung um 0,25% gegensteuern. In den USA entweicht inzwischen laut hörbar die Luft aus der Anleiheblase. Auch bei uns sollten sich die Überlegungen eher um einen Ausstieg als um einen Einstieg in den Rentenmarkt drehen. Seit September spüren auch die hiesigen Anleger die ersten nachhaltigen Kursverluste.

Renditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt) und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

In den USA hat sich die Entwicklung von der Unserigen schon seit längerer Zeit getrennt. So rentieren z. B. US-Staatsanleihen bei 5 Jahren mit 4,25%, bei 10 Jahren mit 4,40% und bei 30 Jahren mit 4,55%. Das US-Tagesgeld rentiert aktuell bei 4,25%.

1 Jahr US-$/Euro

Die regelmäßigen Leitzinserhöhungen in den USA zeigen Wirkung und prügeln den €uro nach Süden. Nur die weiterhin umfangreichen Investitionen aus dem US-$-Raum bei uns und der erste Zinserhöhungsschritt der EZB konnten den Fall im Bereich von 1,18 US-$ ausbremsen. In den USA stehen angeblich nur noch wenige Erhöhungen an und die EZB will die Zinsen weiter moderat erhöhen. Die immer noch wesentlich günstiger bewerteten europäischen Aktien locken wahrscheinlich weiterhin US-amerikanische Investoren nach Europa. Das könnte zu einer Stabilisierung des €uros führen. Die US-amerikanischen Aktien haben dieses Jahr nur leichte Kursgewinne realisiert. Die Hauptrichtung hieß Seitwärts. Die Kursgewinne aus europäischer Sicht resultieren fast ausschließlich aus Währungsgewinnen. An den allgemeinen fundamentalen Ursachen für den relativ niedrigen US-$ hat sich noch nichts geändert. Die Staatsverschuldung und das US-amerikanische Leistungsbilanzdefizit haben sich bis jetzt nicht merklich verringert. Mit einer nachhaltigen Erholung ist also nicht zu rechnen. Auf jeden Fall bleibt ein Urlaub in den USA empfehlenswert und aus rein währungstechnischer Sicht spricht nichts gegen den Kauf von US-Aktien. Die Überbewertung ist dort allerdings teilweise schon sehr stark.

Zinsen rauf, Kurse runter
Tabelle für eine Anleihe mit einem Koupon von 4 Prozent und einer Restlaufzeit von bis zu 10 Jahren.
 
Rendite12345 678910
2,00101,96103,88105,77107,62109,43 111,20112,94114,65116,32117,97
2,25101,71103,39105,02106,62108,19 109,72111,22112,68114,11115,52
2,50101,45102,89104,28105,84106,97 108,26109,52110,76111,96113,13
2,75101,22102,40103,55104,67105,77 106,83107,86108,87109,85110,80
3,00100,97101,91102,83103,72104,58 105,42106,23107,02107,79108,53
3,25100,73101,43102,11102,77103,41 104,03104,63105,21105,77106,32
3,50100,48100,95101,40101,84102,26 102,66103,06103,44103,80104,16
3,75100,24100,47100,70100,91101,12 101,32101,51101,70101,88102,05
4,00100,00100,00100,00100,00100,00 100,00100,00100,00100,00100,00
4,2599,7699,5399,3199,1098,89 98,7098,5198,3398,1698,00
4,5099,5299,0698,6398,2197,81 97,4297,0596,7096,3796,04
4,7599,2898,0097,9597,3396,73 96,1695,8295,1094,6194,14
5,0099,0598,1497,2896,4595,67 94,9294,2193,5492,8992,28
5,2598,8197,6896,6195,5994,63 93,7192,8392,0091,2190,46
5,5098,5897,2395,9594,7493,59 92,5191,4890,5089,5788,69
5,7598,3596,7895,3093,9092,58 91,3390,1489,0287,9786,97
6,0098,1196,3394,6573,0791,58 90,1788,8487,5886,4085,28


Beispiel: Eine zehnjährige Anleihe wird mit einem Nominalzins von 4% und einem Kurs von 100% emitiert. Steigt die Rendite um einen Prozentpunkt auf 5%, sinkt der Anleihekurs auf nur noch 92,28 Prozent. Ein Kursverlust von fast 8%.

1 Jahr Rohölpreis

Eine wirkliche Rohölknappheit liegt nicht vor. Die notwendigen und nicht getätigten Investitionen im vergangenen Jahrzehnt in neue (bekannte) Fördergebiete und in die verarbeitende Ölindustrie haben die Märkte anfällig für leichteste Störungen, ob diese nun aus politischen oder Naturkatastrophen resultieren, gemacht. Gleichzeitig hat die gut laufende Weltkonjunktur die Nachfrage erhöht. Besonders Indien und China sind zu neuen großen Konsumenten geworden. Der hohe Rohölpreis führt zwischenzeitlich zu einer grundsätzlichen Erhöhung aller Energiepreise und die Folgen werden sich noch deutlicher im Preisgefüge der Güter niederschlagen. Aktuell schützt uns auch kein weiter steigender €uro mehr wie in 2004. Wir werden eine deutlicherere Inflation erleben. Wir müssen uns also langsam mit dem Gedanken an steigende Zinsen, auf kurzfristige und mittelfristige Sicht, anfreunden. Die Probleme am Rentenmarkt klopfen immer deutlicher an an die Tür. Nachhaltig wird der Rohölpreis allerdings das heutige Niveau nicht halten können. Erste größere Investitionen in die Förderung und Verarbeitung sind schon angelaufen. In wenigen Jahren werden sich die Energiepreise wieder beruhigen.

Trotzdem die Umlaufrendite scheinbar ihr Tal durchschritten hat, ist das Zinsniveau, unter historischen Gesichtspunkten, immer noch sehr niedrig. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Zinsen steigen werden ist höher als dass sie gleich bleiben oder sinken werden.

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Alle DAX®-Teilnehmer befinden sich in der Gewinnzone. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

In den letzten 12 Monaten hatten wir einen Dividendenausfall bei Infineon Tech. (Anteil am DAX®: 0,81%) zu beklagen. Die Sanierungsarbeiten in den Firmen tragen also schon sichtbare Früchte. Trotz starken Kurssteigerungen hält sich die Dividendenrendite auf einem hohen Niveau und bietet mehr als viele Banken für die kurzfristige Geldanlage bereit sind zu zahlen. Sie sollte auf keinen Fall ignoriert werden. Die Gewinnsituation der DAX®-Teilnehmer hat sich weiter erheblich gebessert. Viele Unternehmen haben schon steigende Dividenden angekündigt.

Trotz großem Kurssprung nach Norden ist der DAX® so günstig bewertet wie noch nie seit wir diese Bewertungen durchführen und alle Firmen Gewinne schreiben. Er ist deutlich unterbewertet. Sollte es keinen weltwirtschaftlichen Einbruch geben sind, aus fundamentaler Sicht, weitere Kurssteigerungen erlaubt. Sollten die Zinsen auf dem heutigen niedrigen Niveau verharren, ist der DAX® ein Schnäppchen. Er ist immer noch wesentlich günstiger bewertet als der S&P500. Die sauber bilanzierten Gewinne seiner Teilnehmer sind immer noch höher als die Proformaergebnisse der Teilnehmer bei seinem amerikanischen Konkurrenten. Trotzdem werden diese den weiteren Weg vorgeben. Ein Zusammenbruch in den USA würde auch den DAX® nach Süden treiben. Der Bullenwahnsinn ist also nicht wie Anno 1999/2000 ausgebrochen, noch nicht!

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht geniessen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1TUI1TUI 4,45 %
2DTEDT.TELEKOM4,40 %
3DCXDAIMLERCHRYSLER3,48 %
4TKATHYSSENKRUPP3,41 %
5EOAE.ON 2,69 %
6BASBASF 2,63 %
7MEOMETRO 2,50 %
8DPWDEUTSCHE POST2,44 %
9RWERWE 2,40 %
10LHALUFTHANSA 2,40 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11VOWVOLKSWAGEN 2,35 %
12MANMAN 2,33 %
13DBKDEUTSCHE BANK2,08 %
14ALT ALTANA 2,07 %
15LINLINDE 1,90 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1LHALUFTHANSA 12,51
2DTEDT.TELEKOM14,08
3TUI1TUI 17,30
4TKATHYSSENKRUPP17,62
5DPWDEUTSCHE POST20,48

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6MEOMETRO 40,80
7DCXDAIMLERCHRYSLER43,14
8RWERWE 62,55

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1SIESIEMENS 10,42 %
2EOAE.ON 10,40 %
3ALVALLIANZ 8,74 %
4DBKDEUTSCHE BANK7,29 %
5DCXDAIMLERCHRYSLER7,01 %
6DTEDT.TELEKOM6,40 %
7BASBASF 5,92 %
8SAPSAP 5,62 %
9RWERWE 5,01 %
10BAYBAYER 4,43 %

Die 10 größten Aktiengesellschaften haben heute im DAX® ein Gewicht von 71,24%%. Ihr Anteil hat, seit unserer Bewertung Ende September 2005, leicht zugenommen. Im gleichen Zeitraum hat das Gewicht der Technologie (23,25%) leicht abgenommen. Die großen Technologieunternehmen laufen also weiterhin schlechter als der Markt. Die Münchener Rück hat es immer noch nicht zurück in die Titanenliste gebracht. Es gab immer noch zu große Naturkatastrophen mit zu großen Schäden. Diese führen zu Beitragserhöhungen und dann in ruhigeren Jahren zu einer Gewinnexplosion in der Rückversicherung. Da unser Staat klamm ist, läuft der Verkauf seines Aktienbesitzes, ohne große Rücksicht auf die aktuellen Kurse, weiter. Inzwischen ist die Deutsche Post vollständig privatisiert und die Deutsche Telekom wird es wahrscheinlich in 2006/2007 sein. Beide Unternehmen liefen deshalb in den vergangenen 12 Monaten schlechter als der Markt, die Deutsche Telekom grottenschlecht. Dies bleibt wahrscheinlich auch noch das Schicksal der Deutschen Telekom für die nächsten Monate. Die bundeseigene KfW wird den Markt weiterhin fleißig mit Papier bedienen. Die Ertragssituation der früheren Staatsunternehmen hat sich stark verbessert. Ein KGV auf weiter exotisch hohem Niveau hat nur die SAP. Man sieht daran, dass die Spekulanten sich mental noch nicht vollständig von der alten Technologie-Blase verabschiedet haben.

Nachfolgende DAX®-Unternehmen sollte man die vergangenen 12 Monate im Depot gehabt haben: Deutsche Börse, Commerzbank, Continental und MAN. Von folgenden Unternehmen hatten sie hoffentlich die Finger gelassen: Metro, TUI, Altana, Infineon und ganz besonders von der Deutschen Telekom.

Kurzer Blick auf den Chart

Chart

Das Jahr begann mit einer fürchterlichen Naturkatastrophe in Asien. Darauf folgten Terroranschläge und die Zerstörung riesiger Gebiete im Südosten der USA. Unsere Hühner waren gefährdet und man sprach von potentiell Millionen von Toten durch eine neue Pandemie. Die Stimmung war mies und wir fühlten uns monatelang von keiner Regierung belästigt. Es waren also katastrophale Umstände für den DAX®. Der liess sich allerdings nicht stören und marschierte feuchtfröhlich nach Norden. Die starken Hände halten offensichtlich immer noch einen erklecklichen Anteil der Aktien. Zu ihnen stießen viele institutionelle Anleger aus den USA, die sich nicht für Stimmungen sondern nur für fundamental gesunde Werte interessierten. Das Ergebnis ist eine Kursteigerung vergleichbar derjenigen von 1999, allerdings nicht vom fundamentalen Hintergrund. Die Wahnsinnigen sind noch nicht eingestiegen. Die kommen erst später, wenn man richtig schön Geld verlieren kann. Für 2006 erwarte ich allerdings deren Einstieg noch nicht. Die Erfahrungen seit 2000 sind noch zu gut in Erinnerung. Wie wird es weiter gehen? Nun die Kurse werden steigen, gleich bleiben oder fallen, so viel ist sicher. Deshalb gibt es dieses Jahr auch keine konkreten Prognosen für das neue Jahr. Diese waren die vergangenen Jahre immer so fürchterlich daneben, dass wir darauf verzichten. Sie sind sicherlich selbst in der Lage den aktuellen Trend zu verlängern, was manchmal richtig ist.

Viel Glück im neuen Jahr!

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