baer45: DAX®
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Aus Fehlern lernt man mehr als aus Erfolgen

31.12.2006: DAX®-Bewertungen

Bewertung zum 29.12.2006

Das vierte Jahr in Folge steigt der DAX® und schließt dieses Jahr mit einem erklecklichen Jahresgewinn von knapp 22% (21,98%) ab. Seit unserer letzten Bewertung Ende September 2006 hat unser Blue Chip Index um sage und schreibe 713,6 Punkte zugelegt. Der Absturz nach dem Jahreshoch im Mai war, wie schon so oft in der Börsengeschichte, der Trigger zum Aufstieg in neue Höhen. Eine Euphorie ist trotz allem noch nicht eingetreten. Es gibt noch keine Anzeichen einer "Milchmädchenhausse". Wird es so weiter gehen? Wird die Gewinnsituation der Firmen, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung und vor allem das Börsengeschehen in den USA einen weiteren Aufstieg zulassen? Sie werden hier vieles finden, das Ihnen bei Ihrer Einschätzung behilflich sein kann.

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra®- Schlusskurse vom 29.12.2006. Die Kurse und das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird, das aktuelle (Basis: Ende Dezember 2006) der Aktien und die sind aus der Süddeutschen Zeitung (Schätzungen IBES - Quelle Thomson Financial/Datastream). Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h. eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der so genannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen gab es zum Oktober 2006. Seitdem muss der Firmensitz nicht mehr in Deutschland sein und das Gewicht wird bei 10% gekappt.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS-SALOMONDE000500340437,730,3316,001,12 %
2ALVALLIANZ DE0008404005154,762,0013,009,74 %
3ALT ALTANA DE000760080147,001,1014,000,48 %
4BASBASF DE000515100573,852,0012,005,39 %
5BMWBAY.MOTOREN WERKEDE000519000343,510,6411,002,04 %
6BAYBAYER DE000575200040,660,9516,004,52 %
7CBKCOMMERZBANKDE000803200428,850,5012,002,52 %
8CONCONTINENTALDE000543900488,101,0012,001,88 %
9DCXDAIMLERCHRYSLERDE000710000046,801,5015,006,47 %
10DBKDEUTSCHE BANKDE0005140008101,342,5011,007,69 %
11DB1DEUTSCHE BOERSEDE0005810055139,422,1025,002,07 %
12DPWDEUTSCHE POSTDE000555200422,840,7012,002,58 %
13DPBDEUTSCHE POSTBANKDE000800100963,971,2518,000,76 %
14DTEDT.TELEKOMDE000555750813,840,7213,005,61 %
15EOAE.ON DE0007614406102,832,75+4,2515,009,84 %
16FMEFRESEN.MED.CAREDE0005785802100,971,2319,000,90 %
17HEN3HENKELDE0006048432111,481,3619,000,96 %
18HRXHYPO REAL ESTATEDE000802770747,741,0015,000,93 %
19IFXINFINEON TECH.DE000623100410,680,00-1,16 %
20LINLINDE DE000648300178,261,4018,001,28 %
21LHALUFTHANSA DE000823212520,850,5022,001,39 %
22MANMAN DE000593700768,461,3516,001,19 %
23MEOMETRO DE000725750348,311,0218,001,13 %
24MUV2MUENCH.RUECKVERS.DE0008430026130,423,1011,003,95 %
25RWERWE DE000703712983,501,7517,005,66 %
26SAPSAP DE000716460040,260,3627,005,19 %
27SIESIEMENS DE000723610175,141,3519,009,15 %
28TKATHYSSENKRUPPDE000750000135,690,70+0,1015,002,04 %
29TUI1TUI DE000TUAG00015,140,7713,000,50 %
30VOWVOLKSWAGEN DE000766400585,891,1524,001,85 %
E.ON und THYSSENKRUPP leisteten neben der Dividendenzahlung auch noch eine Sonderzahlung

Im Laufe des Jahres wurde der DAX® einmal umgestellt. BAYER schluckte, in einem Bieterwettbewerb mit MERCK, SCHERING. Die DEUTSCHE POSTBANK nimmt seitdem den Platz von SCHERING ein. Auch 2007 werden wir mindestens eine Umstellung erleben. Die ALTANA AG hat die ALTANA Pharma AG und damit das gesamte Pharmageschäfts an die dänische Nycomed zum 31.12.2006 veräußert. Der vorläufige Veräußerungserlös beträgt ca. 4,6 Mrd. €uro. Der Veräußerungserlös wird in 2007 als Sonderdividende in der Höhe von ca. 32 €uro ausgeschüttet werden (Kurs zum Jahresende 47 €uro). Die ALTANA AG wird sich zukünftig auf das Spezialchemiegeschäft konzentrieren und den DAX® Ende März ("Fast Exit" weil schlechter als Rang 45 in der Marktkapitalisierung) verlassen müssen. Sie könnte durch MERCK ersetzt werden. Die jetzige Bewertung ist die übliche Bewertung zum Jahresende. Besondere Gründe lagen nicht vor. Es ist jedoch interessant, in wieweit die jüngste Kursentwicklung die Bewertung verändert hat.

Umlaufrendite, €/US-$ und Rohölpreis

Entwicklung der Umlaufrendite in 2006

Für Zinsanleger bleibt die Luft dünn. Auch für das kommende Jahr rechnen Analysten mit steigenden Renditen und folglich mit fallenden Kursen. Das hat eine Umfrage der F.A.Z. bei 19 Banken ergeben. Behalten sie recht, wird 2007 das zweite schwache Rentenjahr in Folge, denn auch in diesem Jahr ließ sich mit festverzinslichen Anlagen kaum Geld verdienen. Die Kursverluste von durchschnittlich rund 3,5 Prozent haben die Kuponeinnahmen der Anleger fast vollständig aufgezehrt, so dass unter dem Strich für den , der die Wertentwicklung deutscher Bundesanleihen abbildet, nur ein winziges Plus bleibt. Wer Anleihen mit langer Laufzeit gekauft hat, muss nun sogar einen negativen Gesamtertrag hinnehmen. Das hat es zuletzt 1994 und 1998 gegeben. Ganz so schlimm wird es nach Einschätzung der meisten Analysten - die mit ihren Anfang dieses Jahres geäußerten Prognosen übrigens recht gut lagen - 2007 allerdings nicht werden. Im Durchschnitt rechnen sie damit, dass sich die Rendite für zehnjährige Bundesanleihen nur leicht von derzeit rund 3,94 auf 4,1 Prozent erhöhen wird. Käme es dazu, ständen den Zinseinnahmen wieder Kursverluste gegenüber. Die Bandbreite der Vorhersagen liegt zwischen 3,5 Prozent (M.M. Warburg) und 4,5 Prozent (Merck Finck).
 
Seit unserer Letzten Bewertung gab es 2 weitere Zinserhöhungen durch die EZB. Seit dem 13. Dezember, nach mittlerweile sechs Zinserhöhungen in Folge, beträgt der Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des Eurosystems 3,5% (für Spitzenrefinanzierungsfazilität 4,50% und für die die Einlagefazilität 2,50%). Mit einer weiteren Erhöhung um 25 Basispunkte ist im ersten Quartal 2007 zu rechnen. In den USA gab es zwischenzeitlich keine weiteren Erhöhungen. Nach der 17. Erhöhung des Leitzinses Ende Juni in Folge auf 5,25%, scheint in den USA der Gipfel erreicht zu sein. Seitdem hat das Federal Open Market Committee (FOMC) der US-Notenbank den kurzfristigen Leitzinssatz erwartungsgemäß bei 5,25% belassen. Die Hoffnungen auf baldige Zinssenkungen durch die FED in den USA kann baer45 nicht teilen. Er rechnet für das nächste Quartal eher mit einem gleich bleibenden Zins. Die Tagesgelder haben noch nicht voll auf die letzte Zinserhöhung der EZB reagiert. Die Spitzensätze liegen aktuell bei 2,75 bis 3,3%. Zahlt Ihre Bank weniger? Wenn ja, tragen Sie Ihre Tagesgelder zur Konkurrenz! Die Rendite bei Bundesschatzbriefen ist weiter angestiegen. Sie rentieren momentan mit 3,72 bis 3,82%. Den Bundesfinanzminister wird diese Entwicklung nicht freuen. Er muss immer tiefer in die Tasche greifen. Also auch der Bund sieht die Zinsen weiter steigen. Kein idealer Zeitpunkt um in den Rentenmarkt einzusteigen. Sollte die Weltwirtschaft, wie allgemein erwartet, nur etwas abkühlen und die Aktienkurse nicht weg brechen, wird die Umlaufrendite weiter ansteigen.

Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt) und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

In den USA kriegt man momentan für Tagesgelder 5,25%. US-Staatsanleihen (Treasury Note) rentieren bei 5 Jahren mit 4,70%, bei 10 Jahren mit 4,71% und bei 30 Jahren mit 4,82%. Das Zinsniveau dort unterscheidet sich immer noch deutlich zum Zinsniveau im €uroraum. Vor einiger Zeit sah es so aus, als ob sich eine inverse Zinskurve ausbilden würde - üblicherweise ein Vorzeichen auf die Erwartung auf eine kommende Rezession. Zwischenzeitlich haben wir bei US-Staatsanleihen wieder eine flache Zinskurve, während auf dem Markt der sicheren Anleihen noch eine leichte inverse Zinsstruktur vorherrscht.

Etwicklung des Verhältnisses €/US-$ in 2006

Der €uro ist, wie Umfragen belegen, auch fünf Jahre nach Einführung wenig beliebt. Dennoch eilt die europäische Währung von Erfolg zu Erfolg. Erstmals gibt es weltweit mehr €uro- als Dollar-Noten und am 1. Januar begrüßen wir ein neues Mitglied im €uro-Raum: Slowenien. Ein kleines Land mit stabilen Verhältnissen und einer sich sehr gut entwickelnden Wirtschaft. Es ist ein Gewinn für den €uro. Die Führung beim Papiergeldumlauf bedeutet allerdings nicht, dass der €uro der US-Währung insgesamt den Rang abgelaufen hätte. An den Finanzmärkten, bei den Ölrechnungen und in der Reservehaltung der Zentralbanken rangiert die US-Währung unangefochten auf Platz eins. Zwei Drittel aller Währungsreserven werden in der amerikanischen Währung gehalten. Aber Staaten wie China, die Vereinigten Arabischen Emirate, Australien und Iran beginnen in Euro umzuschichten. Bundesbank-Vizepräsident Franz-Christoph Zeitler sagte, der €uro sei erfolgreich in die Fußstapfen der D-Mark getreten, wie sich an der anhaltenden Preisstabilität zeige. "Auch der hohe Bargeld-Umlauf ist ein Ausdruck des Vertrauens."
 
Monatelang bewegten sich das Verhältnis €/US-$ kaum. Anhänger der Theorie der Kaufkraftparität hätten eher einen Ausbruch des US-$ und nicht des €uros erwartet. Aber es kam anders. Die europäische Währung drehte nach Norden. Maßgeblicher waren offensichtlich die starken US-Investitionen im €uro-Raum als wie irgendwelche nicht bewiesenen Theorien. Auch die nachhaltigen US-Handels- und Leistungsbilanzdefizite sind nur durch eine starke US-$-Abwertung in den Griff zu kriegen. Hoffentlich geht die Abwertung in kleinen Schritten vor sich. Ansonsten wäre mit einem größeren Trubel in den Finanzsystemen zu rechnen. Auf jeden Fall ist ein Urlaub in den USA fast schon ein Zwang. Bezüglich Aktien muss man festhalten, dass die einheimischen Papiere immer noch günstiger als die US-amerikanischen Aktien bewertet sind. Das könnte bedeuten, dass der Spruch "Bleibe im Land und ernähre dich redlich" auch im nächsten Jahr seine Gültigkeit behält.

Entwicklung des Rohölpreises in 2006

Der Rohölpreis wurde dieses Jahr zeitweise sehr stark von der politischen Situation geprägt (Nahostkrise/-krieg und Iran). Dieser Effekt hat sich inzwischen weitgehend verflüchtigt, kann jedoch jederzeit wieder auftauchen. Mit ca. 60 US-$ je Fass leichtes Rohöl liegt er allerdings immer noch um ein Drittel höher als Ende 2004. Gut, dass der starke €uro den Preis für uns merklich verbilligte. Allgemein wird, sollten die Konflikte in Nahost und Iran nicht wieder aufflammen, mit einem weiteren Sinken des Ölpreises gerechnet. baer45 nimmt jedoch an, dass der Rohölpreis im nächsten Jahr nicht in die alten Preisregionen um 40 US-$ je Fass zurück kehren wird. Es wird wahrscheinlich noch der Rest des politischen Preisanteils entweichen und der milde Winter wird den Preis auch noch drücken. Trotz Abkühlung der Weltkonjunktur wird jedoch noch mit einem Wachstum von über 4% gerechnet. Das wird reichen die Nachfrage, trotz Ausweitung der Investitionen in Förder- und Verarbeitungskapazitäten, hoch zu halten und damit verhindern, dass die Preise zu groß ins Trudeln kommen werden. Die Inflation in den entwickelten Industrieländer wurde diesmal weit weniger als in den 70-ziger und 80-ziger durch den hohen Ölpreis angetrieben. Man merkt daran die abnehmende Schwerindustrieproduktion und die damit einhergehende Abnahme der Energieabhängigkeit.

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. INFINEON TECH. schreibt Verluste und bleibt deshalb bei der KGV(2)-Bestimmung außen vor (verbleiben 98,84%) und wird in der KGV(1)-Bestimmung verlustfrei gestellt. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

In den letzten 12 Monaten hatten wir einen Dividendenausfall bei INFINEON TECH. (Anteil am DAX®: 1,16%) zu beklagen. Sonst gab es fast durchgängig kräftige Dividendenerhöhungen und sogar Sonderzahlungen (sie werden bei der Berechnung Index-Dividendenrendite berücksichtigt und fallen bei der Kandidatenaufstellung für Dividendenstrategien unter den Tisch). Die Sonderzahlung von E.ON übertraf deren Dividende deutlich. Die Sanierungsarbeiten in den Firmen und die gute Weltkonjunktur tragen Früchte. Die Gewinne sind zweistellig gewachsen. Die weiteren Kurssteigerungen haben die Dividendenrendite etwas reduziert. Sie bietet immer noch weit mehr als viele Banken für die kurzfristige Geldanlage bereit sind zu zahlen. Sie sollte auf keinen Fall ignoriert werden. Für nächstes Jahr haben schon einige Firmen Dividendenerhöhungen angekündigt. Allerdings wird TUI keine Dividende zahlen. Wenn sich die Marktkapitalisierung von TUI so wie bisher weiter entwickelt ist deren Verbleib im DAX® gefährdet.

Die weiteren Kurssteigerungen haben die Bewertung des DAX® verschlechtert. Er ist in den Bereich der fairen Bewertung eingetreten und könnte bei einem weiteren ungebochenem Kursanstieg demnächst in die Übertreibungsphase übergehen. Sollte es keinen weltwirtschaftlichen Einbruch geben sind aus fundamentaler Sicht immer noch Kurssteigerungen erlaubt. Sollten die Zinsen auf dem heutigen niedrigen Niveau verharren, ist der DAX® immer noch bezahlbar. Er ist immer noch wesentlich günstiger bewertet als der S&P500. Die sauber bilanzierten Gewinne seiner Teilnehmer sind immer noch höher als die Proformaergebnisse der Teilnehmer bei seinem amerikanischen Konkurrenten. Trotzdem werden diese den weiteren Weg vorgeben. Ein Kurseinbruch in den USA würde auch den DAX® nach Süden treiben.

Historische Entwicklung

Es ist nicht ungefährlich in die Vergangenheit zu schauen und daraus einfache Projektionen für die Zukunft abzuleiten. So ist z. B. Der DAX® des Jahres 2006 nicht mehr der DAX® des Jahres 2000. Die Änderungen im Regelwerk bezüglich "Freefloat" würden heute eine künstliche Marktenge bei der Nachbildung des Index wie vor 2000 mit der TELEKOM und anderen verhindern. Auch ändern sich laufend die Umgebungsbedingungen. Nur eins ist sicher. Es geht nicht immer Aufwärts. Zwischenzeitlich geht es auch mal ab in den Süden. Das war in der Vergangenheit so und wird uns auch zukünftig erhalten bleiben.

Ergebnise im simulierten DAX® 1956-1987
Quellen: DAI Factbook nach Richard Stehle (Humboldt Universität.),
Thomson Financial/Datastream und F.A.Z

Ergebnisse im DAX® seit Gründung
Quellen: DAI Factbook nach
Richard Stehle (Humboldt Universität.),
Thomson Financial/Datastream und F.A.Z


 
Die Kursentwicklung der vergangenen 4 Jahre ist sicherlich nicht nur eine technische Reaktion auf den Salami-Crash. Die exzellente Entwicklung der Eigenkapitalrendite hat diese Entwicklung fundamental unterfüttert. Wenn es absehbar wird respektive die Befürchtung stark steigt, dass es mit der Eigenkapitalrendite abwärts gehen wird, werden auch die Kurse den Weg nach Süden einschlagen.

Betrachtet man den Zeitpunkt ab 1956, kommt man zum Ergebnis, dass die Entwicklung der vergangenen 4 Jahre nicht außergewöhnlich war. Aus dem Rahmen viel sicherlich der Salami-Crash von 2000 bis 2002. Um so verständlicher ist die nachfolgende Erholung. Allerdings ist auch klar ersichtlich, dass die Entwicklung nicht so weiter gehen wird. Innerhalb der nächsten 2 Jahren wird ein stärkerer Konjunktur- und Kurseinbruch immer wahrscheinlicher.

Eigenkapitalrendite 76-06
Quellen: Morgan Stanley,
Dresdner Kleinwort und F.A.Z


Im Mai 2004 beschäftigten wir uns das erste Mal ausführlich mit der Problematik der langfristigen Spekulation. Seit dem führen wir unsere Tabelle bezüglich Renditen bei langfristigen DAX®-Anlagen weiter und erweitern sie um einen virtuellen Ausstieg am 29.12.2006 (Tagesschlusskurs). Der Einstiegszeitpunkt war jeweils am Jahresanfang:

Einstiegsjahr:1960196519701975198019851988 (*)1990199520002005
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 27.12.02: 
4,514,774,677,14 7,917,077,213,513,98-25,15-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.03: 
5,195,545,558,11 9,058,568,975,727,40-12,54-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.04: 
5,245,585,618,09 8,998,508,885,837,40-8,85-,--
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 30.12.05: 
5,686,076,168,67 9,659,349,847,079,09-3,6326,32
Rendite p. a. in % 
Ausstieg: 29.12.06: 
6,006,596,569,06 10,089,8810,457,8910,11-0,3324,09
(*): DAX®-Gründung; vorherige Werte sind simuliert.
Basis: jeweils 1. Tagesschlusskurs des Einstiegsjahres (Ausnahme Gründungszeitpunkt 1988 0.00 Uhr: 1000)
ACHTUNG: Die ausgewiesene Rendite ist immer ein Zinseszins! Gilt auch für negative Renditen.


Trotz der außergewöhnlich positiv verlaufenden Kursentwicklung herrscht in Deutschland keine Euphorie und keine "Milchmädchenhausse". Sowohl die Anzahl der Aktionäre als auch die der Fondsbesitzer nimmt laufend ab. Der Schock des Salami-Crashs wirkt immer noch nach. Je öfters die alten Einstiegskurse wieder auftauchen umso stärker ist der Schwund. Der ausländische Besitzanteil an deutschen Firmen wächst.

Aktionärsentwicklung
Quelle: DAI-Kurzstudie 2/2006


Machen Sie Ihre eigenen Einschätzungen für 2007 und lesen dann hier wie die "Profis" die Situation sehen. Aber ACHTUNG: Ihre eigenen Einschätzungen werden genau so wenig wie die Profieinschätzungen zu gebrauchen sein.
 

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht geniessen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1DTEDT.TELEKOM5,20 %
2TUI1TUI 5,09 %
3DCXDAIMLERCHRYSLER3,21 %
4DPWDEUTSCHE POST3,06 %
5BASBASF 2,71 %
6EOAE.ON 2,67 %
7DBKDEUTSCHE BANK2,47 %
8LHALUFTHANSA 2,40 %
9MUV2MUENCH.RUECKVERS.2,38 %
10BAYBAYER 2,34 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11ALT ALTANA 2,34 %
12MEOMETRO 2,11 %
13RWERWE 2,10 %
14HRXHYPO REAL ESTATE2,09 %
15MANMAN 1,97 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM13,84
2TUI1TUI 15,14
3LHALUFTHANSA 20,85
4DPWDEUTSCHE POST22,84
5BAYBAYER 40,66

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6DCXDAIMLERCHRYSLER46,80
7BASBASF 73,85
8DBKDEUTSCHE BANK101,34

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1EOAE.ON 9,84 %
2ALVALLIANZ 9,74 %
3SIESIEMENS 9,15 %
4DBKDEUTSCHE BANK7,69 %
5DCXDAIMLERCHRYSLER6,47 %
6RWERWE 5,66 %
7DTEDT.TELEKOM5,61 %
8BASBASF 5,39 %
9SAPSAP 5,19 %
10BAYBAYER 4,52 %

Die 10 größten Aktiengesellschaften haben heute im DAX® ein Gewicht von 69,26%. Ihr Anteil hat, seit unserer Bewertung im September 2006, leicht zugenommen. Im gleichen Zeitraum hat das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS = 21,11%) leicht abgenommen. Bis auf INFINEON TECH. liefen alle Mitglieder dieser Gruppe dieses Jahr schlechter als der Markt. Die MÜNCHNER RÜCK hat es immer noch nicht zurück in die Titanenliste gebracht. Sie gehört zu den "billigen" DAX®-Teilnehmer. Die Anleger fürchten immer noch weitere Naturkatastrophen mit großen Schäden. Ein KGV auf weiter exotisch hohem Niveau (über 20) hat nur die SAP und die DEUTSCHE BÖRSE. Man sieht daran, dass die Spekulanten sich mental noch nicht vollständig von der alten Technologie-Blase verabschiedet haben. Eigentlich sind die Fusionsspekulationen zur DEUTSCHE BÖRSE geplatzt. Sie könnte demnächst landen.

Einzelergebnisse

RangNameSchlusskurs
2005
Schlusskurs
2006
Veränderung
in %
1THYSSENKRUPP17,6235,69102,55
2VOLKSWAGEN44,6185,8992,54
3LUFTHANSA12,5120,8566,87
4DEUTSCHE BOERSE86,56139,4261,07
5MAN45,0868,4651,86
6INFINEON TECH.7,7310,6838,16
7RWE62,5583,5033,49
8HENKEL85,00111,4831,15
9DEUTSCHE POSTBANK49,0063,9730,55
10LINDE62,8178,2624,60
11DEUTSCHE BANK81,90101,3423,74
DAX®5408,266596,9221,98
12ALLIANZ127,94154,7620,96
13METRO40,848,3118,41
14E.ON87,39102,8317,67
15CONTINENTAL74,9888,1017,50
16BAY.MOTOREN WERKE37,0543,5117,44
17BAYER35,2940,6615,22
18BASF64,7173,8514,12
19MUENCH.RUECKVERS.114,38130,4214,02
20FRESEN.MED.CARE89,00100,9713,45
21DEUTSCHE POST20,4822,8411,52
22COMMERZBANK26,0228,8510,88
23HYPO REAL ESTATE43,9847,748,55
24DAIMLERCHRYSLER43,1446,808,48
25SAP38,2940,265,14
26SIEMENS72,4075,143,78
27ALTANA46,0047,002,17
28DT.TELEKOM14,0813,84-1,70
29ADIDAS-SALOMON40,0037,73-5,68
30TUI17,3015,14-12,49

Es war wieder leicht möglich schlechter als der Markt abzuschneiden. Die überwiegende Anzahl der Fonds werden das auch geschafft haben. Wurden auch Sie schon öfters vom Markt geschlagen? Wenn ja, kaufen Sie doch einfach das nächste Mal den Index.
 
Spitzenreiter im DAX® war die Aktie des Stahlriesen THYSSENKRUPP, deren Kurs sich binnen Jahresfrist mehr als verdoppelte. Das Unternehmen profitierte vor allem von der gestiegenen Nachfrage nach Metallen aller Art, insbesondere nach hochwertigem Stahl. Zu den Dax®-Gewinnern gehörten auch die Titel von Europas führendem Autokonzern VOLKSWAGEN. Nach Jahren der Krise griff bei den Wolfsburgem zum einen ein ausgeklügeltes Sanierungsprogramm. Zum anderen beflügelte der Einstieg von Porsche die Phantasie der Investoren. Zu den positiven Überraschungen gehören auch die Papiere der LUFTHANSA sowie von DEUTSCHE BOERSE und MAN, die um wenigstens die Hälfte oder mehr zulegten. Alle drei Werte profitierten dabei auch von Fusionsphantasien. So verkündigte LUFTHANSA-Chef Wolfgang Mayrhuber neben hohen Gewinnen wiederholt, an der in der Branche anstehenden Konsolidierung "aktiv mitmischen" zu wollen. Der Maschinen- und Nutzfahrzeugkonzern MAN könnte sich zu neuer Größe aufschwingen, wenn die angekündigte Übernahme des Konkurrenten SCANIA klappt. Von einem solchen Schritt würde im Übrigen auch der VW-Konzern profitieren, der an beiden Firmen beteiligt ist. Einen Sonderfall stellt die Aktie der DEUTSCHE BOERSE dar. Zuerst beflügelte die Idee einer Fusion mit Euronext den Kurs. Doch als im November endgültig klar war, dass die Mehrländerbörse dem Mitbieter New York Stock Exchange den Vorzug gibt, fiel der Kurs nur kurzfristig, um seitdem um mehr als zehn Prozent auf ein Rekordhoch zu steigen.

Kurzer Blick auf den Chart

12 Jahre DAX®

Anfang 1988 startete der DAX® mit 1000 Punkten und erreichte in 2000 im Tagesverlauf (7.3.2000) sein Allzeithoch mit 8136,16 Punkten. Das war der Höhepunkt der "New Economy"-Blase. Der anschließende Salami-Crash führte uns in 2003 im Tagesverlauf (19.3.2003) in den tiefen schwarzen Keller mit nur noch 2188,75 Zählern. Seit dem ging es mit kleineren Unterbrechungen kontinuierlich Aufwärts und das Jahr 2006 schloss mit 6596,92 Punkten ab.
 
Ist diese Betrachtungsweise zulässig? Nicht ganz. Der DAX® von Ende 2006 ist eben nicht mehr der DAX® von 1999. Der Crash hat nämlich zu weit reichenden Regeländerungen (u. a. "Freefloat") im Index geführt. Ein Spielchen, das mit der Angebotsverengung u. a. der DT.TELEKOM gespielt wurde, wäre so heute nicht mehr möglich und der DAX® hätte auch nicht einen so hohen Punktestand im Jahr 2000 erreicht. Zur Verdeutlichung: Würde man die DT.TELEKOM so aus dem Index herausrechnen als ob sie nie existiert hätte, hätten wir diese Woche ein neues Allzeithoch erreicht. Wir stehen also schon sehr hoch!
 
Trotzdem unterscheidet sich die heutige Situation wesentlich von derjenigen in 2000. Heute liegt keine irrwitzige Bewertung des Index vor. Er ist heute "fair" bewertet. Ursache sind die extremen Kostenreduzierungen, Rationalisierungsmaßnahmen und die internationale Arbeitsteilung (Globalisierung) in den Firmen bei einer gleichzeitig sehr gut laufenden Weltkonjunktur, die inzwischen auch Deutschland erreicht hat. Das alles hat zu starken Gewinnsteigerungen (Gewinnwachstum im zweistelligen Bereich) geführt. Allerdings sind zwischenzeitlich die Rationalisierungsmaßnahmen ziemlich ausgelutscht, die Weltkonjunktur wird sich abkühlen und die Mitarbeiter klagen höhere Gehälter ein. Allgemein wird erwartet, dass das Gewinnwachstum im nächsten Jahr einstellig wird und dementsprechend die Kursgewinne im DAX® aussehen werden. Starke Kurssteigerungen würden nur im Rahmen einer Übertreibungsphase ("Milchmädchenhausse") möglich werden. Ganz ausschließen kann man das nicht. Es stehen genügend Spekulanten am Seitenaus, die den Einstieg verpasst haben. Dagegen spricht der noch nicht vergessene Salami-Crash: Gebrannte Kinder scheuen das Feuer!
 
Seit Mitte des Jahres hängen wir wieder stärker am US-amerikanischen Rockzipfel. Wir tun keinen Schritt mehr ohne in die USA zu schielen. In den USA hat die Konjunktur ihren Höhepunkt überschritten und manche befürchten eine "harte Landung". Die Probleme um die Immobilienblase könnte den Konsum so stark schädigen, dass die US-amerikanische Wirtschaft gar eine Rezession erleben könnte. Wenn dieser Fall eintreten sollte, würde die Weltkonjunktur wesentlich stärker als erwartet abkühlen und der dann stattfindende Einbruch der US-Aktienkurse würde das DAX®-Geschehen stark negativ beeinflussen. Inzwischen glaubt die Mehrheit nicht mehr an dieses Szenario aber Wachsamkeit bleibt angesagt! Eventuell bringt uns die bevorstehende Berichtsaison brauchbarere Indizien.
 
Wachsam sollte man auch wegen den potentiellen politischen Störungen sein. Größere Konflikte würden uns, da wir uns schon auf einem sehr hohen Niveau befinden, stärker in den Abgrund scheuchen. Auch bleibt ein stärkeres Rappeln im internationalen Finanzsystem nie ausgeschlossen. Wachsam müssen wir also aus vielen Gründen sein. Wir wollen ja rechtzeitig einen erklecklichen Anteil unserer Buchgewinne in reale Gewinne umformen. Aber Sie haben sicherlich schon längst Ihre Marken respektive Regeln, nach den Sie aussteigen werden. Lassen Sie sich also nicht von einer eventuell aufkommenden Euphorie anstecken. Bleiben Sie kühl und wachsam.
 
Soll man jetzt noch einsteigen? Der DAX® ist nicht billig. Er ist nicht teuer. Er ist "fair" bewertet. Das US-amerikanische Vorbild S&P500 ist teurer, allerdings unter dem amerikanischen Blickwinkel noch im oberen Bereich der "fairen" Bewertung. In der Praxis enteilen die Kurse immer wieder der fairen Bewertung. Mal nach Norden, mal nach Süden. Kaufen tut man Aktien im Regelfall wenn sie "billig" sind oder besondere Chancen lauern. Eine Möglichkeit für weiter stark steigende Kurse wäre der Start einer "Milchmädchenhausse", also einer deutlichen Übertreibungsphase. Schließt man eine derartige Entwicklung aus, werden sich die Kurse entsprechend der Entwicklung der Gewinne verhalten. Momentan wird erwartet, dass sich das Gewinnwachstum von zweistellig auf einstellig reduziert. In absehbarer Zeit werden wir sicherlich einen deutlichen Konjunkturabschwung erleben - es geht nicht immer kontinuierlich aufwärts. Die Chancen auf größere Kursgewinne sinken, die Risiken werden erheblich größer. Da ist sicherlich die Frage erlaubt, ob man nicht besser auf den nächsten Kurseinbruch warten soll. Er kommt so sicher wie das "Amen" in der Kirche.
 

baer45 wünscht allen Börsianern viel Glück bei Ihren Spekulationen im Neuen Jahr 

Die Einschätzungen der Experten für 2007

Prognosen sind besonders schwierig da sie es mit der Zukunft zu tun haben. Man sollte also nicht nur den eigenen, sondern auch den Prognosen von Volkswirten, Analysten und Gurus misstrauen. In der Abhandlung "Jeder zweite Analyst liegt daneben" wurde diese Problematik schon ausführlich beleuchtet. Alle Einschätzungen stammen von Anfang Dezember.

DAX®-Prognosen 2007 in Punkten
 
Quellen:
Thomson Financial/Datastream und F.A.Z
Bank JahresmitteJahresende
Berenberg Bank6800 7100
Commerzbank k. A. 7400
DZ Bank 6200 6800
HSBC Trinkhaus6400 6450
LBBW 6700 7200
M.M. Warburg 6600 7000
Postbank 6300 7400
Sal. Oppenheimk. A.6950
Unicredit 6700 7100
West LB 6500 6700

Durchschnitt

6525

7010
Gewinnwachstum 2006-2008
Quellen: Dresdner Kleinwort und F.A.Z


Allgemein wird erwartet, dass es nur eine leichte Abkühlung der Weltwirtschaft und keine Rezession geben wird. Dabei soll Deutschland unter den westlichen Industrieländer die Konjunkturlokomotive spielen und damit sollen auch die DAX®-Unternehmen das größte Gewinnwachstum einfahren. Die Musik spiel also weiterhin im DAX® - wenn diese Einschätzungen stimmen sollten. An den Einschätzungen der DAX®-Entwicklung ist klar ersichtlich, dass die Jahresendrallye überraschend gut gelaufen ist und dies nicht so durch die Analysten gesehen wurde.

Die Prognosen der Volkswirte      Quelle: F.A.Z-Umfrage
  EZB-Zins (%)
Mitte 07  Ende 07
10jährige
Bundesanleihen (%)
Mitte 07   Ende 07
Infla-
tion (%)
2007
Wachs-
tum (€-Raum)
2007
Wechselkurs
US-$ je €
Mitte 07  Ende 07
Robert Barrie, CSFB3,754,003,75 k. A.1,92,3k. A.1,18
Elga Bartsch, Morgan Stanley3,754,004,15 4,402,01,91,241,20
Michael Heise, Allianz3,503,503,90 4,102,12,01,341,38
Ulrich Kater, Deka-Bank4,004,004,004,10 2,11,71,331,35
Jörg Krämer, Commerzbank3,753,503,80 3,901,81,81,291,26
Hans Jäckel, DZ-Bank4,004,004,00 4,002,11,91,331,35
Thomas Mayer, Deutsche Bank3,753,253,90 3,752,11,61,311,34
Thorsten Polleit, Barclays Capital3,753,75 4,104,102,32,21,321,35
Andreas Rees, Unicredit (HVB)4,004,004,20 4,402,02,01,301,26
Holger Schmieding, Bank of America3,754,00 4,254,502,02,11,261,24
Dirk Schmumacher, Goldman Sachs4,004,00 4,104,302,12,11,321,32


Es wird erwartet, dass die Zinsen durchgängig leicht ansteigen und der Unterschied zwischen dem kurzen und langen Ende weiterhin unerheblich bleibt, die Inflation, trotz den Preiserhöhungen durch Mehrwertsteuer und im Energiesektor, im Griff bleibt und das wirtschaftliche Wachstum sich nur wenig abschwächt.

Handelskalender 2007 An der Börse Frankfurt wird im Jahr 2007 montags bis freitags außer am 1. Januar, 6. April, 9. April, 1. Mai, 28. Mai, 24. Dezember, 25. Dezember, 26. Dezember und 31. Dezember gehandelt.


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