baer45: DAX®
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Die besten Dinge verdanken wir dem Zufall

22.03.2011: DAX®-Bewertungen

Bewertung zum 18.03.2011

Schwarzer Schwan: Japan

Nach Karl R. Popper, ein Philosoph der viel gegen den Aberglauben getan hat, können sich Theorien nur bewähren, nicht aber wahrscheinlich gemacht oder als wahr erwiesen werden. Die Logik zwingt uns, selbst das erfolgreichste Gesetz im gleichen Moment aufzugeben, wenn wir ein einziges Gegenbeispiel akzeptieren (Schwarzer Schwan). Und alle Sicherheitswahrscheinlichkeiten für Atomkraft- werke sind spätestens jetzt dahin. Versicherungen haben den Wahrscheinlichkeitsrechnungen der Atomlobbyisten noch nie getraut. Auch wenn sie praktisch alles versichern, weigerten sie sich schon immer die potentiellen Schäden durch Störfälle in Atomkraftwerken zu versichern.

Der DAX® setzte im neuen Jahr, nach einer kurzen Verschnaufpause, seinen fulminanten Weg nach Norden fort. Gleichzeitig trieb die Spekulation mit dem billigen Geld der Notenbanken Energie-, Lebensmittel- und andere Rohstoffpreise nach oben. Die daraus entstandene Not und ein gleichzeitig aufkeimender Freiheitswille störten dieses Spiel. Von Tunesien ausgehend verbreiteten sich Aufstände im Maghreb, im restlichen Nordafrika, auf der arabischen Halbinsel und am persischen Golf. Noch sind die Konflikte dort alles andere als gelöst. Auch bei sogenannten erfolgreichen Revolutionen klammern die Anhänger der abgesetzten Despoten immer noch an ihren Stühlen. Es gibt nirgends eine ansatzweise funktionierende Gewaltenteilung. Verwaltungen, Polizei und Gerichte sind korrupt. In manchen Gegenden wird der Aufstand militärisch unterdrückt und die gewaltsamen Auseinandersetzungen, wie momentan in Libyen, haben zum Eingreifen von ausländischem Militär im Auftrag der UNO geführt. Eine Flugverbotszone wurde eingerichtet und die libysche Armee wird kastriert. Die Konflikte in der arabischen Welt sind noch lange nicht vorbei und können sich jeden Tag weiter aufschaukeln.

Als ob die Gefahren in der arabischen Welt nicht reichen würden, stürzten dann auch noch die Naturgewalten über Japan herein. Erdbeben und Tsunami machte das angeblich Undenkbare denkbar. Es steht noch viel Leid und Aufbauarbeit bevor. Wie sich die atomare Katastrophe entwickeln wird ist auch heute noch nicht greifbar. Im Kernkraftwerk Fukushima I droht immer noch eine Kernschmelze. Hoffen wir für die Menschen dort das Beste. Die Folgen für die Weltwirtschaft sind noch nicht abschätzbar. Jede Prognose, egal in welche Richtung, ist keinen Cent wert. Momentan herrscht starker Nebel.

Der DAX® hat seit unserer letzten Bewertung im Dezember 2010 4,55 % und seit Jahresanfang 3,61 % abgegeben. Vom Jahreshoch aus betrug der Abschlag 10,75 %. Abgesehen von den virulenten Krisen und Katastrophen, deren Weiterentwicklung und deren Auswirkungen bis jetzt nur schwer abschätzbar sind, gab es weder in der Finanzwelt noch in der Wirtschaftswelt größere Änderungen. Es gelten im wesentlichen noch die Aussagen aus der vorherigen Bewertung. Deshalb wird diese Bewertung nur als "kompakte" Bewertung durchgeführt. Trotz des Erdbebens in Japan und der atomaren Bedrohung sind die heimischen Börsianer hartnäckig bullisch geblieben. Sie glauben an eine baldige Erholung des DAX®. So stehen immer noch 51 % Bullen 23 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend).

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra®- Schlusskurse vom 18.03.2011. Die Kurse und das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird und das aktuelle (Basis: Aktuelle Schätzungen von I/B/E/S) der Aktien sind aus der Süddeutschen Zeitung. Die Zahlen zur sind von der Deutschen Bundesbank. Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der so genannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil gab es im Oktober und November 2008.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW043,2150,35141,55 %
2ALVALLIANZ SE VNA O.N.DE000840400593,9104,1087,29 %
3BASBASF SE NA O.N.DE000BASF11156,2501,70108,87 %
4BMWBAY.MOTOREN WERKE AG STDE000519000355,3000,30123,05 %
5BAYNBAYER AG NADE000BAY001751,9901,40127,38 %
6BEIBEIERSDORF AG O.N.DE000520000041,2600,70240,71 %
7CBKCOMMERZBANK AG O.N.DE00080320045,6880,00100,72 %
8DAIDAIMLER AG NA O.N.DE000710000045,9000,0097,05 %
9DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE000514000840,4100,7576,42 %
10DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE000581005552,7802,10121,69 %
11DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.DE000555200412,2100,60101,76 %
12DTEDT.TELEKOM AG NADE00055575089,5900,78134,84 %
13EOANE.ON AG NADE000ENAG99920,9401,5086,85 %
14FMEFRESEN.MED.CARE KGAA STDE000578580245,6650,61131,50 %
15FREFRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.DE000578560463,5200,75140,88 %
16HEIHEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE000604700447,5700,12131,15 %
17HEN3HENKEL AG+CO.KGAA VZODE000604843241,7200,53131,25 %
18IFXINFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310046,8270,10131,29 %
19SDFK+S AG O.N.DE000716200050,6200,20141,25 %
20LINLINDE AG O.N.DE0006483001107,1501,80153,12 %
21LHALUFTHANSA AG VNA O.N.DE000823212513,9300,00101,10 %
22MANMAN SE ST O.N.DE000593700781,0600,25141,38 %
23MRKMERCK KGAA O.N.DE000659990561,9101,0090,69 %
24MEOMETRO AG ST O.N.DE000725750349,7301,18131,11 %
25MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE0008430026107,7005,7583,02 %
26RWERWE AG ST O.N.DE000703712943,5003,5083,07 %
27SAPSAP AG O.N.DE000716460040,7250,50156,20 %
28SIESIEMENS AG NADE000723610190,4002,701310,56 %
29TKATHYSSENKRUPP AG O.N.DE000750000127,0000,45131,57 %
30VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE0007664039108,7001,6682,68 %

Im Februar 2010 stellte die DEUTSCHE BÖRSE die börsentägliche allgemein zugängliche Veröffentlichung der Gewichte der DAX®-Teilnehmer ein. Allgemein verfügbar sind diese Daten jetzt nur noch von den sogenannten Verkettungstagen. Diese sind der jeweils dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals. Die Bewertungen finden also zukünftig immer nur auf Basis dieser Daten statt. Veröffentlicht werden diese Daten immer an dem Abend, dem Verkettungstag folgenden Börsentag. Diese Bewertung wurde kompakt durchgeführt und man findet deshalb oft Verweise in die jeweiligen Kapitel der vorherigen Bewertung.

Umlaufrendite

Entwicklung der Umlaufrendite

Es gilt im wesentlichen immer noch das in der vorherigen Bewertung zu der Renditeentwicklung bei Staatsanleihen Gesagte. Die Renditen sind so wie die Preise für die Güter des täglichen Bedarfs weiter gestiegen und wurden erst mit den krisenhaften Entwicklungen in Nordafrika und Japan ausgebremst. Die Europäische Zentralbank hat durchblicken lassen, dass eine Zinserhöhung demnächst sehr wahrscheinlich wird. Ob es wegen den aktuellen Krisen dann doch so kommt ist ungewiss. Auch der €uro-Rettungsfonds wird frühestens Ende des Monats festgezurrt werden. Tagesgeldzinsen zeigen Tendenzen nach oben, sie liegen aber heute immer noch meistens unter 1%. Bei Direktbanken gibt es etwas mehr. Festgelder in einem 6-Monatsbereich erreichen sehr selten 1,5 %. Der Finanzminister profitiert stark von der Finanzkrise, muss aber inzwischen deutlich mehr zahlen. Die Rendite seiner Tagesgeldanleihe ist stark gestiegen und zahlt aktuell bei absoluter Sicherheit 0,55 %, die Renditen bei Bundesschatzbriefen sind auch weiter angestiegen. Sie betragen momentan beim Typ A (6 Jahre) 2,45 % und beim Typ B (7 Jahre) 2,71 %.

Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt) und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
18.03.11 2,86 % 2,11 % 2,72 % 3,11 % 3,66 % 1,417
30.12.10 2,51 % 1,50 % 2,30 % 2,90 % 3,49 % 1,326
17.09.10 2,17 % 1,31 % 1,97 % 2,43 % 3,11 % 1.306
18.06.10 2,22 % 1,14 % 1,95 % 2,59 % 3,37 % 1,238
19.03.10 2,75 % 1,78 % 2,54 % 3,08 % 3,87 % 1,353
30.12.09 3,02 % 2,09 % 2,78 % 3,31 % 4,12 % 1,433
25.09.09 2,99 % 2,12 % 2,76 % 3,27 % 4,06 % 1,470
27.03.09 2,93 % 2,08 % 2,67 % 3,13 % 4,15 % 1,326
30.12.08 2,86 % 2,26 % 2,60 % 2,91 % 3,73 % 1,407
26.09.08 4,24 % 3,94 % 4,09 % 4,18 % 4,80 % 1,458
20.06.08 4,74 % 4,75 % 4,72 % 4,66 % 4,81 % 1,563
28.12.07 4,34 % 4,16 % 4,24 % 4,34 % 4,66 % 1,472
22.06.07 4,64 % 4,55 % 4,61 % 4,62 % 4,81 % 1,346
30.03.07 4,08 % 4,01 % 4,02 % 4,03 % 4,24 % 1,336
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

In den USA sind die Renditen leicht gefallen, etwas deutlicher am kurzen Ende. Momentan rentieren dort US-Staatsanleihen (U.S. Treasuries) bei 2 Jahren mit 0,58 %, bei 5 Jahren mit 1,94 %, bei 10 Jahren mit 3,27 % und bei 30 Jahren mit 4,42 %. In Japan dagegen sind die Renditen, trotz Deflation, weiter angestiegen. 2 Jahre Restlaufzeit bringen 0,22 %, 5 Jahre 0,49 %, 10 Jahre 1,22 % und 30 Jahre 2,18 %. In der Eurozone sind die Renditen zum Teil stark auseinandergelaufen und Staaten mit erheblichen Refinanzierungsschwierigkeiten rentieren zum Teil mit dem Mehrfachen von Bundesanleihen.

€uro/US-$

Entwicklung des Verhältnisses €/US-$

Es gilt im wesentlichen immer noch das in der vorherigen Bewertung Gesagte. Der €uro hat sich nur etwas stärker im ersten Quartal entwickelt als erwartet und Portugal ist überraschenderweise noch nicht unter den Rettungsschirm geschlüpft. Auch die aktuellen Krisen haben den Marsch nach Norden nicht ausgebremst. Eine Entwicklung die baer45 erst nach dem Festzurren des endgültigen Rettungsschirmes erwartet hatte. So ist der €uro inzwischen wieder stark überbewertet. Die Spekulation hat sich voll auf den Yen konzentriert und treibt diesen in der Erwartung von starken Teilauflösungen des Yen Carry Trade (YCT) nach oben. Die Spekulanten erwarten, dass viele Japaner, die Anlagen im Ausland haben, diese zwecks Behebung der Schäden auflösen und das Geld nach Hause holen. Davon wollen sie profitieren. Das führte zu einer Explosion des Yen. In der Spitze kostete der US-$ nur noch 76,25 Yen. Damit es mit dem Yen nicht zu gefährlichen Zuspitzungen an den Devisenmärkten kommt, haben die sieben großen Industriestaaten (G7) nach 10 Jahren zum ersten Mal wieder koordiniert und massiv an den Devisenmärkten interveniert und die Lage bis jetzt stabilisiert.

Viele träumen von der guten alten Zeit, den verflossenen Weltwährungsordnungen. Der EZB-Chefvolkswirt Jürgen Stark behandelte diese Problematik in einem interessanten Artikel in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Manche die in festen Wechselkursen oder sogar in einem neuen Goldstandard die Problemlösung sehen, werden enttäuscht werden.

Leichtes Rohöl (WTI)

Entwicklung des Rohölpreises

Rohöl gibt es weiterhin in rauen Mengen. Deshalb gelten auch weiterhin die Aussagen aus der vorherigen Bewertung. Die Unruhen in Nordafrika haben die laufende "Propaganda" gestützt um alle Rohstoffpreise (inklusive Rohöl) weiter nach oben zu treiben. Dabei steht Libyen nur für ungefähr 2 % der weltweiten Rohölproduktion. Mit der Katastrophe in Japan wurden unsere Großzocker (Großbanken und die mit ihnen verschwägerten Hedgefonds) auf dem falschen Fuß erwischt und entgegen allen fundamentalen Erwartungen sanken die Preise für Lebensmittel (da es jetzt weniger Ackerland gibt?) und die Rohölpreise (da die Atomindustrie derart heftige Verluste erleiden musste?). In Wirklichkeit stieg die Angst bei den angeblich nicht vorhandenen Großspekulanten und sie wollten schnell ihre Gewinne in Sicherheit bringen. Es dauerte allerdings nur wenige Tage und sie hatten sich wieder gesammelt. Und seit dem ziehen wieder alle Rohstoffpreise und Aktienpreise an. Für uns hier ist übrigens eher die Rohölsorte Brent maßgeblich. Sie ist nicht so sauber wie WTI und war deshalb Jahrzehnte lang billiger als die Sorte WTI. Seit das Geld für die Großzocker so billig wurde rangiert der Preis von Brent jetzt immer ca. 10% über WTI.

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Nach den aktuellen Schätzungen schreibt kein Teilnehmer im DAX® Verluste. Deshalb sind KGV(1) und KGV(2) gleich. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.

Ende Januar firmierte die FRESENIUS SE VZ O.ST O.N. in die Gesellschaft FRESENIUS SE+CO.KGAA O.N. um und bis zu diesem Zeitpunkt wurden Vorzugsaktien, die bis dahin im DAX® vertreten waren, in Stammaktien umgetauscht. Das führt zu einem erhöhten Gewicht im DAX® und zu einem liquideren Handel. Jetzt ist deshalb, im Gegensatz zur vorherigen Bewertung, die Dividende der Stamm- und nicht der Vorzugsaktien in die Auswertung eingegangen.

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
18.03.116664,403,11 %15,410,310,3
17.12.106982,452,82 %15,410,910,9
17.09.106209,763,20 %15,411,311,3
18.06.106216,983,24 %15,412,112,0
19.03.105978,223,56 %15,412,712,6
30.12.095957,433,64 %15,413,213,1
25.09.095581,413,89 %15,415,012,9
27.03.094203,556,51 %15,49,19,1
30.12.084810,205,56 %15,48,28,2
26.09.086063,504,28 %15,410,710,6
20.06.086578,443,89 %15,410,910,8
28.12.078067,322,50 %15,412,812,8
22.06.077949,632,53 %15,415,015,0
30.03.076917,032,64 %15,413,313,3
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

Im aktuellen Kalenderjahr lieferten schon THYSSENKRUPP, SIEMENS (Schwergewicht) und INFINEON TECH. ihre Dividende ab. Sie waren durchgehend erheblich höher als im vorherigen Jahr. Dies und die niedrigeren Kurse führen zu einer höheren Dividendenrendite. In den verflossenen 12 Monaten zahlten COMMERZBANK, DAIMLER und LUFTHANSA keine Dividende (Anteil am DAX® 8,87 %). Bis auf COMMERZBANK wird es dieses Jahr sicherlich bei allen Unternehmen zu Dividendenzahlungen kommen. Sie werden im Schnitt deutlich höher ausfallen als im vorherigen Jahr. Die gute Konjunktur im Maschinenbau und bei Edelkarossen hat sich bis jetzt überraschend gut gehalten. Im zweiten Halbjahr wurde allgemein eine leichte Abkühlung erwartet. Hinzu kommen jetzt die aktuellen Krisen die noch schwer einschätzbar sind.

Der Anteil der 10 größten Aktiengesellschaften im DAX® veränderte sich kaum. LINDE nahm dabei den Platz von RWE ein. Er beträgt 68,58 %. Auch das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS = 22,89 %) blieb stabil. Die undurchsichtige Finanzbranche (ALLIANZ, COMMERZBANK, DEUTSCHE BANK, DEUTSCHE BOERSE, MUENCH.RUECKVERS.) repräsentiert fast ein Fünftel (19,14 %) des DAX® und hat ein gewichtetes KGV von 7,91. In dem gegenüber dem DAX® wesentlich besseren KGV spiegelt sich das Misstrauen der Spekulanten gegenüber den Bilanzen der Banken. Wenn man bedenkt, dass über 3/4 des Handels an den Börsen Eigenhandel der Banken und ihrer Fonds sind, sollte man dieses Misstrauen ernst nehmen.

Die I/B/E/S- Schätzungen sind, wegen der überraschend gut verlaufenen wirtschaftlichen Entwicklung, nochmals angehoben worden und die Kursverluste haben das DAX®-KGV leicht verbessert. Lässt man die undurchsichtige Finanzbranche und die politisch gefährdeten Energieversorger außen vor, ist der DAX® nicht mehr so "billig" wie es auf den ersten Blick scheint. Überbewertet ist er allerdings auch nicht. Unser Index beinhaltet also zu wenige kaufenswerte Kandidaten, die es rechtfertigen würden den Index als Ganzes zu kaufen, es sei denn, man rechnet mindestens mit einer weiter vorzüglich laufenden weltweiten wirtschaftlichen Entwicklung.

Es ist schwer abzuschätzen wie die aktuellen Krisen und Katastrophen (arabische Welt und Japan) die Stimmung und die realwirtschaftliche Entwicklung beeinflussen werden. Bis zu diesen Krisen war der Ausblick in Nordeuropa und Asien sehr positiv, während die USA nicht so richtig selbstständig ans Laufen kamen. Auch droht die Finanzkrise jederzeit wieder zuzuschlagen. Nicht nur die Finanzkonzerne sind marode, diesen Zustand erreichen immer auch mehr Staaten. Die US-Wirtschaft wird nur durch die Gelddruckmaschine der US-Notenbank Fed am Atmen gehalten und es formieren sich immer stärkere Kräfte, die die US-Administration in einen Sparkur zwingen wollen. Auch einige Aussagen aus der der vorherigen Bewertung sind weiterhin gültig.

DAX®-Verlauf

Entwicklung des DAX®

Nachdem es den Großbanken und ihren Hedgefonds mit dem ewig langen Seitwärtsgeschiebe im Bereich von 6200 Punkten nicht so richtig gelang die institutionellen Anleger (Pensionsfonds, Versicherungen, Anlagefonds) in den Markt zu locken, legten sie im Herbst einen Zahn zu. Damit zwangen und lockten sie viele in den Markt und konnten ihnen die billig mit Zentralbankgeld gekauften Aktien verkaufen. Nach einem kurzen Stottern im neuen Jahr machte man sich auf den Weg zu neuen Allzeithochs. Diese Bewegung wurde abrupt durch die Krisen in der arabischen Welt und der Katastrophe in Japan ausgebremst. Auch hier sind etliche Aussagen aus der vorherigen Bewertung immer noch gültig.

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1DTEDT.TELEKOM AG NA8,13 %
2RWERWE AG ST O.N.8,05 %
3EOANE.ON AG NA7,16 %
4MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.5,34 %
5DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.4,91 %
6ALVALLIANZ SE VNA O.N.4,37 %
7DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.3,98 %
8BASBASF SE NA O.N.3,02 %
9SIESIEMENS AG NA2,99 %
10BAYNBAYER AG NA2,69 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11MEOMETRO AG ST O.N.2,37 %
12DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.1,86 %
13BEIBEIERSDORF AG O.N.1,70 %
14LINLINDE AG O.N.1,68 %
15TKATHYSSENKRUPP AG O.N.1,67 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM AG NA9,590
2DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.12,210
3EOANE.ON AG NA20,940
4RWERWE AG ST O.N.43,500
5BAYNBAYER AG NA51,990

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.52,780
7BASBASF SE NA O.N.56,250
8SIESIEMENS AG NA90,400

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1SIESIEMENS AG NA10,56 %
2BASBASF SE NA O.N.8,87 %
3BAYNBAYER AG NA7,38 %
4ALVALLIANZ SE VNA O.N.7,29 %
5DAIDAIMLER AG NA O.N.7,05 %
6EOANE.ON AG NA6,85 %
7DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.6,42 %
8SAPSAP AG O.N.6,20 %
9DTEDT.TELEKOM AG NA4,84 %
10LINLINDE AG O.N.3,12 %

Kurzer Blick auf den Chart

VDAX-New® - 3 Jahre

Wie man am Volatilitätsindex ablesen kann, haben weder die Unruhen und drohenden Umbrüche in der arabischen Welt, noch die Natur- und Atomkatastrophen in Japan die Börsianer groß ans Zittern gebracht. Man hat sogar den Eindruck, dass der Kriegsbeginn gegen Libyen geradezu erleichternd gewirkt hat.

Wie sich die politische Situation in der arabischen Welt entwickeln und wie sich dies auf die Weltwirtschaft auswirken wird, weiß keiner. Es kann sich sowohl stark positiv als auch negativ oder überhaupt nicht auswirken. Es sind Auswirkungen denkbar welche den Ölmarkt stark beeinflussen könnten und die Welt hängt nun mal am Öl. Aber das alles sind Befürchtungen und keine Tatsachen. Noch schwimmt die Welt im Öl und der Preis wird nur spekulativ in die Höhe getrieben. Es ist eben ein Risiko mehr zu den schon Bekannten, die wir ausführlich in der vorherigen Bewertung behandelt haben.

Auch Japan stellt ein bis jetzt noch nicht abschätzbares zusätzliches Risiko dar. Wie sich die atomare Katastrophe weiter entwickeln wird, ist noch nicht abschätzbar. Sogar ein Durchschmelzen durch die Stahlbetonhülle kann noch nicht ausgeschlossen werden. Die japanische Wirtschaft ist nicht sehr stark mit der europäischen Wirtschaft verwoben. Allerdings ist Japan gerade im Elektronikbereich bei manchen Bauelementen führend und es kann übergangsweise zu Lieferschwierigkeiten kommen. Das kann wiederum bis zum Stillstand von Fertigungslinien auch außerhalb von Japan führen. Bis man sich darauf eingestellt hat kann es etwas dauern. In Japan wird der Wiederaufbau mühsamer vonstatten gehen als mancher es glauben will. Die Infrastruktur ist erheblich geschädigt und die Stromproduktion muss wohl als erstes den Erfordernissen wieder angepasst werden. Der Bau von Kraftwerken dauert allerdings erheblich länger als ein Jahr, auch in Japan.

baer45 wünscht den Japaner alles Gute und hofft, dass es nicht so schlimm kommt wie man es sich in der Fantasie ausmalen kann.


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