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Diversifikation begünstigt die Ignoranz

19.06.2012: DAX®-Bewertungen

Bewertung zum 15.06.2012

Was bleibt ...

Kulturen kommen und gehen, Staaten entstehen und verschwinden wieder im Nebel der Geschichte, manchmal bleibt nur das Chaos. Diesmal hat der griechische Wähler den "shutdown" noch einmal hinausgezögert. Ob er deshalb jetzt steuerehrlicher wird, darf bezweifelt werden. Ob sich deshalb jetzt ausländische Investoren für den griechischen Korruptionspfuhl entscheiden werden, ist ausgeschlossen. Griechenland wird also weiter verfallen und seinen Verpflichtungen nicht nachkommen wollen. Konjunkturhilfen seitens Europa werden spurlos versickern und die Gelder in der Schweiz oder sonstwo landen. Es wird höchste Zeit, dass die Politiker in Nordeuropa von ihren Wählern unter starken Druck gesetzt werden, damit sie endlich eine wirksame Regulierung der Finanzbranche durchziehen und Griechenland den Hahn abdrehen. Leider ist auch der Wähler noch nicht soweit. In Frankreich hat er sich mangels Wahlmöglichkeiten für die große Illusion entschieden. Sowohl bei den Präsidentschaftswahlen als auch bei den Parlamentswahlen hat er den Sozialisten, welche ernsthaft glauben mit zusätzlicher Verschuldung auf europäischer Ebene das Überschuldungsproblem lösen zu können, eine absolute Mehrheit zukommen lassen. Die Konsequenzen aus den Fehlern der Vergangenheit will man jetzt noch nicht tragen. Die Realität wird uns alle allerdings schneller einholen wie mancher es sich vorstellen kann.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres legte der DAX® in einer einmaligen Größenordnung seit seiner Gründung 1988 zu um anschließend stramm nach Süden zu marschieren. Bis heute bewahrt der DAX® von diesem einmaligen Zuwachs seit Jahresanfang noch einen Rest von +5,6 %. Auf Jahressicht ist das Ergebnis -13,0 % und seit unserer letzter Bewertung im März beträgt es auch -13,0 %. Die Stimmung hat sich seit Mitte März, trotz drohender Pleite Griechenlands und stark sinkenden Kursen, weiter gebessert. Aktuell stehen 54 % Bullen 23 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend). Am stärksten ist das Lager der "Neutralen" angewachsen und beträgt nun 23 %. Die Finanzwelt ist also immer noch sehr optimistisch oder anders ausgedrückt, viele sind noch investiert und haben bis jetzt die Ausgangstür noch nicht gefunden. Es könnte also noch ein heftiges Gedränge geben oder sollten die Analysten aus der Finanzwelt ausnahmsweise Recht bekommen?

Ausgangsdaten

Basis sind die Xetra®- Schlusskurse vom 15.06.2012. Die Kurse und das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die berechnet wird sind den jeweiligen Firmenmitteilungen entnommen. Das aktuelle der Aktien ist aus der Süddeutschen Zeitung (aktuelle Schätzungen von I/B/E/S). Die Zahlen zur sind von der Deutschen Bundesbank. Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe ). D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch der sogenannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®. Weitere Regeländerungen bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil gab es im Oktober und November 2008.

CodeNameISINKursDividendeKGVGewicht
1ADSADIDAS AG NA O.N.DE000A1EWWW057,9001,00152,25 %
2ALVALLIANZ SE VNA O.N.DE000840400574,7004,5076,54 %
3BASBASF SE NA O.N.DE000BASF11155,9102,50109,77 %
4BMWBAY.MOTOREN WERKE AG STDE000519000355,9602,3073,41 %
5BAYNBAYER AG NADE000BAY001753,5101,65118,35 %
6BEIBEIERSDORF AG O.N.DE000520000052,0800,70260,95 %
7CBKCOMMERZBANK AG O.N.DE00080320041,4200,0051,09 %
8DAIDAIMLER AG NA O.N.DE000710000034,0302,2065,87 %
9DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.DE000514000828,4800,7564,84 %
10DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.DE000581005539,7503,3091,44 %
11DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.DE000555200413,2900,70112,15 %
12DTEDT.TELEKOM AG NADE00055575088,1210,70124,74 %
13EOANE.ON AG NADE000ENAG99915,2201,00105,64 %
14FMEFRESEN.MED.CARE KGAA STDE000578580252,4000,69142,00 %
15FREFRESENIUS SE+CO.KGAA O.N.DE000578560481,3300,95151,75 %
14HEIHEIDELBERGCEMENT AG O.N.DE000604700433,9350,35110,88 %
17HEN3HENKEL AG+CO.KGAA VZODE000604843251,3800,80141,66 %
18IFXINFINEON TECH.AG NA O.N.DE00062310045,9340,12141,17 %
19SDFK+S AG NA O.N.DE000KSAG88831,0301,3091,02 %
20LINLINDE AG O.N.DE0006483001119,3002,50153,81 %
21LHALUFTHANSA AG VNA O.N.DE00082321258,1740,25160,70 %
22MANMAN SE ST O.N.DE000593700778,5402,30140,84 %
23MRKMERCK KGAA O.N.DE000659990576,1701,50100,92 %
24MEOMETRO AG ST O.N.DE000725750322,7401,3570,57 %
25MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.DE0008430026103,9006,2573,20 %
26RWERWE AG ST O.N.DE000703712929,7302,0072,82 %
27SAPSAP AG O.N.DE000716460046,4650,75+0,35157,84 %
28SIESIEMENS AG NADE000723610166,5903,00109,60 %
29TKATHYSSENKRUPP AG O.N.DE000750000111,9800,45120,84 %
30VOW3VOLKSWAGEN AG VZO O.N.DE0007664039123,6503,0663,33 %
SAP leistete neben der Dividendenzahlung auch noch eine Sonderzahlung

Im Februar 2010 stellte die DEUTSCHE BÖRSE die börsentägliche allgemein zugängliche Veröffentlichung der Gewichte der DAX®-Teilnehmer ein. Allgemein verfügbar sind diese Daten jetzt nur noch von den sogenannten Verkettungstagen. Diese sind der jeweils dritte Freitag im letzten Monat eines Quartals. Die Bewertungen finden seitdem immer nur auf Basis dieser Daten statt. Veröffentlicht werden diese Daten immer an dem Abend, dem Verkettungstag folgenden Börsentag. Seit unserer Frühjahrsbewertung 2012 haben im wesentlichen Aktien- und Rohstoffpreise, nach einer irrationalen Rallye im 1. Quartal, korrigiert. Die allgemeinen Risiken haben sich kaum verändert, die Weltwirtschaft stagniert weiter vor sich hin und das Wetter ist ausnahmsweise sehr schön. Deshalb fällt die jetzige Bewertung äußerst kompakt aus.

Umlaufrendite

Entwicklung der Umlaufrendite

Unter dem angelsächsischen Propagandatrommelfeuer gegen die €urozone und dem Vertrauensverlust in die eignen Regierungen - sie kommen seit längerer Zeit nur häppchenweise mit der Wahrheit an die Öffentlichkeit - stieg die Angst in der südlichen Peripherie der €urozone stark an. Auch der Norden misstraut dem Süden immer stärker. Als direkte Folge fließt kaum noch Geld aus dem Norden in den Süden und aus dem Süden flüchtet das Geld in den Norden. Die Europäische Zentralbank muss deshalb das Bankensystem im Süden mühsam am Laufen halten und in den sogenannten "sicheren Häfen" sinken die Renditen bei Staatsanleihen auf einmalige Tiefststände. Die Angst ist eben verbreitet, dass die €urozone auseinanderbrechen könnte und so will sich jeder retten. Diese Rettungsaktionen könnten allerdings teuer werden, wie nachfolgende Tabelle verdeutlicht. Nur eine nachhaltige Deflation würde die jetzigen Renditen rechtfertigen. Angst war und ist eben selten ein guter Ratgeber. Mit dem Rückgang der Angst werden die Renditen in den sogenannten "sicheren Häfen" stark zulegen und damit die Kurse entsprechend absinken. Ist der "sichere Hafen" relativ klein, bringt die Angst ihn schon jetzt in Schwierigkeiten. So versucht die Schweiz verzweifelt zu verhindern, dass der Schweizer Franken durch die Decke geht. Schon jetzt leidet die Schweizer Exportwirtschaft und der Schweizer Tourismus stark unter dem zu teuren Franken. Die Schweizer Nationalbank versucht den Preis des €uros bei der hohen Marke von 1,20 Franken festzunageln. Dazu muss sie massiv in der €urozone "einkaufen", primär Staatsanleihen und "druckt" dafür heftig Geld. Die Schweiz ist damit zu einem Zwangsmitglied der €urozone "verkommen", darf aber nicht mitbestimmen. Im Verhältnis trägt sie auch noch größere Risiken als Deutschland.

Inflation

Die jährliche Inflationsrate im €uroraum lag im Mai 2012 bei 2,4 %, gegenüber 2,6 % im April. Ein Jahr zuvor hatte sie 2,7 % betragen. Die monatliche Inflationsrate betrug im Mai -0,1 %. Bei uns lag die jährliche Inflationsrate bei 2,2 % (alle Daten von Eurostat). Sie liegt deutlich über der Zweiprozentmarke und die Leitzinsen sind eindeutig zu niedrig! Wegen statistischen Basiseffekten (die Rohstoffpreise stiegen kaum noch respektive verfielen schneller als der €uro) ging die Inflationsrate etwas zurück. Insgesamt waren die Preissteigerungen die letzten beiden Jahre höher als im Schnitt die Nettolohnerhöhungen. So bleibt den Verbrauchern effektiv weniger in der Kasse und die Auswirkungen sind im Konsum in der €urozone zu spüren. Nur Deutschland kann sich momentan noch etwas über Wasser halten. Wesentlich zu der geringfügigen Beruhigung an den Rohstoffmärkten hat die angestiegene Angst an den Finanzmärkten beigetragen. Und dabei wird immer behauptet, die Preisentwicklung hätte nichts mit der Spekulation zu tun, sie wäre fundamental begründet. Die übermäßige Liquidität, welche durch die Zentralbanken geschaffen wurde, ist allerdings immer noch vorhanden und kann bei Abnahme der Angst die Rohstoffpreise wieder schnell über die Spekulation in die Höhe treiben. Diese Gefahr wird erst verschwinden, wenn der negative Zins verschwindet. Dazu müssten die Zentralbanken allerdings die Liquidität zurück führen und nicht noch weiter ausbauen.

Das Bedürfnis nach "absoluter" Sicherheit ist auch bei uns groß. Da wir aber nicht mit unserem Geld nach Deutschland flüchten können und in der Schweiz "kein Platz" mehr ist, flüchten wir in "Betongold". In manchen Gegenden entwickelt sich bei uns eine Immobilienblase und die Politik schaut dieser Entwicklung genau so untätig wie vorher in Spanien oder Irland zu. Auch hier finanzieren die Geldinstitute inzwischen schon Immobilien mit über 100% zu einem extrem niedrigen Zins. Das wird manchem Immobilienbesitzer spätestens nach der Zinsbindungsphase das Genick brechen. Nimmt die Angst ab, werden auch die Immobilienpreise wieder verfallen und bei manchem Geldinstitut steigen wieder die Schwierigkeiten. Wir haben nichts gelernt und sind auch nicht schlauer als die Spanier.

Die EZB veränderte seit dem 14. Dezember 2011 den Leitzins nicht mehr. Er beträgt nun (Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des €urosystems) in der €urozone 1,00 % (für Spitzenrefinanzierungsfazilität 1,75 % und für die Einlagefazilität 0,25 %). Dem Wunsch des "Marktes", also der Finanzbranche, nach weiteren Zinssenkungen folgte sie nicht, sie ertrank aber die Banken um die Jahreswende in Liquidität (ca. 1 Billion über LTRO's) und droht mit weiteren Liquiditätsspritzen. Die Zinsen für Tagesgelder und für Festgelder haben sich kaum verändert. Tagesgeldzinsen liegen heute bei 1,50 %, bei wenigen Banken kann es mehr geben, bei der Mehrzahl weniger. Festgelder in einem 12-Monatsbereich erreichen manchmal mehr als 2 %. Unser Staat profitiert immer noch stark von der Geldflucht aus dem Süden der €urozone in die vermeintliche Sicherheit im Norden. Seine Tagesanleihe reduzierte sich weiter, bei höchster Sicherheit und täglichem Zinseszins, auf 0,18 %. Bei den länger laufenden Bundesschatzbriefen liegen die Renditen auf einem erneuten Rekordtief. Sie betragen momentan beim Typ A (6 Jahre) 0,51 % und beim Typ B (7 Jahre) 0,69 %. Er ist eben ein richtiger Krisengewinnler. Am Staatsanleihemarkt schaffte es Deutschland sogar Verzinsungen von praktisch 0 % zu erreichen. Für den Finanzminister ist es also schön wenn sich die Krise weiter hinzieht.

Umlaufrenditen und €/US-$
Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung bezüglich Umlaufrendite (Anleihen, Obligationen sowie Schatzanweisungen des Bundes, seiner Sondervermögen und der Treuhandanstalt)
und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
 
Datum Insgesamt 3-5 Jahre 5-8 Jahre 8-15 Jahre 15-30 Jahre 1 € in US-$
15.06.12 1,22 % 0,35 % 0,85 % 1,33 % 2,14 % 1,264
16.03.12 1,66 % 0,71 % 1,36 % 1,88 % 2,67 % 1,317
30.12.11 1,46 % 0,53 % 1,16 % 1,70 % 2,43 % 1,296
16.09.11 1,73 % 0,96 % 1,45 % 1,84 % 2,70 % 1,379
17.06.11 2,66 % 1,92 % 2,42 % 2,84 % 3,58 % 1,432
18.03.11 2,86 % 2,11 % 2,72 % 3,11 % 3,66 % 1,417
30.12.10 2,51 % 1,50 % 2,30 % 2,90 % 3,49 % 1,326
17.09.10 2,17 % 1,31 % 1,97 % 2,43 % 3,11 % 1.306
18.06.10 2,22 % 1,14 % 1,95 % 2,59 % 3,37 % 1,238
19.03.10 2,75 % 1,78 % 2,54 % 3,08 % 3,87 % 1,353
30.12.09 3,02 % 2,09 % 2,78 % 3,31 % 4,12 % 1,433
25.09.09 2,99 % 2,12 % 2,76 % 3,27 % 4,06 % 1,470
27.03.09 2,93 % 2,08 % 2,67 % 3,13 % 4,15 % 1,326
30.12.08 2,86 % 2,26 % 2,60 % 2,91 % 3,73 % 1,407
26.09.08 4,24 % 3,94 % 4,09 % 4,18 % 4,80 % 1,458
20.06.08 4,74 % 4,75 % 4,72 % 4,66 % 4,81 % 1,563
28.12.07 4,34 % 4,16 % 4,24 % 4,34 % 4,66 % 1,472
22.06.07 4,64 % 4,55 % 4,61 % 4,62 % 4,81 % 1,346
30.03.07 4,08 % 4,01 % 4,02 % 4,03 % 4,24 % 1,336
29.12.06 3,96 % 3,91 % 3,93 % 3,94 % 4,09 % 1,320
22.09.06 3,69 % 3,58 % 3,63 % 3,68 % 3,92 % 1,278
23.06.06 3,97 % 3,73 % 3,90 % 4,01 % 4,34 % 1,251
30.12.05 3,22 % 3,00 % 3,14 % 3,25 % 3,57 % 1,183
23.09.05 2,88 % 2,44 % 2,74 % 2,97 % 3,50 % 1,208
23.03.05 3,49 % 3,00 % 3,39 % 3,66 % 4,16 % 1,298
29.12.04 3,41 % 2,88 % 3,27 % 3,57 % 4,22 % 1,359
23.09.04 3,70 % 3,10 % 3,56 % 3,89 % 4,55 % 1,226
26.05.04 3,97 % 3,29 % 3,83 % 4,25 % 4,95 % 1,211
29.12.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,248
25.09.03 3,77 % 3,08 % 3,62 % 4,00 % 4,64 % 1,149
12.06.03 3,27 % 2,47 % 2,98 % 3,48 % 4,48 % 1,177
10.04.03 3,94 % 3,30 % 3,86 % 4,20 % 4,87 % 1,077
27.12.02 3,93 % 3,26 % 3,78 % 4,17 % 4,86 % 1,041
27.09.02 4,12 % 3,57 % 4,00 % 4,30 % 4,92 % 0,980
26.07.02 4,52 % 4,07 % 4,48 % 4,70 % 5,16 % 0,985
26.06.02 4,73 % 4,34 % 4,65 % 4,87 % 5,21 % 0.980
25.01.02 4,74 % 4,37 % 4,71 % 4,90 % 5,27 % 0,865

Die Angst an den Finanzmärkten hat die Geldflucht in die sogenannten sicheren Staaten, unabhängig von deren wirklicher Lage, stark anwachsen lassen. So konnten die USA ihre explodierende Neuverschuldung, trotz schlechter wirtschaftlicher Entwicklung, problemlos am Markt platzieren. Die US-Notenbank Fed glaubt anscheinend, dass diese Spielchen nicht mehr sehr lange funktionieren werden und droht mit weiteren Erleichterungen am Geldmarkt. Ansonsten wird sie versuchen sich während der heißen Wahlkampfphase neutral zu verhalten. Sie wird deshalb nur, wenn es sehr kritisch werden sollte, noch vor den US-Präsidentschaftswahlen mit weiteren Erleichterungen am Geldmarkt starten. Als Argumentationshilfe wird dann wieder die unbefriedigende Entwicklung am Arbeitsmarkt, verschuldet durch das "böse" Europa, herhalten müssen. Momentan profitieren sie stark von der Angst an den Finanzmärkten. Die Renditen bei Staatsanleihen (U.S. Treasuries) gaben weiter deutlich nach und rentieren momentan bei 2 Jahren mit 0,27 %, bei 5 Jahren mit 0,67 %, bei 10 Jahren mit 1,58 % und bei 30 Jahren mit 2,68 %. Auch in Japan gaben die Renditen deutlich nach. 2 Jahre Restlaufzeit bringen 0,10 %, 5 Jahre 0,23 %, 10 Jahre 0,85 % und 30 Jahre 1,87 %. Spanien und Italien stehen bei der Finanzierung ihrer Staatsschulden unter starkem Druck und müssen für 10-jährige um die 7 % zahlen. In Spanien ist die Gesamtverschuldung zwar nicht so hoch, große Teile des Bankensektors brauchen allerdings wegen der geplatzten Immobilienblase eine Rekapitalisierung respektive müssen geordnet abgewickelt werden. Dies kann Spanien nicht aus eigener Kraft leisten und braucht Hilfe. Auch Zypern wird wohl als Nächster unter einen Rettungsschirm schlüpfen müssen. Die Abhängigkeit von Griechenland ist zu groß. Portugal und Irland ist in der aktuellen Stimmungslage der Zugang zum Markt versperrt.

€uro/US-$

Entwicklung des Verhältnisses €/US-$

Mit dem Absturz der Aktien- und Rohstoffpreise im März ging es wie üblich auch mit dem €uro in Relation zum US-$ bergab. Seit Anfang des Jahres steigen die Ausfuhren der gesamten €urozone, auch die der sogenannten Problemländer, besonders stark bei Italien und Griechenland. Gleichzeitig sinken die Einfuhren der Problemländer, eine Auswirkung der sogenannten "Sparmaßnahmen", welche gerne in der Finanzpresse verschwiegen wird. Es zeigt aber deutlich, dass in einem einheitlichen Währungsraum auch die interne Abwertung funktionieren kann und die sogenannten Sparmaßnahmen nicht so unsinnig sind wie manche meinen. So erreichte der €uroraum (EU17) im April 2012 einen Überschuss im internationalen Warenverkehr in Höhe von 5,2 Mrd. €uro während die gesamte EU (EU27) ein Defizit von 12,0 Mrd. €uro hinlegte. Einen deutlichen negativen Handelsbilanzsaldo haben Frankreich und Spanien, bei denen man allerdings die nicht berücksichtigten sehr hohen Einnahmen im Tourismus vergessen darf (alle Daten von Eurostat). Damit ist die €urozone eindeutig auf einem Weg der Gesundung, auch wenn sich das nicht im Preis seiner Währung niederschlägt. Der schwächere €uro wird sehr wahrscheinlich diesen Trend noch verstärken. Zappenduster sieht es dagegen im Vereinigten Königreich aus. Ohne die Zockerbanken könnte das Königreich schließen.

Soll Griechenland der Geldhahn zugedreht werden, trotz ihrer vermeintlich europafreundlichen Wahl? Unbedingt! Sie führen uns jetzt schon seit längerer Zeit mit dem Nasenring durch die Manege und wollen das weiter tun. Momentan verhandeln Nea Dimokratia und Pasok bezüglich einer Regierung. Pasok verlangt die Beteiligung der Syriza. Sie ist eine (gewollte) Abspaltung von der Pasok. Sie repräsentiert hauptsächlich die Angestellten und Arbeiter in den staatlichen Firmen. Dieser Bereich ist der größte wirtschaftliche Bereich in Griechenland. In der Vergangenheit wurde praktisch jeder Betrieb, der Schwierigkeiten hatte, verstaatlicht. In diesem Bereich wird fürstlich verdient und es gibt sehr viele überflüssige Stellen. Während man anfänglich noch bereit war Ausgaben zu kürzen, war man nicht mehr bereit den überbordenden ineffektiven Staatsapparat (Selbstbedienungsladen der Nea Dimokratia) zu reduzieren und verweigert bis jetzt auch standhaft die Privatisierung der Staatsbetriebe (Selbstbedienungsladen der Pasok/Syriza) respektive hintertreibt sie. E.ON war z.B. nicht bereit ein Elektrizitätsunternehmen zu übernehmen, da dort die "einfachen Angestellten" einen höheren Verdienst haben als ein Abteilungsleiter bei E.ON in Deutschland. Nicht zu vergessen sind die bestimmenden und starken Gewerkschaften in den verstaatlichten Firmen. Mit der Syriza haben sie mit der Unterstützung der Pasok sogar jetzt eine eigene Partei. Weder die reichen noch die ärmeren Griechen sind bereit Steuern zu zahlen. Die Schweiz wartet seit Jahren auf Anfragen zu den geflüchteten Schwarzgeldern aus Griechenland ... bisher vergebens. Den Reedern sichert sogar die Verfassung Steuerfreiheit zu. Es hilft alles nichts. Man kann Griechenland nur zu Grunde gehen lassen oder Griechenland bringt den €uro und Europa um.

Leichtes Rohöl (WTI)

Entwicklung des Rohölpreises

Seit Mitte März geht es in allen Vermögensklassen (außer Anleihen aus sicheren Häfen) abwärts. Die große Angst führte dazu, dass viele Finanzkonzerne ihre Liquidität aus den verschiedenen Spekulationen abzogen. An der fundamentalen Nachfrage hat sich erstmals nur wenig geändert und die Lage im Nahen Osten ist nicht sicherer geworden. Syrien droht in einem Bürgerkrieg zu ersticken und in Ägypten scheint die "Ruhe" auch nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Über den Iran spricht man sicherheitshalber nicht mehr. Sollte der Verfall der Rohstoffpreise anhalten würde das eine echte Konjunkturspritze für die Industrieländer darstellen. Der Verbraucher könnte sich wieder mehr leisten und die Margen der Firmen könnten sich erholen. Dagegen würde in den rohstoffproduzierenden Staaten die Nachfrage nach Luxusgütern zurück gehen.

Die Unsicherheit und die geschrumpften preisbereinigten Einkommen haben sowohl in der Welt als auch in Europa zu einer Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung beigetragen. Die Konsumenten verweigern sich momentan immer stärker dem nicht akut notwendigem Verbrauch. So erlebt momentan die europäische Automobilindustrie deutliche Einbrüche. Würde die Unsicherheit verfliegen, würden die preiswerteren Rohstoffe für einen Konjunkturschub sorgen. Leider würde dann aber sofort wieder die Spekulation loslegen und schnell für explodierende Rohstoffpreise sorgen. Ein Teufelskreis, der nur durch die Reduzierung der Liquidität durchbrochen werden kann. Das würden allerdings sehr viele Finanzkonzerne nicht überleben. Deshalb gehört zuerst diese Branche reguliert und eingedampft. Der Politik fehlt dazu leider noch der Mut. Also wird sich die Krise weiter aufschaukeln.

Brent Crude und WTI


West Texas Intermediate (auch WTI) ist ein leichtes, süßliches Rohöl aus den USA. Durch seinen u. a. geringen Schwefelgehalt eignet es sich besonders für die Mineralöl-Raffinierung und die Herstellung von Benzin. Der Preis pro Barrel (159 Liter) WTI-Öl entspricht in der Regel dem der leichten Nordseesorte Brent Crude, kann aber geringfügig abweichen. Die Qualität von Brent Crude ist minimal geringer. In Europa ist der Preis von Brent Crude für die Preisbestimmung bei den Mineralölprodukten wesentlich bestimmend. Lange Zeit liefen die Preise synchron. Erst als die US-Notenbank Fed und die US-Administration sich vor über anderthalb Jahren über den hohen Ölpreis beklagten, ging bei den Preisen die Synchronität verloren. Da beide Preise stark durch die Spekulation bestimmt werden, sei die Frage erlaubt, ob es überraschenderweise patriotische Spekulanten gibt?
 

Die Analysten Yasunari Inamura, Tomonori Kimata, Takeshi Kimura und Takashi Muto konnten statistisch unter anderem einen eindeutigen Zusammenhang zwischen negativen Realzinsen in weiten Teilen der Welt und steigenden Rohstoffpreisen herstellen. Die spekulativen Impulse ließen sich zudem an der in den vergangenen Jahren stark zugenommenen Anzahl an den Terminbörsen offen stehender und gehandelter Kontrakte, vieler neuer Rohstofffonds sowie einer stark zugenommenen Korrelation zwischen Portfolioumschichtungen und dem Preisauftrieb bei Rohstoffen ableiten. Die Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten habe sich zumindest in Ansätzen von realwirtschaftlichen Angebots- und Nachfragefaktoren abgekoppelt, erklären sie.
 

DAX®-Ergebnis

Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der Januarbewertung 2002. Nach den aktuellen Schätzungen schreibt kein Teilnehmer im DAX® Verluste. Deshalb sind KGV(1) und KGV(2) gleich. Alle Berechnungen berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.

DatumDAX®-StandDividenden-
rendite
KGV(f)KGV(1)KGV(2)
15.06.126229,414,43 %15,49,29,2
16.03.127157,823,62 %15,410,910,9
16.12.115701,784,48 %15,49,09,0
16.09.115573,514,60 %15,48,28,2
17.06.117164,053,61 %15,410,810,8
18.03.116664,403,11 %15,410,310,3
17.12.106982,452,82 %15,410,910,9
17.09.106209,763,20 %15,411,311,3
18.06.106216,983,24 %15,412,112,0
19.03.105978,223,56 %15,412,712,6
30.12.095957,433,64 %15,413,213,1
25.09.095581,413,89 %15,415,012,9
27.03.094203,556,51 %15,49,19,1
30.12.084810,205,56 %15,48,28,2
26.09.086063,504,28 %15,410,710,6
20.06.086578,443,89 %15,410,910,8
28.12.078067,322,50 %15,412,812,8
22.06.077949,632,53 %15,415,015,0
30.03.076917,032,64 %15,413,313,3
29.12.066596,922,72 %15,414,814,7
22.09.065883,323,03 %15,413,213,0
23.06.065529,743,28 %15,412,512,4
30.12.055408,262,13 %15,412,912,9
23.09.054882,582,31 %15,413,713,6
23.03.054317,201,91 %15,413,313,3
29.12.044247,751,89 %15,413,113,1
23.09.043905,662,06 %15,414,914,9
26.05.043867,522,12 %15,415,315,3
29.12.033952,722,02 %15,416,116,1
25.09.033326,272,40 %15,418,715,9
12.06.033219,472,45 %15,416,814,8
10.04.032697,103,24 %15,413,411,7
27.12.022840,002,93 %15,410,99,8
27.09.022918,902,87 %15,412,911,8
26.07.023579,002,37 %15,415,614,1
26.06.024099,052,07 %15,417,116,2
25.01.025156,332,02 %15,421,819,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den

Inzwischen sind alle Dividendenzahlungen erfolgt. Nur COMMERZBANK zahlte dieses Jahr keine Dividende und wird auch nächstes Jahr dazu kaum in der Lage sein: Gewicht 1,09 %. Unverändert waren die Dividenden bei ALLIANZ, BEIERSDORF, DEUTSCHE BANK, DT.TELEKOM, METRO, MUENCH.RUECKVERS. und THYSSENKRUPP. Weniger zahlten E.ON, LUFTHANSA und RWE. Alle anderen (19 Mitglieder) schütteten mehr aus. Bei SAP gab es zusätzlich eine Sonderzahlung. Sowohl die gesunkenen Kurse als auch die höheren Ausschüttungen erhöhten die Dividendenrendite deutlich. Sie ist angesichts der Renditen auf dem Anleihe- und Geldmarkt mit 4.43 % beachtlich.

Die Dynamik des wirtschaftlichen Wachstums hat nachgelassen. Die Veränderungsrate des Bruttoinlandsprodukts (BIP), preisbereinigt, betrug 2011 +3,0 % nach +3,7 % im Jahre 2010 und -5,1 % im Krisenjahr 2009. Nach dieser fulminanten Aufholjagd ist es nicht verwunderlich, dass der konjunkturellen Entwicklung etwas der Atem ausgeht. So hatten wir schon im 4. Quartal 2011 eine minimale Schrumpfung des BIP von -0,2 %. Im ersten Quartal 2012 besserte sich die Lage wieder und das BIP wuchs preisbereinigt um 0,5 % gegenüber dem Vorquartal. Die US-Amerikaner würden dies mit einem annualisierten Wachstum von 2 % (4 x Quartalsergebnis) veröffentlichen. Bei unseren Nachbarn sah die Entwicklung nicht so schön aus. Entsprechend den Schätzungen von Eurostat blieb das BIP im Vergleich zum Vorquartal im ersten Quartal 2012 im €uroraum stabil, auf Jahressicht schrumpfte das BIP dagegen minimal um 0,1 %. Die anschließende Krisenstimmung hat im 2. Quartal sehr wahrscheinlich das Ergebnis nicht verbessert, so wie der Einbruch bei den Automobilverkäufen vermuten lässt. Schwer abzuschätzen, wie sich die 2. Jahreshälfte entwickeln wird. Es ist aber wahrscheinlicher, dass die Gewinne der DAX®-Mitglieder eher schrumpfen als steigen werden. Nächstes Jahr ist also auf keinen Fall mit weiter steigenden Dividenden zu rechnen. Man sollte sich auf etwas niedrigere Ausschüttungen einstellen.

Leicht gesunken ist der Anteil der 10 größten Aktiengesellschaften im DAX®. Er beträgt momentan 66,60 %. LINDE hat dabei den Platz von BMW eingenommen. Das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + INFINEON TECH. + SAP + SIEMENS = 23,35 %) nahm zu. Die undurchsichtige Finanzbranche (ALLIANZ, COMMERZBANK, DEUTSCHE BANK, DEUTSCHE BOERSE, MUENCH.RUECKVERS.) schrumpfte. Ihr Anteil am DAX® beträgt nun 17,11 % und hat ein gewichtetes KGV von 6,64. Die wieder angestiegene Risikoaversion hat die Spekulanten verstärkt aus der Finanzbranche getrieben. Das KGV der Finanzbranche ist gegenüber den anderen DAX®-Teilnehmern immer noch erheblich niedriger. Darin spiegelt sich das Misstrauen der Spekulanten gegenüber der Finanzbranche und das Misstrauen innerhalb der Finanzbranche.

Gewinnschätzungen werden immer von der jeweiligen aktuellen Gewinnentwicklung stark beeinflusst und I/B/E/S hat diese leicht erhöht. Während die Kurse seit unserer März-Bewertung um insgesamt 12,97 % abnahmen, nahm das KGV im gleichen Zeitraum um 15,60 % ab. Diese Bewertungsänderung spiegelt immer noch die Erwartung in eine weitere Erholung der Weltwirtschaft in der 2. Jahreshälfte. Ob das auch wirklich so eintreffen wird? Mit einem KGV von 9,2 ist der DAX® "billig" bewertet. Lässt man die undurchsichtige Finanzbranche außen vor, kommt man in den Bereich einer "fairen" Bewertung mit 10,1. Soll man also jetzt den DAX® kaufen? Auf keinen Fall sollte man alleine anhand der Gewinnschätzungen entscheiden. Schätzungen verlängern im wesentlichen das Gegebene in die Zukunft und berücksichtigen nicht heftige Einschläge, wie sie momentan mindestens mental noch drohen. Auch aus Sicht der weltwirtschaftlichen Entwicklung sind nicht die großen entlastenden Meldungen zu erwarten. Die Krisenstimmung wird noch eine geraume Zeit anhalten. Es ist momentan eher die Zeit für kurzfristige Spekulationen oder sich brav vom Seitenaus das Geschehen anzuschauen. Steigende Kurse sind allerdings auch nicht ausgeschlossen. Sogar ein Ende Griechenlands könnte eine Rallye lostreten. Die Zockerbanken sind zu beliebigen Spielchen fähig. Sie haben die notwendige Liquidität und mit ihren Algol- und HFT-Automaten auch die notwendigen Steuerungsmittel.

DAX®-Verlauf

Entwicklung des DAX®

Im September 2011 setze die Wende, nach einem brutalen Absturz, unter großer Volatilität ein. Mit deutlich besseren Indikatoren zur US-Wirtschaft, der bedingungslosen Stützung des Finanzsystems der €urozone durch die EZB und sichtbaren Fortschritten beim Fiskalpakt ging es dann, wie am Schnürchen gezogen, einmalig schnell mit geringen Umsätzen nach Norden. Die Entwicklung von Ende 2011 bis Mitte März 2012 stellt einen neuen Rekord für eine derartige Zeitspanne im DAX® dar. Dann dämmerte den Marktteilnehmern, dass die erhoffte wirtschaftliche Erholung in den USA nur statistische Schaumschlägerei gewesen war. Sofort legte das übliche Ablenkungsmanöver los und der €uro war angeblich die Ursache allen Übels. Seitdem geht es mit vielen Rohstoffpreisen und den Aktienpreisen bergab. Die Finanzbranche versucht die Politik unter Druck zu setzen. Sie soll Griechenland nicht fallen lassen und Nordeuropa soll für die Schulden im Süden haften. Wäre ein tolles Geschäft. Auch soll Mitt Romney möglichst US-Präsident werden. Das gelingt unter Garantie wenn es bis zu den Wahlen abwärts geht. An den Spenden kann man klar erkennen, dass Romney der Kandidat der "Wallstreet" ist. Barack Obama war im Wahlkampf gegen John McCain der Wunschkandidat der Finanzbranche gewesen. Aber es gibt eben immer noch etwas "Besseres". Der (undefinierte) Tiefpunkt darf allerdings nicht zu früh erreicht werden. Es könnte sonst eine nicht gewollte frühzeitige Erholung einsetzen.

Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameDividendenrendite
1DTEDT.TELEKOM AG NA8,62 %
2DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.8,30 %
3RWERWE AG ST O.N.6,73 %
4EOANE.ON AG NA6,57 %
5DAIDAIMLER AG NA O.N.6,46 %
6ALVALLIANZ SE VNA O.N.6,02 %
7MUV2MUENCH.RUECKVERS.VNA O.N.6,02 %
8MEOMETRO AG ST O.N.5,94 %
9DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.5,27 %
10SIESIEMENS AG NA4,51 %

Die Bewerber:

RangCodeNameDividendenrendite
11BASBASF SE NA O.N.4,47 %
12SDFK+S AG NA O.N.4,19 %
13BMWBAY.MOTOREN WERKE AG ST4,11 %
14TKATHYSSENKRUPP AG O.N.3,76 %
15BAYNBAYER AG NA3,08 %

Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie, können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12. "Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.

Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)

Die Kandidaten:

Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von Bärische Warnungen unter Strategien.

RangCodeNameKurs
1DTEDT.TELEKOM AG NA8,121
2DPWDEUTSCHE POST AG NA O.N.13,290
3EOANE.ON AG NA15,220
4MEOMETRO AG ST O.N.22,740
5RWERWE AG ST O.N.29,730

Die Bewerber:

RangCodeNameKurs
6DAIDAIMLER AG NA O.N.34,030
7DB1DEUTSCHE BOERSE NA O.N.39,750
8SIESIEMENS AG NA66,590

Rangfolge nach Gewicht

RangCodeNameGewicht
1BASBASF SE NA O.N.9,77 %
2SIESIEMENS AG NA9,60 %
3BAYNBAYER AG NA8,35 %
4SAPSAP AG O.N.7,84 %
5ALVALLIANZ SE VNA O.N.6,54 %
6DAIDAIMLER AG NA O.N.5,87 %
7EOANE.ON AG NA5,64 %
8DBKDEUTSCHE BANK AG NA O.N.4,84 %
9DTEDT.TELEKOM AG NA4,74 %
10LINLINDE AG O.N.3,81 %

Kurzer Blick auf den Chart

Brent Crude Rohöl in €uro

Das Nordseerohöl Brent Crude ist bestimmend für unseren Markt. Es wird immer noch künstlich gegenüber West Texas Intermediate (WTI) im Preis hochgehalten. Während der €uro das gesamte Jahr über in Relation zum US-$ stark verfiel, verfiel der Rohölpreis noch stärker. Gilt für viele andere Rohstoffe auch. Nicht ausgeschlossen, dass der Verfall von €uro und Rohölpreis weiter andauert. Damit könnte sich die angelsächsische Propaganda gegen die €urozone als Schuss ins Knie erweisen. Die €urozone würde laufend konkurrenzfähiger. Die USA und die Asiaten könnten weniger nach Europa exportieren und die Anstrengung der US-Amerikaner, gegenüber ihren größten Konkurrenten abzuwerten, wäre gescheitert. Soweit wird es nicht kommen. Sie werden vorher reagieren. Aber wie?

Der übergeordnete Bärenmarkt, der uns schon seit dem Jahr 2000 begleitet, wird uns noch lange erhalten bleiben. Nichts mit Aktienkaufen und sich Schlafen legen, nichts mit echtem oder mit Betongold. Und es gibt auch keine garantierte Möglichkeit sein Vermögen schadlos durch die Krise zu manövrieren. baer45 kennt die eine entsprechende Methode auf jeden Fall nicht. Die Verkäufer von Finanzprodukten raten heute, wie schon so oft, zur Diversifikation. Diversifikation begünstigt allerdings stark die Ignoranz und erhöht das Einkommen der Finanzbranche!


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