Die nachhaltige Schlacht gegen den weltweiten Terrorismus
In den ersten Tagen/Wochen nach der Zerstörung des WTC war
für jeden Beobachter der amerikanischen Reaktionen klar,
dass der Ernstfall eingetreten ist. Es ist nicht zu Erwarten,
dass nach der Bereinigung der Situation in Afghanistan, die USA
ihre weiteren geplanten Aktivitäten einstellen werden. Auf
der Tagesordnung stehen noch Nordafrika (Somalia ...), der
mittlere und nahe Osten (Irak u. eventuell Syrien;
Palästina wurde eher unbewusst durch Israel
übernommen) und die weiteren "Mächte der Achse des
Bösen" (Iran, Nordkorea, ...). Für Letztere wird
derzeit hauptsächlich eine Drohkulisse aufgebaut. Sie
sollen eine Chance bekommen (wie Lybien), ihre
Aufrüstungstätigkeiten zurückzuschrauben und
sich in den anbahnenden neuen Konflikten neutral zu verhalten.
Den Irak würde ich gesichert auf die Abschussliste
stellen. In unserer Tagespresse war im Rahmen der
WTC-Zerstörung von Kontakten von in Deutschland wohnhaften
Al Quaida Terrorristen mit Mitglieder des irakischen
Geheimdienstes in Prag die Rede. Es scheint, dass dieser
Geheimdienst, neben einigen anderen Staaten, logistisch
unterstützend für Al Quaida tätig war. Des
weiteren kommt der Irak seinen Verpflichtungen gegenüber
der UN-Waffenkontrolle seit Jahren nicht mehr nach. Nach
internationalem Recht ist der Konflikt mit dem Irak noch nicht
beendet und kann jederzeit wieder ausgeweitet werden. Weitere
Ängste, die in der Vergangenheit bestanden, haben heute
keinen großen Stellenwert mehr. Das sind z.B.:
-
die Ausdehnung der Einflusssphäre Russlands an den
persischen Golf. Russland ist heute primär mit sich
selbst und den eigenen moslemischen Minderheiten
beschäftigt.
-
die Vergrößerung der Einflusssphäre der
schiitischen Iraner am Golf. Letztere fangen an, ihren Irrweg
zu erkennen und werden unter einer realen Drohkulisse neutral
bleiben (sie scheinen inzwischen die USA ernst zu nehmen).
Es ist also zu erwarten, dass sich die Situation im
Frühsommer erheblich zuspitzt und der Ernstfall im
Spätsommer eintritt. Erste diplomatische Vorbereitungen
sind schon gestartet. Der Ölpreis meint inzwischen auch,
dass es ernst wird. Sollte der Irak einlenken wollen, wird man
ihn schon so am "arabischen Gesichtsverlust" packen, dass er
dem Konflikt nicht ausweichen kann.
Manchen europäischen Regierungen/Oppositionen gefällt
diese Szenario natürlich überhaupt nicht. Der
Konflikttermin liegt mitten in verschiedenen Wahlkampfphasen.
Es rächt sich jetzt, dass man in den vergangenen Monaten
immer nur Beschwichtigend tätig war und die gesamte
grausame Wahrheit dem eigenen Volk verschwiegen hat. Und die
USA werden ihren Weg konsequent weiter gehen. Notfalls alleine.
Irak - das Kriegsszenario
Der Irak ist heute, verglichen mit der militärischen
Stärke beim Überfall auf Kuweit, ein
militärischer Winzling. Die damaligen Waffenverluste
konnten nur in sehr geringem Umfang ersetzt werden.
Zusätzlich wohnen zwei zu allem entschlossenen
Minderheiten im Land. Im Norden die Kurden und im Süden
die Schiiten. Beide Minderheiten können mit der
notwendigen militärischen Beratung, Bewaffnung und
Luftunterstützung problemlos Bagdad einnehmen. Auch hat
der Herrscher von Bagdad so stark unter den eigenen
Anhängern gewütet, dass sich nach entsprechendem
Kriegsfortschritt auch hier eine Opposition ausbilden wird
(Modell Afghanistan).
Militärisch wird sich der Irak nicht wehren können.
Nicht auszuschließen bleibt allerdings, dass er im
Angesicht der absoluten Niederlage Gas- und biologische Waffen
einsetzten wird. Auch ist der Versuch einer
Plutoniumverseuchung nicht auszuschließen. Dies wird den
Kampf zwar nicht entscheiden, kann jedoch zu
größeren Verlusten innerhalb der Kriegsbeteiligten
und Unbeteiligten führen und die USA zwingen, bei
entsprechend großen eigenen Verlusten, Nuklearwaffen
einzusetzen. Letzteres ist zwar unwahrscheinlich, kann jedoch
nicht ausgeschlossen werden.
Der Einfluss auf die Aktienmärkte
Einst ist sicher! Der DAX® wird wesentlich nervöser und
damit volatiler als die amerikanischen Märkte reagieren
(Deutsche sind besonders ängstlich). Um wie viel die Kurse
im Vorfeld des Konfliktes nach Süden marschieren werden,
hängt im wesentlichen mit der sich entwickelnden
massenpsychologischen Gesamtsituation ab. Man muss das Ohr am
Volk haben und notfalls schnell reagieren. Möglich bleibt
natürlich auch die totale Ignorierung des Konflikts durch
die Börsenteilnehmer (Konfliktgewöhnungseffekt).
Sollte es zu einer stärkeren Bewegung nach Süden
gekommen sein, wird die Erholung spätestens mit den ersten
Bombardements beginnen.
Während des Konfliktes werden nur größere
eigene und amerikanische Verluste die Kurse beeinflussen.
Spätestens mit dem absehbaren Ende des Konfliktes werden
die Kurse höher stehen als vor dem eventuellen
konfliktbedingten Gang nach Süden (Ausnahme: Kurse
marschierten wegen anderen Gründe nach Süden).
Spekulationen
Ein Anleger, mit der Überzeugung richtig investiert zu
sein, der jedoch nicht die Nerven und die Kraft besitzt
kurzfristig und schnell reagieren zu können, sollte diesen
Konflikt einfach aussitzen. Er wird nach größter
Wahrscheinlichkeit nur von kurzer Dauer sein und keine
bleibende Spuren an der Börse hinterlassen.
Härtere Spekulanten werden diesmal wahrscheinlich nicht so
Kasse machen können, wie im Zusammenhang mit dem letzten
Crash. Würde sich diese Situation wiederholen, wäre
dies ein absolut seltener Glücksfall. Trotzdem sollte man
gewappnet sein. Wer kann schon sicher die Zukunft
prognostizieren. Sicherlich nicht baer45 (er wird auf jeden
Fall flüssig sein).
|