Das Schrumpfen der Weltwirtschaft legt ein nie dagewesenes furchterregendes Tempo vor. Sollte es so
weiter gehen, wäre dagegen die Weltwirtschaftskrise im 20. Jahrhundert ein Kindergarten gewesen. Hoffen wir, dass es nicht
so schlimm kommen wird. Die Finanz-, Kredit- und Bankenkrise ist alles andere als überwunden. Der wirtschaftliche Niedergang
kann jederzeit für weitere böse Überraschungen in diesem Sektor sorgen. Die massive weltweite Explosion der Schulden
zwecks Konjunkturstützung und zur Rettung des Finanzsystems soll uns vor dem ganz Schlimmen bewahren. Erfahrungen, eine
Verschuldungskrise mit einer erneuten massiven Verschuldung zu bekämpfen, gibt es nicht. Wir bewegen uns auf dünnem Eis. Die
Bärenmarktrallye, die seit Anfang März unterwegs ist, lockt wieder manche Berufsoptimisten hinter dem Ofen hervor. Sie sehen
schon wieder Licht am Ende des Tunnels. Ist das die Sonne, die in den Tunnel blinzelt oder kommt uns ein gefährliches
Fahrzeug entgegen? Nur Übermütige werden jetzt in den Tunnel stürmen. Die Faktenlage sieht immer noch bescheiden aus.
Seit unserer letzten Bewertung Ende 2008
hat unser DAX® 12,61 % verloren. Es würde schlimmer aussehen, hätte nicht die aktuelle Bärenmarktrallye schon wieder 17,13 %
gut gemacht. Seit dem Hoch im Juli 2007 hat unser Index 48,43 % eingebüßt und liegt damit in einem Verlustbereich ähnlich dem
anderer großer Indizes. Die letzten Tage ist die Stimmung wieder etwas bärischer geworden. 40 % Bullen stehen 36 % Bären
gegenüber (Quelle: Cognitrend). Nicht auszuschließen,
dass die Bärenmarktrallye noch einige Zeit intakt bleibt. Gute Zeiten für den Aktienkauf auf Sicht von einigen
Jahren? Man darf zweifeln.
Ausgangsdaten
Basis sind die Xetra®- Schlusskurse vom 27.03.2009. Die Kurse und
das jeweilige Gewicht einer Aktie im DAX® sind von der
Deutschen Börse. Die Dividenden mit denen die
berechnet wird, das aktuelle
(Basis: Aktuelle Schätzungen von Ibes (Thomson Financial)) der Aktien und die
sind aus der Süddeutschen Zeitung.
Die DAX®-Bewertung wird gewichtet ausgeführt ( siehe
).
D.h., eine Aktie mit sehr großer Marktkapitalisierung geht stärker in das Ergebnis ein als eine
Aktie mit einer weit geringeren Marktkapitalisierung. Seit dem 24.06.2002 wird dabei nur noch
der sogenannte frei handelbare Anteil berücksichtigt. Dieser Anteil wird regelmäßig überprüft
und verändert damit ebenso wie der Kurs das Gewicht der Aktie im DAX®.
Weitere
Regeländerungen
bezüglich Gewichtung und frei handelbarem Anteil
gab es im Oktober und November 2008.
Code
Name
ISIN
Kurs
Dividende
KGV
Gewicht
1
ADS
ADIDAS
DE0005003404
25,170
0,50
8
1,27 %
2
ALV
ALLIANZ
DE0008404005
66,400
5,50
6
7,85 %
3
BAS
BASF
DE0005151005
23,790
1,95
12
5,70 %
4
BMW
BAY.MOTOREN WERKE
DE0005190003
23,260
1,06
20
1,95 %
5
BAY
BAYER
DE0005752000
37,530
1,35
10
7,48 %
6
BEI
BEIERSDORF
DE0005200000
33,390
0,70
15
0,71 %
7
CBK
COMMERZBANK
DE0008032004
4,490
1,00
4
0,78 %
8
DAI
DAIMLER
DE0007100000
20,830
2,00
16
4,64 %
9
DBK
DEUTSCHE BANK
DE0005140008
32,925
4,50
7
4,83 %
10
DB1
DEUTSCHE BOERSE
DE0005810055
42,110
2,10
9
2,14 %
11
DPW
DEUTSCHE POST
DE0005552004
8,320
0,90
9
1,82 %
12
DTE
DT.TELEKOM
DE0005557508
9,260
0,78
11
7,19 %
13
EOAN
E.ON
DE0007614406
21,200
1,37
7
10,08 %
14
FME
FRESEN.MED.CARE
DE0005785802
29,050
0,54
9
1,42 %
15
FRE3
FRESENIUS
DE0005785638
34,200
0,67
10
0,72 %
16
HNR1
HANN.RUECKVER.
DE0008402215
24,600
1,80+0,5
6
0,39 %
17
HEN3
HENKEL
DE0006048432
20,260
0,53
10
0,94 %
18
SDF
K+S
DE0007162000
35,950
0,50
6
1,15 %
19
LIN
LINDE
DE0006483001
50,060
1,70
10
2,20 %
20
LHA
LUFTHANSA
DE0008232125
8,290
1,25
10
0,99 %
21
MAN
MAN
DE0005937007
33,980
3,15
9
0,88 %
22
MRK
MERCK
DE0006599905
65,100
1,20+2
11
1,10 %
23
MEO
METRO
DE0007257503
24,300
1,18
9
0,70 %
24
MUV2
MUENCH.RUECKVERS.
DE0008430026
95,040
5,50
7
4,86 %
25
RWE
RWE
DE0007037129
53,950
3,15
8
5,73 %
26
SZG
SALZGITTER
DE0006202005
43,100
3,00
6
0,43 %
27
SAP
SAP
DE0007164600
26,745
0,50
14
5,85 %
28
SIE
SIEMENS
DE0007236101
44,340
1,60
9
9,43 %
29
TKA
THYSSENKRUPP
DE0007500001
13,200
1,30
6
1,15 %
30
VOW
VOLKSWAGEN
DE0007664005
250,000
1,80
40
5,62 %
MERCK und HANN.RUECKVER. leisteten neben der Dividendenzahlung auch noch eine Sonderzahlung
Vor einer Woche verließen die DEUTSCHE POSTBANK und INFINEON TECH. wegen zu geringer freier Marktkapitalisierung
aufgrund der "Fast Exit" Regel
den DAX®. Ersetzt wurden sie durch HANN.RUECKVER. und FRESENIUS. In letzter Zeit häufen sich
die DAX®-Umstellungen. Sie schädigen den Index stark. Firmen deren Marktkapitalisierung wegen zu starken Kursverlusten
zu gering wurde verlassen den Index und werden durch die Spitzenreiter aus der unteren Klasse ersetzt. Deren Marktkapitalisierung
ist meistens wesentlich höher und damit schrumpft das Gewicht der anderen Teilnehmer. Die neuen Mitglieder müssten
überproportional zulegen um diesen Schaden zu egalisieren. Das schaffen sie meistens nicht und so bleibt ein Schaden im
Index. Der DAX® hat einfach zu viele Mitglieder. Eine Kürzung auf 20 wäre empfehlenswert. Demnächst steht eine
erneute Umstellung an. Die Banken haben PORSCHE die Kreditlinie zur Übernahme von VOLKSWAGEN erneuert. Wahrscheinlich wird
damit VOLKSWAGEN in der freien Kapitalisierung unter 10% fallen und den DAX® verlassen müssen. baer45 meint, man
hätte VOLKSWAGEN schon viel früher entfernen müssen. Die jetzige Bewertung ist durch die Umstellung begründet. Gleichzeitig wurde
ein neues Lotto-Depot zusammen gelost.
Umlaufrendite, €/US-$ und Rohölpreis
Seit Anfang des Jahres schwankt die Umlaufrendite um die 3 %. Dabei sind die Zinsen am kurzen Ende gesunken und
am langen Ende gleichzeitig etwas angestiegen. Das weitere Sinken am kurzen Ende ist auch den Leitzinssenkungen der
Europäischen Zentralbank geschuldet. Am 15. Januar und am 5. März wurden die Leitzinsen weiter gesenkt.
So beträgt heute der Mindestbietungssatz für die Hauptrefinanzierungsgeschäfte des €urosystems 1,5 %
(für Spitzen- refinanzierungsfazilität 2,5 % und für die Einlagefazilität 0,5 %). Das lange Ende wird sehr
stark von den wirtschaftlichen Erwartungen angetrieben. Momentan herrscht wieder etwas Optimismus und damit steigt die
Befürchtung, dass mit dem "erhofften" wirtschaftlichen Aufschwung die Inflationsgefahren ansteigen werden. Die Gefahr wird momentan allerdings
noch immer relativ gering eingeschätzt.
Die Kurse der Staatsanleihen befinden sich bei allen Laufzeiten auf einem
sehr hohen Niveau.
Die Schwierigkeiten im Geldverkehr zwischen Banken sind immer noch nicht ausgestanden. Sie misstrauen sich immer noch massiv
und hinterlegen ihre überschüssigen Gelder für einen miserablen Zins lieber bei der Zentralbank.
Auch bei der Kreditvergabe sind die Banken verständlicherweise vorsichtiger geworden.
Der Kunde muss schon gute Sicherheiten bieten um an einen größeren Kredit zu kommen. In den USA, Japan und in
Großbritannien ist man zum faktischen Gelddrucken ("Quantitative Easing") übergegangen. Die dortigen Zentralbanken kaufen dem Staat seine
Anleihen ab. Es herrscht panikartige Angst vor einer deutlichen Deflation, die in eine tiefe Depression übergehen könnte. Manche
Beobachter befürchten, bedingt durch die maßlose Liquiditätserzeugung, eher eine Stagflation (Inflation ohne wirtschaftliches
Wachstum). Wieder andere befürchten, spätestens mit einer wirtschaftlichen Erholung, eine ausgeprägte Inflation. Sowohl eine
übermäßige Inflation als auch eine Deflation oder gar eine Stagflation sind für die Aktienkurse Gift. Das Experiment,
das die Zentralbanken und die Politik momentan veranstalten, ist ohne Beispiel. Damit bleibt eine Beurteilung wie es ausgehen wird
schwierig.
Nur Geld das sich durch die Wirtschaft bewegt ist wirkliches Geld. Geld das ruht nimmt nicht am
wirtschaftlichen Leben teil. Deshalb ist neben der schieren Menge auch die Umschlagsgeschwindigkeit des Geldes sehr wichtig.
Da die Umschlagsgeschwindigkeit schneller zurück geht wie neues Geld geschaffen wird, gehen auch die Preise zurück.
Dem sehr großen Angebot steht eine immer niedrigerere Nachfrage gegenüber und damit kühlt die wirtschaftliche Entwicklung
weiter ab. Wir bewegen uns also Richtung Deflation trotz allen Reflationierungsversuchen. Besonders ausgeprägt ist diese
Situation in den USA. Bei den US-Verbrauchern, die bis über beide Ohren verschuldet sind, explodiert die Sparquote. Inzwischen
ist sie höher als in den meisten europäischen Ländern. Bis jetzt waren also alle Bemühungen der US-Notenbank ergebnislos.
Es stehen dieses Jahr massive Neuemissionen von Staatsanleihen an. Das könnte zu Kursverlusten und damit zu
höheren Renditen führen. Momentan liegen die Renditen am Boden. Die Banken zahlen zum Teil noch höhere Zinsen,
berauschend sind sie allerdings nicht mehr. Die Tageszinsen liegen aktuell bei 1 bis 3,5 %, Festgelder in einem 6-Monatsbereich
übertreffen selten teilweise noch 2,5 %. Zahlt Ihre Bank weniger? Wenn ja, tragen Sie Ihr Geld zur
Konkurrenz! Der Finanzminister profitiert stark von der Krise. Seine dieses Jahr neu aufgelegte Tagesgeldanleihe zahlt aktuell
bei absoluter Sicherheit nur noch 0,87 %. Die Renditen bei
Bundesschatzbriefen sind weiter gesunken. Sie betragen momentan beim
Typ A (6 Jahre) 2,17 % und beim Typ B (7 Jahre) 2,39 %. Unser Finanzminister profitiert schön von der Angst vor Bankpleiten.
Am kurzen Ende werden die Zinsen mit hoher Wahrscheinlichkeit noch weiter sinken. Sollte sich die Gefahr einer Deflation vertiefen
werden wir noch deutliche Zinssenkungen bei allen Laufzeiten erleben. In Japan herrscht
sie schon länger, in den USA wird sie täglich wahrscheinlicher und in der Eurozone ist die Gefahr etwas geringer.
Umlaufrenditen und €/US-$ Diese Tabelle dokumentiert die Entwicklung seit unserer ersten Bewertung
bezüglich Umlaufrendite (Anleihen erster Bonität im €uro-Raum) und dem Verhältnis des € zum US-$ zum jeweiligen Bewertungsstichtag.
Datum
Insgesamt
3-5 Jahre
5-8 Jahre
8-15 Jahre
15-30 Jahre
1 € in US-$
27.03.09
2,93 %
2,08 %
2,67 %
3,13 %
4,15 %
1,326
30.12.08
2,86 %
2,26 %
2,60 %
2,91 %
3,73 %
1,407
26.09.08
4,24 %
3,94 %
4,09 %
4,18 %
4,80 %
1,458
20.06.08
4,74 %
4,75 %
4,72 %
4,66 %
4,81 %
1,563
28.12.07
4,34 %
4,16 %
4,24 %
4,34 %
4,66 %
1,472
22.06.07
4,64 %
4,55 %
4,61 %
4,62 %
4,81 %
1,346
30.03.07
4,08 %
4,01 %
4,02 %
4,03 %
4,24 %
1,336
29.12.06
3,96 %
3,91 %
3,93 %
3,94 %
4,09 %
1,320
22.09.06
3,69 %
3,58 %
3,63 %
3,68 %
3,92 %
1,278
23.06.06
3,97 %
3,73 %
3,90 %
4,01 %
4,34 %
1,251
30.12.05
3,22 %
3,00 %
3,14 %
3,25 %
3,57 %
1,183
23.09.05
2,88 %
2,44 %
2,74 %
2,97 %
3,50 %
1,208
23.03.05
3,49 %
3,00 %
3,39 %
3,66 %
4,16 %
1,298
29.12.04
3,41 %
2,88 %
3,27 %
3,57 %
4,22 %
1,359
23.09.04
3,70 %
3,10 %
3,56 %
3,89 %
4,55 %
1,226
26.05.04
3,97 %
3,29 %
3,83 %
4,25 %
4,95 %
1,211
29.12.03
3,94 %
3,30 %
3,86 %
4,20 %
4,87 %
1,248
25.09.03
3,77 %
3,08 %
3,62 %
4,00 %
4,64 %
1,149
12.06.03
3,27 %
2,47 %
2,98 %
3,48 %
4,48 %
1,177
10.04.03
3,94 %
3,30 %
3,86 %
4,20 %
4,87 %
1,077
27.12.02
3,93 %
3,26 %
3,78 %
4,17 %
4,86 %
1,041
27.09.02
4,12 %
3,57 %
4,00 %
4,30 %
4,92 %
0,980
26.07.02
4,52 %
4,07 %
4,48 %
4,70 %
5,16 %
0,985
26.06.02
4,73 %
4,34 %
4,65 %
4,87 %
5,21 %
0.980
25.01.02
4,74 %
4,37 %
4,71 %
4,90 %
5,27 %
0,865
Viele US-Großbanken haben das rettende Ufer noch längst nicht erreicht. Deshalb wird man jetzt die
Bilanzierungsregeln ändern und etliche werden als
Zombiebanken ihr weiteres Leben fristen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass US-Staatsanleihen mit kurzen
Laufzeiten zeitweise negativ rentierten. Das Misstrauen ist riesig. Momentan erhält man in den USA für Tagesgelder
0,19 %. US-Staatsanleihen (Treasury Note) rentieren bei 2 Jahren mit 0,88 %, bei 5 Jahren mit 1,80 %, bei 10 Jahren
mit 2,77 % und bei 30 Jahren mit 3,62 %. Die Renditen liegen weiterhin deutlich unter denen im
€uroraum und sind der US-Notenbank immer noch zu hoch. Sie will noch niedrigere Zinsen am langen Ende und greift in die
Märkte ein. Verfallende Renditen gehen bekanntermaßen mit steigenden Kursen einher. Eine Investition
in 10-jährige US-Staatsanleihen hatte schon in 2007 ein deutlich besseres Ergebnis (Total Return) als eine Investition in den
DJIA oder S&P500 abgeliefert. Auch im Jahr 2008 waren in den USA Staatsanleihen die bessere Spekulation. Momentan sind
die Renditen am langen Ende leicht angestiegen. Die massiven Neuemissionen könnten zu weiteren Kursverlusten führen.
In der Schweiz rentieren 10-jährige Staatsanleihen momentan mit 2,10 %. Eine ganz andere Welt
ist Japan - ein nicht unwahrscheinliches Szenario für die USA. Die Rendite für 10-jährige Staatsanleihen liegt dort
bei 1,33 %.
Der US-$ ist der Profiteur der momentanen Krise. Die Krise hat zwar ihren Ursprung in den USA und hat auch dort die
größten Schäden erzeugt, trotzdem traut die Welt den USA noch am ehesten zu, diese Krise heil zu überstehen. Der US-$ hat schon viele
Krisen und Kriege heil überlebt. Der €uro hingegen ist neu und hinter ihm steht keine Weltmacht sondern eine
Staatengemeinschaft. Trotzdem hat er sich bis heute tapfer geschlagen und hat uns gut durch die Krise geführt. Ohne ihn wäre uns
schon der europäische Markt um die Ohren geflogen und es sähe zappenduster aus. Das erzeugt besonders bei den Angelsachsen
einen größeren Neid und so prasselt täglich negative Propaganda auf ihn nieder. Die USA sind sicherlich über die aktuelle
Dollarstärke nicht erfreut. Der starke Dollar verteuert die Ausfuhren und verbilligt die Einfuhren. Eigentlich will man
genau das Gegenteil.
Die Staatsverschuldung der USA explodiert. Trotz steigender Sparquote sind sie verstärkt auf einen Kauf von
Staatsanleihen aus dem Ausland angewiesen. Sollten die Emissionen problemlos gelingen fließen große Menge an Geld in
den US-$ und treiben diesen, trotz steigender Auslandsverschuldung, nach Norden. Gelingen die Emissionen nicht wie
erhofft, muss die US-Notenbank stärker als geplant US-Staatsanleihen aufkaufen. Dies könnte das Vertrauen in den
US-$ stark schädigen und zum verstärkten Verkauf von US-Staatsanleihen führen. Das Ergebnis wäre ein fallender
US-$, hoffentlich ein kontrollierter und nicht zu schneller Verfall. Ein Risiko / eine Chance, die man bei einem potentiellen Kauf
von US-Aktien ins Kalkül mit einbeziehen muss. Das Währungsgeschehen kann das Ergebnis stark beeinflussen. Man muss das Risiko
allerdings nicht eingehen. Die einheimischen Papiere sind immer noch wesentlich günstiger als die US-amerikanischen Aktien
bewertet. Das könnte bedeuten, dass der Spruch "Bleibe im Land und ernähre dich
redlich" auch im Jahr 2009 seine Gültigkeit behält.
Seit Anfang des Jahres gammelte der Ölpreis (WTI) im Bereich von 40 $/Fass herum. Mit den steigenden Aktienpreisen ist es
den auf Risiko der Steuerzahler zockenden Großbanken endlich gelungen den Ölpreis in die Höhe zu treiben, die gleichen Zocker die
schon 2008 den Ölpreis explodieren ließen. Allein der USO Fonds (börsengehandelter ETF) kontrolliert
20% aller nächstfälligen Kontrakte auf WTI und ca. 15% des täglichen Handelsvolumens können ihm zugeordnet werden. Etliche
Großbanken sind in ihm engagiert auch die, die letztes Jahr von Ölpreisen von 200 $/Fass faselten. Sie wollen ihre Verluste
im Immobiliensektor mit Spekulationen in Öl und anderen Rohstoffen ausgleichen. Geht es gut, gibt es wieder dicke Bonis. geht
es schief, muss der Steuerzahler für die Verluste gerade stehen. Das einzig effektive Konjunkturprogramm "niedrige Öl-
und Rohstoffpreise" wird durch diese Spekulationen schnell wieder kaputt gemacht. Das hat alles nichts mehr mit Angebot und
Nachfrage auf den realen Märkten zu tun. Dieser Eigenhandel der Banken gehört verboten und der Handel mit diesen Kontrakten
einer deutlichen Steuer unterworfen, die erst mit Annahme der Waren zurückgezahlt wird. Dies gilt auch für die Devisen- und
Lebensmittelmärkte. "Short" auf die DEUTSCHE BANK ist harmlos gegenüber
"long" in Weizen oder Öl. Die Regulierer gehen allerdings nur gegen den Leerverkauf von Aktien vor, Hungern darf die
Menschheit unbegrenzt. Und die Zentralbanken stellen den Zockerbanken auch noch das billige Geld für diese Spielchen
zur Verfügung.
DAX®-Ergebnis
Die Tabelle zeigt die Entwicklung vom DAX® seit der
Januarbewertung 2002. Kein Unternehmen schreibt Verluste
und deshalb sind KGV(1) und KGV(2) identisch. Alle Berechnungen
berücksichtigen das jeweilige Gewicht der Aktien im DAX®.
Datum
DAX®-Stand
Dividenden- rendite
KGV(f)
KGV(1)
KGV(2)
27.03.09
4203,55
6,51 %
15,4
9,1
9,1
30.12.08
4810,20
5,56 %
15,4
8,2
8,2
26.09.08
6063,50
4,28 %
15,4
10,7
10,6
20.06.08
6578,44
3,89 %
15,4
10,9
10,8
28.12.07
8067,32
2,50 %
15,4
12,8
12,8
22.06.07
7949,63
2,53 %
15,4
15,0
15,0
30.03.07
6917,03
2,64 %
15,4
13,3
13,3
29.12.06
6596,92
2,72 %
15,4
14,8
14,7
22.09.06
5883,32
3,03 %
15,4
13,2
13,0
23.06.06
5529,74
3,28 %
15,4
12,5
12,4
30.12.05
5408,26
2,13 %
15,4
12,9
12,9
23.09.05
4882,58
2,31 %
15,4
13,7
13,6
23.03.05
4317,20
1,91 %
15,4
13,3
13,3
29.12.04
4247,75
1,89 %
15,4
13,1
13,1
23.09.04
3905,66
2,06 %
15,4
14,9
14,9
26.05.04
3867,52
2,12 %
15,4
15,3
15,3
29.12.03
3952,72
2,02 %
15,4
16,1
16,1
25.09.03
3326,27
2,40 %
15,4
18,7
15,9
12.06.03
3219,47
2,45 %
15,4
16,8
14,8
10.04.03
2697,10
3,24 %
15,4
13,4
11,7
27.12.02
2840,00
2,93 %
15,4
10,9
9,8
27.09.02
2918,90
2,87 %
15,4
12,9
11,8
26.07.02
3579,00
2,37 %
15,4
15,6
14,1
26.06.02
4099,05
2,07 %
15,4
17,1
16,2
25.01.02
5156,33
2,02 %
15,4
21,8
19,6
Erläuterungen zur Tabelle finden Sie in den
In den letzten 12 Monaten zahlten alle DAX®-Mitglieder eine Dividende. Es gab durchgängig in 2008 kräftige
Dividendenerhöhungen und sogar zusätzliche Sonderausschüttungen durch HANN.RUECKVER. und MERCK (sie werden bei der Berechnung
der Index-Dividendenrendite berücksichtigt und fallen bei der Kandidatenaufstellung für die Dividendenstrategien unter den Tisch).
Die weiter zurückgegangenen Kurse und der Austausch von Index-Mitgliedern führen zu einer sehr hohen Dividendenrendite.
Sie liegt weit über den klassischen Geldanlagen. Das wird allerdings nicht so bleiben. Die zwischenzeitlich durchgesetzten
Lohnerhöhungen und die abbrechenden Umsätze belasten die Kostenseite wesentlich stärker als die niedrigen Rohstoffpreise sie
entlasten können. In einigen Branchen, wie z.B. der Automobilindustrie, dem Maschinenbau, der Stahlindustrie und der chemischen Industrie
sind die Aufträge massiv eingebrochen und eine Kurzarbeitswelle löst die Nächste ab. Viele Finanzinstitute stehen noch immer tief im
Schlamassel. So ist es kein Wunder, dass es schon erste Ankündigungen bezüglich Dividendenstreichung respektive
Dividendenkürzung gibt. Da mit einem miserablen Jahr 2009 zu rechnen ist, werden die Dividenden in 2010 noch weiter sinken.
Aktienkäufe nur an vergangenen Dividendenzahlungen auszurichten könnte deshalb ein Schuss in den Ofen werden.
Gewinnschätzungen beruhen immer auf der vergangenen Entwicklung und hängen damit der aktuellen Entwicklung
hinterher. Besonders bei Änderungen der Großwetterlage trifft dies in einem erheblichen Ausmaße zu. So wird schon jetzt ersichtlich, dass
der zum Jahresende scheinbar "billige" DAX® sich trotz weiteren Kursverlusten verteuert hat. Auch für das aktuelle
und das nächste Quartal sind die Gewinnschätzungen noch zu hoch. Sie werden angepasst werden und der Index wird sich dann bei
einem gleich bleibenden Punktepegel weiter verteuern und nicht mehr "billig" erscheinen. Eine absolut wahrscheinliche
Gewinnhalbierung im DAX® macht dann plötzlich aus dem "billigen" einen "sehr teuren" Index.
Bedingt durch eine Marktanomalie kann eine VOLKSWAGEN auf einem sehr hohen Kursniveau mit einem KGV
von 40 ein Gewicht von 5,62 % im Index belegen. Auch das verteuert den DAX®. Jeder der heute
den Index kauft,
bekommt implizit diesen Indexschaden mitgeliefert. Es ist unverständlich, dass die Deutsche Börse diesem Spiel weiter
zuschaut.
In den ersten beiden Monaten des Jahres hat unser Index ein rasantes Tempo nach Süden eingelegt. Wäre es in diesem
Tempo weitergegangen, hätten wir noch in diesem Jahr die 1000-Punktemarke nach unten durchbrochen. Ein immer größerer Anteil
der Spekulantenwelt ging "short". Das konnte nicht gut gehen. An der Börse kann die überwiegende Mehrheit der Spekulanten
nicht zu den Gewinnern gehören. So genügten einige unwesentliche Ausreißer in den Statistiken zur wirtschaftlichen Entwicklung
und die Vorstellung eines wahrscheinlich nicht funktionierenden Rettungsplanes für die Banken seitens des US-Finanzministeriums
- der gleiche Plan löste einige Wochen vorher einen Kurssturz aus - um einen gehörigen "Short Squeeze" auszulösen. Die auf
dem linken Fuß erwischten Leerverkäufer lösten die immer noch intakte Bärenmarktrallye aus. Seit dem steigt die Anzahl der
Optimisten. Viele sehen schon eine baldige Erholung der wirtschaftlichen Entwicklung, so als ob die Kursentwicklung die
Zukunft der realen Welt sehen könnte. Wenn die Kursrichtung drehen sollte, bricht wieder der abgrundtiefe Pessimismus aus.
Auch ohne den Weltuntergangspropheten nachzuhängen, sollte jedem klar sein, dass das, was wir aktuell erleben, alles
andere als eine kleine Rezession ist. Die Bärenmarktrallye wird also sehr wahrscheinlich nur eine Bärenmarktrallye bleiben.
Wenn man damit konform geht, steigt man also jetzt noch nicht in voller Breite in den Aktienmarkt ein. Vermeintliche
Schnäppchen können später als sehr teuer erscheinen: "Sonderangebote gibt es nicht!". Auch wenn der
DAX® unter der Berücksichtigung aller Aspekte (die sauberer bilanzierten Gewinne seiner Teilnehmer sind immer noch höher
als die Proformaergebnisse der Teilnehmer bei seinen amerikanischen Konkurrenten) wesentlich günstiger bewertet ist als der
S&P500, sollten wir unseren Blick immer noch auf die USA richten. Dort wird der weitere Weg vorgegeben und der
sieht nicht rosig aus. Ein erneuter Kurseinbruch in den USA wird auch den DAX® erneut nach Süden treiben.
Rangfolge - Dividendenstrategie (Burr/Graham)
Die Kandidaten:
Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht
genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die Lektüre von
Bärische Warnungen unter
Strategien.
Rang
Code
Name
Dividendenrendite
1
CBK
COMMERZBANK
22,27 %
2
LHA
LUFTHANSA
15,08 %
3
DBK
DEUTSCHE BANK
13,67 %
4
DPW
DEUTSCHE POST
10,82 %
5
TKA
THYSSENKRUPP
9,85 %
6
DAI
DAIMLER
9,60 %
7
MAN
MAN
9,27 %
8
DTE
DT.TELEKOM
8,42 %
9
ALV
ALLIANZ
8,28 %
10
BAS
BASF
8,20 %
Die Bewerber:
Rang
Code
Name
Dividendenrendite
11
HNR1
HANN.RUECKVER.
7,32 %
12
SZG
SALZGITTER
6,96 %
13
EOAN
E.ON
6,46 %
14
RWE
RWE
5,84 %
15
MUV2
MUENCH.RUECKVERS.
5,79 %
Anleger in andere Varianten der Dividendenstrategie,
können sich diese sehr einfach aus obigen Tabellen
zusammenstellen. "Top 12" entspricht Rang 1 bis 12.
"Top 5" entspricht Rang 1 bis 5.
Rangfolge - Dogs of the ... - Low Five (O'Higgins)
Die Kandidaten:
Man sollte nachfolgende Tabelle mit genügender Vorsicht
genießen. Zu Empfehlen ist auf jeden Fall die
Lektüre von Bärische Warnungen unter
Strategien.
Rang
Code
Name
Kurs
1
CBK
COMMERZBANK
4,490
2
LHA
LUFTHANSA
8,290
3
DPW
DEUTSCHE POST
8,320
4
DTE
DT.TELEKOM
9,260
5
TKA
THYSSENKRUPP
13,200
Die Bewerber:
Rang
Code
Name
Kurs
6
DAI
DAIMLER
20,830
7
BAS
BASF
23,790
8
DBK
DEUTSCHE BANK
32,925
Rangfolge nach Gewicht
Rang
Code
Name
Gewicht
1
EOAN
E.ON
10,08 %
2
SIE
SIEMENS
9,43 %
3
ALV
ALLIANZ
7,85 %
4
BAY
BAYER
7,48 %
5
DTE
DT.TELEKOM
7,19 %
6
SAP
SAP
5,85 %
7
RWE
RWE
5,73 %
8
BAS
BASF
5,70 %
9
VOW
VOLKSWAGEN
5,62 %
10
MUV2
MUENCH.RUECKVERS.
4,86 %
Die 10 größten Aktiengesellschaften haben heute im DAX® ein Gewicht von
68,58 %. Ihr Anteil hat, seit unserer Bewertung Ende 2008, abgenommen. Der Grund liegt im erneuten Wechsel
unter den Teilnehmern. Die Leichtgewichtigen sind abgestiegen und Schwergewichtigere sind aufgestiegen und haben damit
den Anteil der Verbliebenen geschmälert.
Im gleichen Zeitraum hat das Gewicht der Technologie (DT.TELEKOM + SAP + SIEMENS = 22,47 %)
trotz des Abstiegs von INFINEON TECH. marginal zugenommen. Zu den "billigen" Teilnehmern gehören durchgehend die Banken.
VOLKSWAGEN ist immer noch unberechtigterweise im Club der Titanen und im DAX. PORSCHE will dieses Jahr seinen Anteil
noch über 75% aufstocken. Der Verbleib ist also eine temporäre Angelegenheit.
Kurzer Blick auf den Chart
Aus der Vergangenheit kann man nie gesichert die Zukunft ableiten. Das Risiko, dass es anders wie "üblich"
kommt, bleibt groß. Trotzdem dient die Vergangenheit der Erfahrung und sie beeinflusst unsere Entscheidungen. Die nachfolgenden
Schlüsse sind deshalb mit der nötigen Vorsicht zu genießen. Letztendlich muss jeder die Lage selbst bewerten. baer45
meint, dass sich die Lage
seit unser Bewertung von Ende 2008 nicht wesentlich geändert hat und will sich nicht wiederholen. Deshalb heute nur einige
zusätzliche Aspekte zu Aktienspekulationen auf Sicht von einigen Jahren.
Technische Lage
Ein großer Bärenmarkt dauert meistens mehrere Jahre mit starken Erholungen zwischendurch. Die Kursentwicklung
hat sich in dem aktuellen Bärenmarkt weit vom 200 Tage Durchschnitt entfernt. Es geht also rasant südwärts und wir sind
noch keine 2 Jahre unterwegs. Die Trendwende wird üblicherweise mit einem deutlichen Durchbrechen des 200 Tage Durchschnitts
nach oben eingeläutet. Dabei kommt es in einem großen Bärenmarkt öfters zu einem oder mehreren kurzen Fehlausbrüchen.
Wir haben bis dato noch keinen Fehlausbruch geschafft und bewegen uns, trotz aktueller Bärenmarktrallye, im großen Abstand
zum 200 Tage Durchschnitt nach Süden. Die Wahrscheinlichkeit einer erneuten großen Abwärtswelle ist mindestens so groß wie eine
eventuell derzeit laufende Bodenbildung. Auch ein panikartiger Ausverkauf, der nicht zwangsweise kommen muss, ist bis heute
ausgeblieben. Es geht bis jetzt zügig und geordnet nach Süden.
Ein erneuter Absturz muss dabei nicht unbedingt so tief wie 2003 erfolgen. Damals lag wegen der inzwischen so nicht
mehr existierenden "Deutschland A.G." (sehr große Überkreuzbeteilungen und große Bestände im Besitz von Lebensversicherungen)
eine Sondersituation vor und deshalb stürzte der DAX® wesentlich tiefer als andere große Indizes. Er wird sich diesmal
ähnlich wie die anderen großen Indizes verhalten.
Fundamentale Lage
Seit 16 Monaten befinden sich die USA in der Rezession, eine überdurchschnittliche Dauer. Die Leitzinsen wurden
auf 0 % gesenkt und man ist inzwischen zum Gelddrucken übergegangen und hat weitere, immer größer werdende
Konjunkturprogramme gestartet. Trotzdem verschlechtert sich die wirtschaftliche Lage immer noch. Es gibt bis jetzt keine
Indikatoren die es erlauben würden "Licht am Ende des Tunnels" zu sehen. Dazu muss man auf Drogen sein oder geschäftliche
Interessen haben, denen eine derartige Sicht der Dinge zuträglich ist.
Die schwächelnde US-Wirtschaft hat inzwischen die Weltwirtschaft infiziert und wir erleben momentan erstmalig eine
weltweite Rezession. Dieser wirtschaftliche Niedergang wird viele Firmen in die Pleite treiben und einen erneuten großen Druck
auf unser todkrankes Finanzsystem ausüben. Es ist verdammt unwahrscheinlich, dass wir in 2009 eine Erholung sehen werden. Mancher
wird heute schon als Optimist gescholten wenn er eine deutliche Erholung in 2010 sieht. Solchen Gedanken wollen wir nicht
nachhängen. Es ist schon schwierig genug einige Monate in die Zukunft zu schauen, geschweige Jahre.
Aktienkurse folgen nie streng der wirtschaftlichen Entwicklung. Sie bewegen sich wie der Hund an der Leine, sie
übertreiben nach oben und nach unten aber sie kehren immer wieder zum Herrchen (der fundamentalen Lage) für kurze Zeit zurück.
Sollten wir wirklich auf dem Weg in eine Weltwirtschaftskrise II sein, werden wir sehr wahrscheinlich noch tiefere Kurse sehen.
Résumée
Das konkrete Handeln wird auch sehr stark vom eigenen Alter bestimmt. Will man einen potentiellen Gewinn in
absehbarer Zeit konsumieren oder ihn den Erben überlassen? Ein weiterer Absturz um 50% bleibt denkbar und eine anschließende
Erholung um 100% (wieder auf jetzigem Stand) kann Jahre dauern. Zu den alten Höchstständen vorzustoßen, kann länger als 1 Jahrzehnt
dauern. In nicht mehr allzu vielen Jahren fangen dann die Babyboomer an ihr Erspartes zu konsumieren. Auch nicht gut für die
Aktienentwicklung.
Das aktuelle Quartal geht bald zu Ende und die ersten Gewinnwarnungen sind schon unterwegs. Ende April erhalten wir
dann sukzessive die Quartalsberichte, die eine erneute Abschätzung ermöglichen. Dabei sollte man sein Augenmerk schwerpunktmäßig auf
die Entwicklung der Auftragseingänge richten und den 200 Tage Durchschnitt weiter beobachten.
Alles in allem noch keine rosigen Aussichten. Es scheint besser zu sein jetzt noch nicht massiv in Aktien einzusteigen (auf Sicht von
mehreren Jahren). Geht der wirtschaftliche Verfall in den USA weiter, sind die Aktienpreise noch viel zu teuer.
Neue DAX®-Teilnehmer
FRESENIUS
Die Fresenius SE ist ein deutsches Medizintechnik- und Gesundheitsunternehmen mit Sitz im hessischen Bad Homburg
vor der Höhe. Das Unternehmen ist einer der größten privaten Krankenhausbetreiber Deutschlands sowie im Pharma- und
Gesundheitsdienstleistungbereich tätig. Zudem ist Fresenius mehrheitlich an dem Dialysespezialisten und DAX®-Mitglied
Fresenius Medical Care beteiligt. Am 13. Juli 2007 wurde das Unternehmen in eine Europäische Gesellschaft überführt.
Rund um den Globus sind mehr als 121.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Fresenius tätig,
davon ein großer Teil in den USA.
HANN.RUECKVER.
Die Hannover Rück ist mit einem Prämienvolumen von rund 9 Milliarden EUR eine der führenden Rückversicherungsgruppen der Welt.
Sie betreibt alle Sparten der Schaden- und Personen-Rückversicherung und unterhält Rückversicherungsbeziehungen mit über
5.000 Versicherungsgesellschaften in rund 150 Ländern. Ihre weltweite Infrastruktur besteht aus über 100 Tochter- und
Beteiligungsgesellschaften, Niederlassungen und Repräsentanzen in rund 20 Ländern mit circa 1.900 Mitarbeitern.
Das Deutschland-Geschäft der Gruppe wird von der Tochtergesellschaft E+S Rück betrieben.
Mehrheitsaktionär ist seit Februar 2006 der HDI Haftpflichtverband der Deutschen Industrie, der über die Talanx AG
50,2 % der Hannover-Rück-Aktien hält. Die restlichen 49,8 % befinden sich im Streubesitz