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Vorherige Kommentierung auf Basis der Schlusskurse vom 20.01.2011.
Unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel hat sich in Davos vehement gegen eine Ausweitung
des Euro-Rettungsschirms ausgesprochen. Sie warnte vor einer Überlastung Deutschlands:
"Wenn Deutschland stellvertretend für alle europäischen Länder etwas verspricht, was bei harter
Attacke der Märkte dann auch nicht einlösbar ist, dann hat Europa eine ganz offene Flanke".
Am Montag geht es ans Eingemachte. Der ehrgeizige Fiskalpakt der 17 €uro-Länder
soll bei dem Sondergipfel der EU-Staats- und Regierungschefs in Brüssel gebilligt werden, die
Unterschrift ist dann für März geplant. Der vor allem von Deutschland gewünschte Vertrag enthält
rechtlich verbindliche Regeln zum Defizitabbau und zur Verankerung von nationalen Schuldenbremsen.
Großbritannien sperrt sich bislang gegen rechtliche Vorgaben und will definitiv nicht bei dem Sparpakt
mitziehen.
Unklar ist weiterhin, ob es noch an diesem Wochenende eine Einigung mit den
privaten Gläubigern beim geplanten Schuldenschnitt für Griechenland geben wird. Banken, Versicherungen
und Hedge-Fonds sollen im Gegensatz zu öffentlichen Gläubigern freiwillig auf einen Großteil ihrer
Forderungen verzichten. Es hakt am Coupon. Angeblich hat man sich bis auf 25 Basispunkte angenähert.
Auch soll Griechenland erneut eine über die Parteigrenzen hinausgehende Verpflichtung zur
Einhaltung der Auflagen der EU, der €urozone und dem IWF liefern. Die Konservativen mögen
nicht so richtig und Griechenland findet nicht zurück in die Spur. Es droht also weiterhin die
sehr wahrscheinliche Pleite. Allerorten bereitet man sich darauf vor.
Spanien befindet sich offensichtlich schon in einer Rezession. Von einer Rezession
spricht man, wenn das BIP eines Landes in zwei aufeinanderfolgenden Quartalen sinkt. Eine normale
Entwicklung da das über Verschuldung aufgeblähte Wachstum fehlt. In Spanien sind hauptsächlich
die Privaten überschuldet und deshalb leidet der Konsum. In 2012 soll die Wirtschaft mit dem
2. Quartal wieder wachsen. In den USA fällt das Wachstum im 4. Quartal
offensichtlich schwächer als erwartet aus. Die stark hedonistisch verseuchte Statistik prognostiziert
ein Wachstum von 0,7 % gegenüber dem Vorquartal. Die Notenbank Fed hat sich zudem dazu bekannt, ihre
angeblich extrem konjunkturstimulierende Nullzinspolitik noch bis mindestens Ende 2014 beizubehalten. Es sieht also
nicht gut aus und es ist deshalb mit weiteren Ablenkungsschlachten zu rechnen. Als Opfer bietet
sich dann wieder die €urozone an.
Wieder eine starke Woche im DAX® und Lotto. Wenn das Jahr so weiter flutscht drohen neue
Allzeithochs. Es drohen allerdings auch einige Risiken. Täglich wird eine Pleite Griechenlands wahrscheinlicher. Ende des Winters könnte es
soweit sein. Auch eskaliert der Konflikt mit dem Iran. Er will die Öllieferungen an Europa
einstellen bevor das Embargo in Kraft tritt. In den USA kristallisiert sich bei den Konservativen
ein Zweikampf zwischen dem Erzkonservativen Newt Gingrich und dem Liebling der Finanzbranche Mitt
Romney um die Herausforderrolle. Florida klärt am Wochenende eventuell etwas auf.
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Werden wir, wenn die Finanzbranche so weiter macht, demnächst wieder die Enragés (Wütenden)
und Tricoteuses (Strickerinnen) erleben? Einen Teil des Sparvermögens
der Bürger hat sie schon vernichtet. Dafür muss jetzt die Allgemeinheit aufkommen:
Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren. Und sie macht ungebremst weiter. Die Politik hatte sie
von der Kette gelassen und sie ist ihr inzwischen über den Kopf gewachsen. Zwischenzeitlich ist sie von ihren
angelsächsischen Stützpunkten aus zum Angriff auf die €urozone angetreten. Die "bösen Kontinentaleuropäer" drohen
nämlich mit einer etwas ernsthafteren Regulierung. Und so etwas gehört verhindert! Nach dem massiven Absturz
(Juli - September) konnte der DAX® sich leicht erholen. Der Absturz war auch ein Ergebnis des "Kriegs" gegen
die €urozone. Seit unserer letzten Bewertung vom September 2011 hat er bis zum 16.12. um 2,30 % zugelegt,
auf Jahressicht (30.12.2010 - 30.12.2011) hat er 14,69 % abgegeben.
Insgesamt betrug der maximale Absturz (Jahreshoch bis Jahrestief) im Laufe 2011 32,66 %.
Alles auf Basis von Tagesschlusskursen. Die Stimmung ist trotzdem "bärig" gut und steigt seit einiger Zeit
kontinuierlich an. Aktuell stehen 63 % Bullen 15 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend vom 21.12.2012).
Gemessen am Bull/Bear-Index hat dieser sogar den höchsten Stand seit dem 29. November 2006 erreicht.
Haben die befragten "Experten" in der Finanzindustrie zu stark "geraucht"?
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Die Gerüchte sind frei ... und werden immer unverschämter in die Welt gesetzt. Dabei
stellen sie sich im Regelfall als nicht zutreffend heraus. Ängstliche und verwirrte Märkte erleichtern eben
ungemein Lug und Betrug. Die Gesamtlage an den Finanzmärkten ist undurchsichtig und Prognosen kaum möglich. Das
führt auch zu einer negativen Sicht auf die Realwirtschaft. In der arabischen Welt gärt und knallt es weiter.
Griechenland muss weiter zu seinem Glück gezwungen werden. Die Einsicht in den Ernst der Lage geht noch vielen
Griechen ab. Der DAX® hat einen netten Absturz hinter sich und es stellt sich die Frage ob er einen
Boden erreicht hat? In den USA sehen die Aktienbörsen nämlich noch stabiler aus.
Der DAX® hat seit unserer letzten Bewertung im Juni 22,20 % und seit
Jahresanfang 19,39 % verloren. Vom Jahreshoch aus betrug der Abschlag
25,96 %. Insgesamt betrug der maximale Absturz (Jahreshoch bis Jahrestief)
im Laufe 2011 32,66 %. Die Verunsicherung ist, nach einem starken bullischen Hoch im
Juli, wieder ansteigend. Es stehen aber immerhin noch 54 % Bullen 26 % Bären gegenüber. (Quelle: Cognitrend).
Der Absturz war so einmalig schnell und so brutal, dass die Stimmung nicht mehr folgen konnte.
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Die arabische Welt hat sich alles andere als beruhigt. In Libyen ist immer noch Krieg und in Syrien
weitet sich der Aufstand zu einem Bürgerkrieg aus. Auch in vielen anderen Gegenden der arabischen Welt rumort es weiter. Aus Japan erfahren wir
kleckerweise die ganze Wahrheit. In drei Reaktoren gibt es Kernschmelzen und die sind immer noch nicht im Griff.
Es droht weitere Verseuchung. In der Staatsschuldenkrise wird großes Theater aufgeführt. Die einen wollen von der
eigenen tristen Lage ablenken und die anderen wollen die Lufthoheit über den Stammtischen zurück erobern, koste es
was es wolle. Trotzdem sorgt das billige Geld der Notenbanken dafür, dass sich die Aktienpreise noch halten können.
Der DAX® hat seit unserer letzten Bewertung im März 7,50 % und seit Jahresanfang 3,61 % zugelegt. Vom Jahreshoch aus
betrug der Abschlag 5,74 %. Der Optimismus ist etwas eingedampft worden. Es stehen jetzt
noch 44 % Bullen 28 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend). Es klopfen interessante, nur schwer kalkulierbare Zeiten an die Tür.
Die momentane Wartestellung ist deshalb auch nicht verwunderlich.
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Es brennt in der arabischen Welt und in Libyen herrscht Krieg. In Japan vernichtet ein
Erdbeben mit dem gleichzeitig erzeugten Tsunami ganze Küstenstriche und lässt nicht wenige
Kernkraftreaktoren havarieren und richtet große Schäden an der Infrastruktur an. Die Aktienmärkte reagieren
relativ gelassen auf dieses Geschehen. Sie ersaufen immer noch im billigen Geld der Notenbanken und wollen
deshalb nicht in den Keller. Der DAX® verliert nur 10,75 % von seinem
Jahreshoch und nur 4,55 % seit unserer Dezemberbewertung (seit Jahresanfang
beträgt der Abschlag 3,61 %). Trotz dieser Krisen und Katastrophen sind die heimischen Börsianer
hartnäckig bullisch geblieben und glauben an eine baldige Erholung des DAX®. So stehen immer noch 51 % Bullen
23 % Bären gegenüber (Quelle: Cognitrend). Es sieht so aus, als ob diese Hoffnung sich erst mal erfüllen wird.
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Wir haben inzwischen alle
Hauptversammlungstermine (ohne Gewähr)
für 2012 der DAX®-Mitglieder veröffentlicht.
Auf vielfachen Wunsch wurden die Börsensprüche, die sich jeweils im
Kopf einer Seite befinden, im Archiv
zusammengefasst. Dabei wurde das Archiv zu einer kompletten Sitemap erweitert.
... mehr
Veröffentlicht werden hier Abhandlungen, Bewertungen und
Spekulationen rund um den deutschen Blue Chip Index DAX® und seine 30
Teilnehmer. Zusätzlich erscheinen Kommentare über die Tages- und die
Wirtschaftpolitik. Sollten einige Aufsätze zu Verunsicherungen führen,
so ist dies gewollt. Verunsicherungen
reifen meistens zu neuen eigenen Erkenntnissen.
Der DAX®-Index, (Performance-Index) wurde in
der heutigen Form mit Beginn des Jahres 1988 eingeführt.
Seitdem hat es einige Änderungen, sowohl in der
Zusammensetzung als auch in den Regeln, gegeben. Weitere sind
nicht auszuschließen. So wurde er z.B. Mitte 2002 auf
"free float" umbewertet. Betrachtet werden hier Historie und aktuelle Entwicklung.
Zum besseren Zurechtfinden, hier eine kompakte Erläuterung
der Hauptkapitel, die Sie über die weißen
Verweistasten im jeweiligen Setenkopf erreichen:
DAX®-Bewertungen: Regelmäßige fundamentale
und technische Bewertung vom DAX®. Schilderung der
historischen Entwicklung und Spekulationen auf die Zukunft.
Satire & Kommentare: Kommentare zum aktuellen
Geschehen in Politik und Wirtschaft. Und damit wir nicht im
Ernst ersaufen, Satirisches über Aktienanlagen und das
aktuelle Geschehen. Warnung: die Übergänge sind
manchmal fließend!
Strategien: Schilderung von Anlagestrategien und
Bewertung eines sinnvollen Einsatzes in der heutigen Zeit und
im DAX®.
Wertpapiere: Aufsätze mit Spekulationen
über Firmen, die im DAX® vertreten sind. Betrachtungen
über Index-Papiere zum DAX® (börsengehandelte Indexfonds und Indexzertifikate).
Weiteres: Kleinkram, der sich ansammelt.
Links zu allen DAX®-Firmen, zu vielen interessanten
Finanzseiten und zu Finanzinstituten. Die
Fundgrube
mit einer Sammlung wichtiger interner Verweise mit einer kompakten Zusammenfassung.
Der DAX®-TICKER
für den schnellen Überblick.
Hinweise auf gute Fachbücher und die
komplette Dokumentation dieser Seite im
Archiv / Sitemap.
Ist Ihnen langweilig? Dann besuchen
Sie doch die Spieleabteilung.
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Suchfunktion zur Verfügung. Sie wirkt nur auf diesen Webauftritt. Genauere
Hinweise finden Sie unter der Hilfe.
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